Wer ist online

Aktuell sind 8 Gäste Online
Besucher: 5890440

Suche

Home arrow TREND Journal arrow Musik
Musik
PHILIPP POISEL PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion   
Donnerstag, 02. September 2010
Bietet mehr fürs Geld

phillip-poisel.jpgDas verspricht der 26-jährige Stuttgarter, wenn er von seinem zweiten Album spricht. «Man kriegt jetzt eindeutig mehr fürs Geld», sagt er und meint damit, dass er mehr in Arrangements investiert hat, denn die Songs des ersten Albums habe er alle noch alleine auf der Gitarre spielen können. Sein Fable für Süd­frankreich, seine Themen und seine Einstellung versprechen alleine schon Tiefgang und auch Melancholie. «Ich lebe sehr in der Gegenwart, aber ich erinnere mich auch gerne an alte Zeiten und freue mich auf die Dinge, die vor mir liegen.» Und um auf GRÖNE­MEYERs Label unterzukommen, muss auch GÖNI selber überzeugt sein.

Album: «Bis nach Toulouse» (Grönland)
www.philipp-poisel.de
 
MOONRAISERS PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Robin Schwarz   
Donnerstag, 02. September 2010
MOONSTYLE REGGAE

Man kennt sie spätestens seit ihrem YVES-LAROCK-Cover «Rise up», das selber schon Originalstatus hat, nicht zuletzt deshalb, weil MOONRAISERS-Sänger JABA auch für LAROCK gesungen hat. Die Band klingt nach neu. Dabei ist ihr neues Album bereits ihr sechstes.


moonraisers.jpgSeit 1992, also bereits seit 18 Jahren, musizieren MOONRAISERS um Mastermind JABA schon zu­sammen. In diesen Jahren haben sie sich in der Reggaeszene einen Namen gemacht. Sie spielten bereits über 600 Konzerte. Auch albentechnisch ist die Truppe kein Neuling. Nach «Down Town Massive» (1994), «Mirror» (1996), «World Without War» (1997), «Hotel California» (Single, 1998), «Legacy» (1999) und «Human» (2003) sowie ihrer Teilnahme an verschiedensten Compilations ist «The Story» nun bereits ihr 6. Album, mit dem sie sich den endgültigen Durchbruch erhoffen. Denn seit 2007 kennt man sie über die Genre-Grenzen hinweg, da sie sich mit der Reggae-Umsetzung der Dance-Hits «Rise up» und «By Your Side» des Schweizer House-DJs YVES LAROCK selber in die breite Öffentlichkeit katapultiert haben.
Schon alleine diese Tatsache zeigt, wie offen MOONRAISERS mit ihrer Musik umgehen, denn in diesen langen Jahren der Zusammenarbeit haben sie ihren ganz eigenen Stil entwickelt. Dieser Stil hat sich als Begriff tatsächlich durchgesetzt: «Moonstyle Reg­gae». Der Umgang mit den eigenen Wurzeln wird hier­bei zwar zelebriert, aber es werden auch neue Einflüsse aus World, Jazz, Blues und Elektro zugelassen, sodass ein sehr sommerlich leichter Mix entsteht, der zu begeistern weiss.
Die lyrischen Ergüsse der Truppe aus Neuchâtel bewegen sich vor allem im typischen «Frieden-Respekt Solidarität»-Stil des Reggae-Genres und passen hervorragend zur ruhigen Atmosphäre des Sounds, der so ganz anders ist als der harte Sound von beispielsweise ANTHONY B., der mitunter sogar aggressiv werden kann.
So proklamieren die sympathischen Musiker in «Respect», dass jede Person ihre ganz eigenen Stärken hat und dass halt nicht jeder Mensch perfekt sein kann. Trotzdem habe diese Person auch Respekt verdient.
In diesem Stil wird das Album auch fortgesetzt und dürfte an lauschigen Spätsommerabenden für perfekte Untermalung zum «Einfach nur sein» bieten.


