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Geschrieben von Dominique Zahnd
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Mittwoch, 02. Juni 2010 |
DIE BLONDE VERSUCHUNG
In «Mamma Mia!» spielte sie noch den putzigen Unschuldsengel, doch damit ist nun Schluss. Denn US-Shootingstar AMANDA SEYFRIED hat ihren Sex-Appeal entdeckt – wie die Romanze «Dear John» und der Thriller «Chloe» beweisen.
Jeder Fan der bunten Gute-Laune-Komödie «Mamma Mia!» hat seine eigene Lieblingsszene. Die der meisten Männer (die in der Regel von ihren Freundinnen in den Film geschleift worden sind) spielt am Strand, wo AMANDA SEYFRIED, umgeben von spritzenden Gischttröpfchen, im Wasser kniet. Die Haare flattern im Wind, der Wind streichelt ihren makellosen Körper – und sie singt mit ihrem Filmlover DOMINIC COOPER (der jetzt auch im richtigen Leben ihr Freund ist) ein heisses Liebesduett. Dafür gibt es nur ein Wort: Wow! Aber das war nicht ihre einzige Performance in der letzten Zeit, die die Männer nervös gemacht hat. So knutschte sie im Softhorror-Streifen «Jennifer’s Body» mit Hollywoods anderer Traumfrau MEGAN FOX. Und im Kinohit «Dear John», der zurzeit gerade läuft und
in den USA «Avatar» von der Spitze der Charts gekickt hat, kam es zu leidenschaftlichem Hautkontakt mit Co-Star CHANNING TATUM. «Wir haben herrlich herumgealbert dabei und sind seit den Dreharbeiten dicke Freunde», schwärmt sie nun. «Der Film ‹Dear John› wird immer einen grossen Platz in meinem Herzen haben. Ich habe mir an jenem Strand, an dem der Streifen spielt, ein Haus gekauft.»
Auf die Spitze treibt sie ihren Hang zur Freizügigkeit aber in «Chloe», einem clever inszenierten Erotikkrimi. Die Handlung? Das Luxuscallgirl Chloe (AMANDA) wird von der Ärztin Catherine (JULIANNE MOORE) engagiert, um die Treue ihres Mannes David (LIAM NEESON) zu testen. Die aufregende, junge Frau präsentiert ihrer Auftraggeberin schnell erste erotische Ergebnisse. Dann nimmt das gefährliche Spiel eine unerwartete Wendung...
Prüde ist AMANDA SEYFRIED sicher nicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie in «Chloe» sogar mit mehreren Leuten verschiedener Geschlechter ins Bett steigt. Ihrem Vater hat sie allerdings verboten, sich den Film im Kino anzusehen. «Bei meiner Mutter ist mir das egal. Aber bei ihm nicht – aus offensichtlichen Gründen», sagt AMANDA. Dennoch: Als Hollywoods neue Femme fatale will sie nicht gefeiert werden – eher als eine Frau, die in verschiedenen Genres bestehen kann. Und das tut sie. «Sich nicht in eine Schublade pressen zu lassen, ist sehr wichtig in diesem Business», sagt die Schauspielerin. Gegen das riesige Medieninteresse hat sie allerdings nichts einzuwenden. «Es treibt meine Karriere voran, wenn ich auf die Titelseiten komme», sagt sie. Und gibt auch unumwunden zu, dass es «aufregend ist, wenn mir mein Gesicht am Kiosk entgegenlächelt und die Leute die Hefte kaufen».
Arrogant? Ist sie kein bisschen. Starallüren? Hat sie auch keine. Jetzt kommt es nur noch auf die Rollenwahl an: Wenn die 24-Jährige ihre Sache in naher Zukunft weiter richtig macht, kann es die Schauspielerin in der Filmmetropole Los Angeles ganz nach oben schaffen. Denn sie bringt die wichtigste Voraussetzung für diesen Job bereits mit: Talent. Und das ist bei AMANDA SEYFRIED unübersehbar.
«Chloe»; Drama (Studio Canal) USA 2010
Im Kino seit 13. Mai, demnächst auf DVD
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