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ADRIAN STERN
Geschrieben von Rebecca Hügi   
Donnerstag, 02. September 2010
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«ES IST NICHT EINFACH, SICH IN EINE FRAU HINEINZUVERSETZEN»

Nach einer Pause kehrt der charmante Sänger mit neuem Album und viel Elan zurück in die Musikwelt. Auf dem Album «Herz» zeigt ADRIAN STERN viele Emotionen und überrascht mit seinen Texten. So will er in «Amerika» kurzerhand die Schweiz verlassen oder wechselt in einem anderen Song einfach mal das Geschlecht. Auch das komplizierte Thema Liebe kommt auf seiner neuen CD nicht zu kurz.

adrian_stern1.jpgTREND MAGAZIN: Der Titel deines neuen Albums hört sich nach vielen Emotionen an. Was erwartet uns auf der CD? – Die Hörer von «Herz» können ein akustisches und sehr emotionales Album erwarten. Die Songs handeln von Liebesgeschichten und typischen Geschehnissen aus dem Alltag, wie sie jeder bereits erlebt hat.
Liebe ist ja oftmals eine recht komplizierte Angelegenheit. Ist es denn genauso schwierig, da­rüber Songs zu schreiben? – Das Schwierigste am Schreiben eines solchen Songs ist, dass er schlussendlich glaubwürdig ist, dass die Personen sich mit dem Text identifizieren können. Eine Grundidee ist oftmals schnell vorhanden, da man auch selbst Erlebnisse hat. Die Arbeit fängt für mich an, wenn es ganz genau ins Detail geht.
Und wie bist du dir schliesslich sicher, ob die Details denn auch genau stimmen? – In erster Linie gilt es, aufzupassen, dass man nicht nach Hollywood abdriftet. Denn dann sind wir wohl in den meisten Fällen weit von der Wahrheit entfernt. Ich höre oft auf mein Bauchgefühl und auf Rückmeldungen, die ich auf meine Songs erhalte.
Wie würde denn deine perfekte Lovestory aussehen? – Die hätte gerade sehr viel mit Hollywood-Romantik zu tun. Das Leben ist zu kurz, um nichts zu wagen. Deshalb würde ich mit meiner Freundin irgendwo in ein anderes Land auswandern, um mit ihr dort ein neues Leben aufzu­bauen. So könnten wir alles machen, was wir schon lange wollten, und das Leben geniessen.
Ist es denn nicht schwierig, deine eigenen Emotionen oder gar Teile deines Lebens der ganzen Schweiz zu offenbaren? – Sobald aus einem Gedanken ein Song wird, soll er ja universell sein und somit mehrere Leute ansprechen. Wenn du Musik hörst, denkst du nicht darüber nach, ob und warum der Sänger jetzt gerade das erlebt, was er singt. Du versetzt dich in diesem Moment vielmehr selbst in die Geschichte des Songs. Dadurch habe ich auch keine Angst mehr, ein solches Lied zu veröffentlichen.
In einem deiner Songs wechselst du die Geschlechterseite. Ist es schwierig, sich in eine Frau hineinzuversetzen? – Ja, ist es (lacht)!. Aber in diesem Song, in dem ich mich in eine Frau verwandle, versetze ich mich mehr in jemanden aus einem Hollywoodfilm. Denn für einen Mann ist es wirklich nicht gerade einfach, bis ins Detail über die Gefühlswelten einer Frau zu singen (grinst).
Welche Vorteile haben Frauen gegenüber Männern? – Schwierige Frage! Ein Vorteil ist, dass Frauen viel mehr Kleidergeschäfte zur Verfügung haben! Für uns gibt’s ja wirklich nur Hosen und Shirts und für Frauen gibt es Kleidung in allen Formen und Farben. Das ist eigentlich ja wirklich ungerecht!
Wie lebt es sich eigentlich als Frauenschwarm? – An Konzerten geniesse ich das total. Ich muss schon sagen, dass es mir noch nicht wie einem «Marienhof»-Darsteller in Deutschland geht. Vielleicht liegt es daran, dass ich doch nicht der 100%-Traumtyp bin, oder, es liengt an den Schweizerinnen (grinst). Die sind eher zurückhaltend und sprechen dich nicht direkt an. Daher bekomme ich oftmals gar nicht viel mit.
Und was wäre ein anderer Traum von dir, abgesehen von einem Leben als Frauenschwarm? – Ich möchte eigentlich lieber ein grosser Musiker sein als ein grosser Frauenschwarm (lacht). Mein Traum ist es, noch lange Musik machen zu können und vor allem mit der Musik zu wachsen. Nicht dass es einmal heisst, ich würde Songs für Junge machen, wäre aber viel zu alt dafür.


Album: «Herz» (Sony)
www.adrianstern.ch
 
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