Album: «The Story» (Damp)
www.moonraisers.com


3 CDs und mehrere andere Preise zu gewinnen auf TRENDMAGAZIN.CH
 
SANDRA RAYNE PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Robin Schwarz   
Donnerstag, 02. September 2010
sandra-rayne.jpgDie bereits 36-jährige Englisch­übersetzerin hätte wohl nicht ge­dacht, dass sie ihre Songs irgendwann tatsächlich noch vor Pub­likum performen würde. Doch genau das ist geschehen: Ur­sprünglich wären die experimentell entstandenen Songs nur für zuhause gedacht gewesen. Sie wurden nämlich nur im Studio eines Freundes aufgenommen. Doch wie immer kommt alles anders, als man denkt. Die Frau eines australischen Schafscherers spielt Gitarrenmusik irgendwo zwischen Folk, Country, Soul und Jazz. Dabei liess sie sich laut eigenen Angaben von gestandenen Stars wie ELLA FITZGERALD oder dem Whisky-und-Zigarren-Barden TOM WAITS inspirieren. Anspieltipps sind zum Beispiel der Titeltrack sowie das bluesige «Little Man».

Album: «Fallen Angels»
www.mx3.ch/artist/sandrarayne


 
LOCNVILLE PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Michael Moser   
Donnerstag, 02. September 2010
ELEKTRO-HIPHOP-ZWILLINGE STARTEN DURCH

ANDREW und BRIAN CHAPLIN wurden 1990 in New York geboren und wuchsen im südafrikanischen Cape Town auf. Der Band­na­me LOCNVILLE steht für ihre Jugend, welche sie in den beiden Städten verbrachten. In ihrer Heimat werden sie bereits wie
Göt­ter verehrt und nun versuchen sie den Sprung nach Europa. Das TREND MAGAZIN traf sie zu einem Gespräch.

locnville1.jpgTREND MAGAZIN: Ihr seid bereits gestern in Zürich angekommen. Hattet ihr die Mög­lichkeit, etwas von der Stadt zu sehen? – Glücklicherweise ging LARA (von der Platten­firma) mit uns abendessen und führte uns ein wenig durch Zürich. Wir unternahmen einen Spaziergang am See. Ihr habt wirklich eine wunderschöne Stadt.
Ist es im Vergleich zu Südafrika sehr unterschiedlich? – Die Art und Weise, wie die Stadt ausschaut, ähnelt sehr stark unserer Heimat Cape Town, allerdings sind die Leute anders als in Südafrika.
– Beschäftigter oder wie meint ihr das? – Nein, viel mehr, wie sich die Leute kleiden oder wie sie sprechen mit ihren diversen Akzenten. Die Architektur ist vergleichbar mit Südafrika.
Könntet ihr euch vorstellen, hier zu leben? – Auf alle Fälle. Es ist total hübsch hier.
In eurer Heimat seid ihr ja schon Megastars. Hattet ihr grossen Respekt vor dem Erfolg oder sogar Angst davor? – Klar hat man gröss­ten Respekt vor dem Erfolg oder gar Angst, da sich das Leben drastisch verändern kann. Der Erfolg ist aber hauptsächlich mit Auf­regung und Freude verbunden. Wir sind sehr aufgeregt momentan, weil wir noch nicht recht wissen, wie die Leute uns hier in Eu­ropa aufnehmen werden, gerade weil wir eventuell mit JUSTIN BIEBER verglichen werden, obwohl die Musik total unterschiedlich ist.
Wie hat sich der Kontakt mit euren Freunden verändert? – Leider drastisch. Gerade weil wir so viel reisen, bleibt uns spärlich Zeit, un­sere Freundschaften zu pflegen. Die Leute spie­len manchmal verrückt. Deswegen be­handeln uns unsere Freunde nicht mehr gleich, weil sie glauben, dass wir uns verändert haben.
Viele in unserem jungen Alter  betrinken sich gerne im Ausgang. Wie sieht das bei euch aus, wenn ihr an eine Party geht? Da ihr ja sehr bekannt seid, müsst ihr euch wohl benehmen. – Ja, auf alle Fälle müssen wir uns zusammenreissen, und es vergeht kein Tag, ohne dass wir dies von unserem Vater zu hören kriegen, dass wir einen anständigen Eindruck hinterlassen müssen. Wenn wir durch Clubs ziehen, können wir nicht mehr so viel trinken wie früher, und wenn man vielleicht ein, zwei Bier über den Durst getrunken hat, müssen wir uns zusammenreissen. Aber nur weil wir bekannt sind, können wir nicht einfach unser ganzes Leben zurückstecken.
Ihr verbringt mehr oder weniger jede erdenkliche Minute miteinander. Geht ihr euch nicht schrecklich auf die Nerven? – Obwohl wir zu viel Zeit zusammen verbringen, kommen wir gut miteinander aus. Da wir früher in einem kleinen Haus wohnten, mussten wir uns die ersten 18 Jahre ein Zimmer teilen und wir besassen schon immer die selben Freunde.
Welchen Künstler würdet ihr am liebsten auf seiner Tour unterstützen als Supportact? – Gute Frage. CALVIN HARRIS, MAGNETIC MAN oder FAITHLESS wären einige unserer Wunschkandidaten.
Konntet ihr die Fussball-WM mitverfolgen? – Leider konnten wir keinen Match live sehen, aber wir verfolgten die Spiele so gut wie möglich am Fernsehen.
Denkt ihr, es hat eurem internationalen Erfolg viel genutzt, dass die WM in Südafrika war? – Auf alle Fälle, da der Fernsehsender, der die Spiele ausstrahlte, einen Werbe­vertrag für einen Werbespot unterzeichnete, in welchem unser «Sun in my Pocket» ge­spielt wurde. Somit waren viele mit dem Song vertraut und trugen ihn in ihre Länder.
Euch wurde vorgeworfen, dass ihr nicht live singt. – Das stimmt, das mussten wir uns schon oft anhören. Sogar einige Fans, die an unsere Konzerte kamen, gaben solche State­ments von sich. In Wahrheit singen wir aber live. – Machen euch solche Gerüchte oder Vor­würfe nicht wütend? – Allerdings. Andrer­seits kann man es auch als Kompli­ment sehen, da wir unsere Sache so gut machen, dass man den Unterschied nicht bemerkt.
Wann werdet ihr für Konzerte in die Schweiz zurückkehren? – Sehr wahrscheinlich Ende Jahr oder zu Beginn 2011, je nachdem, wie es den Leuten gefällt.


Album: «Sun in my Pocket» (Sony)
www.locnville.com
 
STEFF LA CHEFFE PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rebecca Hügi   
Donnerstag, 02. September 2010
«ALS FRAU IST MAN IN DER RAPSZENE EIN EXOT»

Knackige Texte, coole Beatbox-Einlagen und jede Menge Temperament. Diese Worte beschreiben die Berner Rapperin STEFF LA CHEFFE. Wer bisher dachte, Rap werde nur von Männern gemacht, wird nun vom Gegenteil überzeugt.


stefflacheffe.jpgDie 23-jährige Musikerin beweist mit ihrem Debüt-Album «Bittersüessi Pille», wie viel Power sie in ihre Songs verpackt und dass Berner keinesfalls nur langsam sprechen können. Ihre Texte sind gesellschaftskritisch und frisch aus dem Leben gegriffen. Das TREND MAGAZIN hat sie vor einem ihrer Festivalauftritte getroffen.

TREND MAGAZIN: Du wirst gleich die grosse Heitere-Bühne betreten. Hast du ein bestimmtes Ritual, welches du vor dem Auftritt durchführst? – STEFF LA CHEFFE: Vor dem Konzert brauche ich immer noch einen kleinen Moment Ruhe und visualisiere dann, wie ich gleich auf der Bühne stehen werde. Wenn ich zudem noch einen vollen Magen habe und den Schlachtruf mit der Band gemacht habe, kann dem Auftritt nichts mehr im Weg stehen.
In deiner Single «Annabelle» singst du über junge Frauen der heutigen Zeit. Warum denkst du, zählen bei ihnen oftmals nur noch Äusserlichkeiten? – Wenn wir ehrlich sind, leben wir immer noch in einer Gesellschaft, die von Männern regiert wird. Deshalb versuchen die Frauen einfach, den Männern zu gefallen. Ein anderer Grund ist aber sicher auch, dass wir eigentlich schon alles besitzen und mit Schönheits-OPs nur noch Luxuspro­bleme lösen.
Wird man denn als rappende Frau von der Gesellschaft gleichermassen akzeptiert wie als Mann? – Ich denke schon, denn als Frau ist man in der Rapszene ein richtiger Exot und erhält deshalb auch mehr mediale Aufmerksamkeit. Die Leute mögen etwas Neues und Frisches, und da schon lange keiner Frau mehr der Durchbruch in diesem Musikbereich gelungen ist, ist das Interesse umso grösser.
Ist es aber schwieriger mit gesellschaftskritischen Texten anzukommen als mit plumpen Popsongs? – Wenn man etwas Kritisches macht, verringert sich die Chance, im Radio gespielt zu werden immer sehr stark. Der Grund dafür ist, dass viele Leute immer noch vor Provokation zurückschrecken. Auf der anderen Seite schätzen es andere Leute, dass man ehrliche Texte bringt, die auch mehr Profil haben als ein normaler Popsong.
Und über welches Thema können wir dich am Festivalsommer 2011 rappen hören? – «Enjoy the moment in the sun». Man soll den Moment geniessen, in dem man Erfolg hat, denn er kann genauso schnell wieder vorbei sein. Das wäre ein Thema, über welches ich auch gerne einmal einen Text schreiben würde.

Album: «Bittersüessi Pille» (Bakara / Nation)
www.stefflacheffe.ch
 
ADRIAN STERN PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Rebecca Hügi   
Donnerstag, 02. September 2010
«ES IST NICHT EINFACH, SICH IN EINE FRAU HINEINZUVERSETZEN»

Nach einer Pause kehrt der charmante Sänger mit neuem Album und viel Elan zurück in die Musikwelt. Auf dem Album «Herz» zeigt ADRIAN STERN viele Emotionen und überrascht mit seinen Texten. So will er in «Amerika» kurzerhand die Schweiz verlassen oder wechselt in einem anderen Song einfach mal das Geschlecht. Auch das komplizierte Thema Liebe kommt auf seiner neuen CD nicht zu kurz.

adrian_stern1.jpgTREND MAGAZIN: Der Titel deines neuen Albums hört sich nach vielen Emotionen an. Was erwartet uns auf der CD? – Die Hörer von «Herz» können ein akustisches und sehr emotionales Album erwarten. Die Songs handeln von Liebesgeschichten und typischen Geschehnissen aus dem Alltag, wie sie jeder bereits erlebt hat.
Liebe ist ja oftmals eine recht komplizierte Angelegenheit. Ist es denn genauso schwierig, da­rüber Songs zu schreiben? – Das Schwierigste am Schreiben eines solchen Songs ist, dass er schlussendlich glaubwürdig ist, dass die Personen sich mit dem Text identifizieren können. Eine Grundidee ist oftmals schnell vorhanden, da man auch selbst Erlebnisse hat. Die Arbeit fängt für mich an, wenn es ganz genau ins Detail geht.
Und wie bist du dir schliesslich sicher, ob die Details denn auch genau stimmen? – In erster Linie gilt es, aufzupassen, dass man nicht nach Hollywood abdriftet. Denn dann sind wir wohl in den meisten Fällen weit von der Wahrheit entfernt. Ich höre oft auf mein Bauchgefühl und auf Rückmeldungen, die ich auf meine Songs erhalte.
Wie würde denn deine perfekte Lovestory aussehen? – Die hätte gerade sehr viel mit Hollywood-Romantik zu tun. Das Leben ist zu kurz, um nichts zu wagen. Deshalb würde ich mit meiner Freundin irgendwo in ein anderes Land auswandern, um mit ihr dort ein neues Leben aufzu­bauen. So könnten wir alles machen, was wir schon lange wollten, und das Leben geniessen.
Ist es denn nicht schwierig, deine eigenen Emotionen oder gar Teile deines Lebens der ganzen Schweiz zu offenbaren? – Sobald aus einem Gedanken ein Song wird, soll er ja universell sein und somit mehrere Leute ansprechen. Wenn du Musik hörst, denkst du nicht darüber nach, ob und warum der Sänger jetzt gerade das erlebt, was er singt. Du versetzt dich in diesem Moment vielmehr selbst in die Geschichte des Songs. Dadurch habe ich auch keine Angst mehr, ein solches Lied zu veröffentlichen.
In einem deiner Songs wechselst du die Geschlechterseite. Ist es schwierig, sich in eine Frau hineinzuversetzen? – Ja, ist es (lacht)!. Aber in diesem Song, in dem ich mich in eine Frau verwandle, versetze ich mich mehr in jemanden aus einem Hollywoodfilm. Denn für einen Mann ist es wirklich nicht gerade einfach, bis ins Detail über die Gefühlswelten einer Frau zu singen (grinst).
Welche Vorteile haben Frauen gegenüber Männern? – Schwierige Frage! Ein Vorteil ist, dass Frauen viel mehr Kleidergeschäfte zur Verfügung haben! Für uns gibt’s ja wirklich nur Hosen und Shirts und für Frauen gibt es Kleidung in allen Formen und Farben. Das ist eigentlich ja wirklich ungerecht!
Wie lebt es sich eigentlich als Frauenschwarm? – An Konzerten geniesse ich das total. Ich muss schon sagen, dass es mir noch nicht wie einem «Marienhof»-Darsteller in Deutschland geht. Vielleicht liegt es daran, dass ich doch nicht der 100%-Traumtyp bin, oder, es liengt an den Schweizerinnen (grinst). Die sind eher zurückhaltend und sprechen dich nicht direkt an. Daher bekomme ich oftmals gar nicht viel mit.
Und was wäre ein anderer Traum von dir, abgesehen von einem Leben als Frauenschwarm? – Ich möchte eigentlich lieber ein grosser Musiker sein als ein grosser Frauenschwarm (lacht). Mein Traum ist es, noch lange Musik machen zu können und vor allem mit der Musik zu wachsen. Nicht dass es einmal heisst, ich würde Songs für Junge machen, wäre aber viel zu alt dafür.


Album: «Herz» (Sony)
www.adrianstern.ch
 
WE ARE SCIENTISTS PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Cornelia Stauffer, tephan Imobersteg   
Donnerstag, 02. September 2010
ERFOLG DURCH POSITIVES DENKEN

Nach ihrem improvisierten Auftritt zu dritt statt zu fünft am «Open Air Gampel» hatte das TREND MAGAZIN das Vergnügen, sich mit CHRIS CAIN, dem Bassisten und Kopf der US-Band WE ARE SCIENTISTS über Musik, Job und trendy Stuff zu unterhalten.


we-are-scientists.jpgTREND MAGAZIN: Hallo CHRIS, danke erst mal für das super Konzert. Es war nicht einfach: Verspätung, weil der Bus nicht durch den Lötschberg ging, dann nur das halbe Equipment dabei, weil in den Kleinbussen nicht alles Platz fand, Soundcheck extrem kurz, euer Schlagzeuger hatte nicht mal die eigenen Drums… – CHRIS CAIN: Vieles ist ein Spass- und Humorfaktor auf der Bühne. Wir funktionieren zum Glück extrem gut, wenn wir uns solchen Herausforderungen stellen müssen. Das ist Musik, das ist Rock’n’Roll. Ausserdem ist es als Trio einfacher, sich einzuspielen, man kann dann mit weniger Equipment ziemlich Gas geben, auch wenn’s nicht immer sehr sauber klingt…
Du spielst auf das Trio an. Kompliment, es hätten vier oder fünf Mann dort oben stehen können und der Sound wäre nicht besser gewesen… – Als Trio können wir live viel besser spielen, aber auch viel schlechter. Wir sind Freunde; vieles auf der Bühne ist positive Thinking und Humor. Wir mögen technisch nicht die beste Band sein, die wunderbar sauber ihr Set rüberbringt. Wir begeistern mit dem Groove, der sich während des Kon­zerts entwickelt. Wenn vier Männer vorne stehen, kann man Verantwortung abgeben und es geht dann nicht mehr gleich ab wie zu dritt.
Euer neues Album heisst «Barbara».  Wie wäre es als weibliches Wesen Barbara? – (Lacht) Mmh… Lass mich nachdenken: Sie wäre unglaublich ehrlich... Sehr sexy – eine der Frauen, die körperlich fit und trainiert sind. Sie wäre auch eine von denen, die gerne offen und leicht mit dir plaudern und sie wäre witzig, spontan und ehrgeizig. – Eine waschechte Traumfrau also? – Nein, überhaupt nicht. Sie wäre bestimmt toll, aber vielleicht für einen Tag, eine Woche. Ich weiss nicht, ob du den Rest deines Lebens mit ihr verbringen möchtest.
Eure zwei ersten Alben waren ja ein riesiger Erfolg in Europa, vor allem in Gross­bri­tannien. Wer hat Euch den Schlüssel zum Er­folg gegeben? – Das war wohl STEVE LA­MARE von RECORD 1. Wir wurden am «South by Southwest», einem Musikfestival in Austin, Texas, entdeckt, wo auch Booker aus Deutsch­land waren. Es folgten Auftritte, Radio­sta­tionen, die uns spielten und viel Glück. In Grossbritannien ist der Musikmarkt ein hart umkämpftes Feld. Viele Bands, die mal einen Hit landeten, sind einige Jahre später von der Bildfläche verschwunden.
Ihr seid jetzt aber schon lange im Business und habt immer wieder Erfolge. – Ja. Viele Bands trennen sich, wenn’s nicht mehr weiter rauf geht oder wenn sie merken, dass Touren und Auftritte zum Job, zur Routine werden. Wir sind Freunde und etwas älter als die 20-jährigen, sicher talentierten Musiker, die nach einem Hit in der Versenkung verschwinden. Wir sind uns bewusst, dass Musikma­chen ein Job ist. Aber ein guter. Dass wir Freunde waren, bevor wir überhaupt Musik ge­macht haben, hilft uns in vielen Situ­ationen.
Ein Klassiker unter den Fragen: Welche Platte würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen? – Puh. Das ist eine harte Nuss (lacht). Spätestens nach einer Woche würde ich nach einer anderen lechzen. Aber ja; wahrscheinlich die neuste von BIG BOI, einem US-Rapper, dessen neues Album ziemlich ausgeklügelt ist. Oder unsere CD «Barbara». Es wäre sicher interessant, sie aus einer ganz anderen Perspektive zu hören.
Von der Insel zum Big Apple: Der «Trend-Spot» in NY; ein Restaurant, Club? – Hm. Es gibt unglaublich viele gute in NY. Du kannst alles haben. Aber wenn du nur eine Nacht hast, geh ins PER SE essen. Es ist so teuer wie ein Viersternhotel, aber es lohnt sich (lacht). Nimm eine Absteige als Zimmer, aber geh ins PER SE essen, es lohnt sich. Ein trendy Club: die MERCURY Lounge bietet tolle Kon­zerte. Oder versuch den BALLERY BALLROOM...


Album: «Barbara»
Live: 7.11., Zürich, ABART
www.wearescientists.com

 
KATY PERRY PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dominique Zahnd   
Donnerstag, 02. September 2010
DIE SÄNGERIN LÄSST TIEF BLICKEN

«Sex sells» ist die älteste Regel im Musikbusiness. An die hält sich auch Pop-Shootingstar KATY PERRY. Auf dem Cover ihrer neuen CD räkelt sie sich halbnackt auf einer rosa Wolke. Und gleich in mehreren Magazinen zeigt sie noch ein bisschen mehr von sich.

katy-perry1.jpgSkandale sind das ja eigentlich nicht – höchstens vielleicht Skandälchen. Und die weiss KATY PERRY zu inszenieren. Wir erinnern uns: Vor zwei Jahren machte ein neuer Popstar «made in USA» plötzlich Schlagzeilen. Die Sängerin küsste gerne Mädchen und schrieb einen Song darüber. Das Ergebnis: ein Nummer-eins-Hit – und zwar weltweit. Doch KATY PERRY hat längst bewiesen, dass «I kissed a Girl» (2008) kein Zufallstreffer war. Ihr Album «One of the Boys» – fünf Millionen Stück wurden davon verkauft – ist randvoll mit eingängigen Poptracks, die nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen sind. Zudem hat das singende Pin-up-Girl auch den Bogen raus, wie man sich gekonnt selbst vermarktet. Ihre Outfits? Schrill. Ihre Bühnenshow? Fast schon verboten sexy. Das Marketingwunder macht wirklich alles richtig. Übrigens auch privat. Denn bald läuten die Hoch­zeitsglocken. Ihr Schatzi ist mindestens so exzentrisch wie sie. Wie hat sie den Anarcho-Komiker RUSSEL BRAND denn überhaupt zähmen können? KATY PERRY lacht: «Mit Sex-Entzug! Als ich ihn kennenlernte, schlief er mit 80 Frauen im Monat.» Doch sie liess ihn zappeln, wochenlang. Es hat gewirkt. Damit er trotzdem nicht auf andere Gedanken kommt, macht sie ihm regelmässig MMS-Geschenke. «Ich schicke ihm Fotos meiner Brüste, aber da wir heiraten werden, ist das okay. Ich denke, das tun alle Mädchen.»

Was immer die ehemalige Pfarrerstochter aus dem kalifornischen Santa Barbara anstellt, der Humor kommt bei ihr nie zu kurz. Das bezeugt auch ihr zweites Album «Teenage Dream». Die Texte sind einmal mehr eindeutig zweideutig und der Sound ist abwechslungsreicher denn je. Doch keine Bange: Sie klingt immer noch genauso, wie die Fans sie lieben. Das war ihr auch ein Anliegen. «Ich halte nicht viel von Künstlern, die mit einer Idee Erfolg gehabt haben und dann etwas komplett anderes machen», sagt die Sängerin. «Man ist es den Leuten, die deine Musik mögen, schuldig, sie nicht vor den Kopf zu stossen.» Ihre zweite CD soll beweisen, «ob ich für das alles gemacht bin oder beim ersten Mal einfach nur Glück hatte.» Das Resümee ist schnell geschrieben: Ja, sie hat’s nach wie vor drauf. Ob als Rock-Chick auf MORISSETTEs Spuren in «Circle the Drain» oder der RIHANNA-inspirierten Hiphop-Perle «E.T.» – KATY PERRY überzeugt. Weiter so!


Album: «Teenage Dream» (Virgin / EMI)
www.katyperry.com
 
HURTS MACHT GLÜCKLICH PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion   
Donnerstag, 02. September 2010
hurts.jpgAm Radio fällt das Duo THEO HUTCHCRAFT und ADAM ANDERSON auf. Ist das eine ’80er-Band? Nein, dafür klingen sie technisch zu modern. Oder ist es eine Neubearbeitung? Erinnert an HUMAN LEAGUE oder TEARS FOR FEARS. In diesen Tagen erschien endlich ihr Album «Happi­ness». Der Titel ist keine Mogelpackung. Die Platte macht glücklich, auch wenn nicht alle Themen happy sind. Es ist der grundfröhliche New-Wave-Elektro­pop-S­ound, der’s ausmacht, etwas voller und orchestraler als jener der oben erwähnten Bands. Die Briten fahren voll ab auf das Duo aus Manchester. «Wonderful life» kennt man schon länger. «Better than love auch». Es werden bestimmt nicht die letzten Singlehits von den HURTS sein, das Album ist nur so gespickt von weiteren möglichen Radiohymnen.

Album: «Happiness» (Sony)
Live: 8.11. Zürich, HÄRTEREI
www.informationhurts.com
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 02. September 2010 )
 
TINA DICO PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Robin Schwarz   
Donnerstag, 02. September 2010
SEICHTES GITARRENGEZUPFE

tina-deco.jpgDie in ihrer Heimat erfolgreiche Dänin spielt Gitarre. Und sie singt. Das tun noch viele Popkünstler oder Singer/Songwriter. Um sich in diesem Genre wirklich abheben zu können und nicht in der Masse der ewiggleichen Akkorde unterzugehen, muss man sich etwas einfallen lassen, muss man mehr als Wohlfühl- oder Wein-Songs schreiben. So wie es beispielsweise WILLIAM FITZSIMMONS tut, der beinahe mehr flüstert als singt und mit seinen zutiefst persönlichen Texten immer wieder berühren kann. Oder SAM BEAM von IRON & WINE, der seine Musik kreativer arrangiert als der Rest der Szene, der mehr als nur Texte über verflossene Lieben schreiben kann, sondern nostalgisch von Kindheitserinnerungen erzählt und zum ernsthaften Sinnieren einlädt. Das sind Musiker, die einem im Kopf bleiben. Und da liegt das Problem bei TINA DICO und ihrem neuen Album «Welcome Back Colour». Sie macht nichts, was nicht schon andere vor ihr gemacht hätten. Sie hat zwar eine wirklich angenehme, schöne Stimme ohne viel Schnörkel und bringt zarte Melodien trotz sehr direkten Songstrukturen zum Blühen. Dagegen kann man nichts sagen, keine Frage. Aber hat das tatsächlich Wiederer­kennungs­wert? TINA DICO wirkt wie eine dieser singenden Gitar­ristinnen, die man im Sommer am Zürichsee antrifft. Schön, aber eben nichts Aussergewöhnliches.

Album: «Welcome Back Colour»
Live: 23.10. Zürich, LABOR Bar; 24.10. Murten,
Hotel MURTEN
 
STAYING ALIVE PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Markus Tofalo   
Donnerstag, 02. September 2010
PARTY NR. 100

Vor neun Jahren wenig spektakulär entstanden, stets aber gut bis sehr gut besucht, findet diesen Monat die 100. «Staying Alive» statt. Die ’80ies-Party von EXCITE EVENTS dürfte somit einen Eastsider Rekord für die beständigste Partyserie schreiben.


staying-alive.jpgMIKE SOLTERBECK und A.C. AZZATO sind zwei Männer, denen man den Partyveranstalter im Alltag kaum ansieht. Geht es um ihre Events, ziehen sie jedoch alle Register. Da ist Leidenschaft drin. Und diese verfliegt auch nach 99 Durch­führungen des selben Partykonzepts nicht, wie mir SOLTERBECK bei einem Mittagessen erzählt. Neben vielen anderen Partys und Geschäftsanlässen, die EXCITE organisiert, scheint ihm die «Staying Alive» besonders zu gefallen. Er, der selber seine Teeniezeit in den ’80ern bzw. in Wanderdiscos in der CURLINGHALLE und in der legendären VARIOTHEK im SÄN­TIS­PARK mit der Laser-Unter­wassershow erleben durfte, kommt ins Schwärmen, als wir die musikalischen Eckpunkte dieser Dekade aufzählen.

Schon vor zehn Jahren führten MIKE und A.C. Partys durch. Eine 1980er-Partyserie musste einfach mal her, zumal die beiden bereits House- und Latinoserien durchführten. Dass ein anderer Veranstalter seine ’80er-Serie 2001 aus dem KASTANIENHOF zurückzog, war dann für EXCITE der Anlass, im selben Lokal mit der «Staying Alive» zu starten. Bald war we­gen tieferer Personenbelegungszahlen Schluss mit grossen Partys im K’HOF und man zog um ins damalige B-ONE. Das Lokal änderte ein paar mal den Namen –, heute heisst es DOWNTOWN –, die «Staying Alive» spielt immer noch dort, zieht jedesmal 700 bis 800 Besucher an. Die Idee wurde von Clubs kopiert, erfolglos.
Alles begann mit der Frage: BEATLES oder STONES, sprich Rock oder Pop. (Für MIKE hiess es BEATLES). Obwohl sich die Geschmacksgruppen in den ’80ern weiter spalteten in Italo-Popper, Heavys, Tech­nos (was damals noch DEPECHE MODE und Co. hiess) und andere, tanzten doch alle am selben Event. Eine Sound­orientierung gab es damals noch nicht. Während heute fette DJ-Namen locken, genügte damals noch «Verlänge­rung bis
1 Uhr» als Gütesiegel für eine Party. An­gestanden wurde um acht Uhr... Die Toleranz war ungleich grösser als heu­te, wo die Segmentierung in House, Rock, Hiphop u.a. keine Durchmischung der Musikstile an einer Party mehr zulässt. Leider.
MIKE SOLTERBECK erklärt den Erfolg von «Staying Alive» damit, dass sein Pub­likum den toleranten Geist von damals lebt und schätzt. NDW wie «Major Tom», Italo-Disco wie «Tarzan Boy», Stadionrock wie «Livin’ on a prayer» und Disco wie «Stayin’ alive» wechseln sich ab. Haupt­sache tanzbar – für die Beine des 21. Jahr­hunderts, denn die Besucher sind keineswegs nur Ü30er. Auch ganz Junge zieht es an diese Nostalgieparty. Für diese, die doch die Mehrheit der Besucher ausmachen, sind leider nicht alle grossen Hits von damals tanzbar. MADONNA, EUROPE oder ANNE CLARKE (Wer kennt die noch?) funktionieren nicht. Auch nicht die ersten Housetracks wie «Jack your body» (1987) – dafür Songs von AC/DC oder den BEE GEES aus den Siebzigern. Der Begriff «’80er» ist für diese Party also dehnbar. MIKE, der schon vor über 20 Jahren auflegte: «Wir spielen nur die absoluten Kracher wie ‹Summer of ’69›, RICK ASTLEY oder ‹Dr. Beat› von MIAMI SOUND MACHINE.» MIKEs Traum: Eine Party, wie er sie damals noch selber erlebt hat mit Hits wie «Rage hard», «Living on video» und Songs von RADIORAMA und anderen Italo-Disco-Grössen. Angst, dass die «Stay­ing Alive» eines Tages nicht mehr funktioniert, hat MIKE SOLTERBECK kei­ne. «Die Leute suchen nach Währ­schaf­tem, Altem, Vertrautem, nach dem Ski­lager­flashback. House ist rückläufig – Hiphop zu spezifisch.»
Auch die 100. «Staying Alive» hat die drei Stamm-DJs im Line-up. CHRIS LEE BEAR, REMEXX und MAD MIKE selber. Es seien nicht zuletzt auch REMEXX und CHRIS, welchen sie den anhaltenden Erfolg dieser Partyserie zu verdanken hätten, betont MIKE. Dazu gibt's wie üblich Candys à discrétion und zum Jubiläum einige Überraschungen und eine Torte. Als besonderes Zückerchen wird eine Liveband aufwarten: 80S ALIVE verbindet sämtliche Musikstile und Trends dieser Dekade zu einer originellen Liveshow.


100. «Staying Alive»; Sa 18.9.; DOWNTOWN, St.Gallen;
www.exciteevents.ch
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 31 von 272
win_april