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APE ESCAPE
Geschrieben von Matthias Haller   
Freitag, 15. Juli 2011
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AFFIGE MINISPIELSAMMLUNG
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Die „Ape Escape“-Reihe hat eine lange Tradition bei SONY. Mit dem neusten Ableger kommt nun ein komplett auf den Move-Controller zugeschnittenes Spiel auf die PS3, das sich in Sachen Spielmechanik dadurch deutlich unterscheidet.

Die Story von „Ape Escape“ wird in netten, handgezeichneten Filmchen im Anime-Stil erzählt. So erfahren wir, das die verrückten Primaten es einmal mehr auf die Erde abgesehen haben. Letzte Hoffnung der Menschheit sind ein paar Kids und ihr Opa, der in Sachen Affenfangen ein alter Hase zu sein scheint. Also schnell den Move-Controller geschnappt, der sich praktischer Weise in allerlei nützliche Gegenstände verwandeln lässt. So transformiert sich das Gadget auf Knopfdruck in eine Fangnetz, einen Fächer oder eine Schleuder. Je nach Spielsituation muss man diese Gegenstände entsprechen einsetzen. Die Affen fängt man logischer Weise mit dem Netz. Ufos wehrt man mit dem Fächer ab, oder zerstört damit Objekte, die Schleuder dient sozusagen als Fernwaffe oder zum einsammeln weit entfernter Items.


Wie auf Schienen

Der Storymodus schickt uns in klassische Railshooter-Manier durch bunte Levels im Comicstil, sprich man wird auf vorgegeben Wegen durch die Levels bugsiert, hält kurz inne um die Affen klar zu machen, und dann geht es auf festen Pfaden weiter. Bewegungsfreiheit wie in älteren Teilen sucht man hier vergebens, dadurch wird das Spiel mehr oder weniger zu einem „Moorhuhn“ mit Zusatzfunktionen degradiert. Dies wird dann verständlicherweise auch ziemlich schnell monoton, den vielmehr als das Erwähnte bietet die Kampagne nicht, ausser den Wechsel der Schauplätze natürlich. Die kommen detailreich und vor allem bunt daher und sind in verschiedene Themen unterteilt. Etwas Abwechslung versprechen die Minispiele, die aber auf zwei Spieler ausgelegt sind, Einzelspieler schauen hier in die Röhre.


Fazit: „Ape Escape“ punktet vor allem mit seiner Comic-Optik, den handgezeichneten Clips und der exakten Bewegungssteuerung. Leider kann das alles nicht darüber hinwegtäuschen, dass der spielerische Gehalt eher mau ist. Der Titel richtet sich wohl in erster Linie an ein jüngeres Publikum, welches sicher seine Freude an der Affenhatz hat und sich auch nicht an den unterirdischen Dialogen in den Zwischensequenzen stört. Mir jedenfalls war es bereits nach 10 Minuten langweilig. Wenn ich sehe wie gut der Move-Controller funktioniert, reut es mich wirklich, dass nicht endlich aufwändigere Spiele für das Bewegungsteuerungskonzept realisiert werden. Casual-Spiele wie dieses gibt es mittlerweile weiss Gott genug.

„Ape Escape“; Geschicklichkeit; PS3 (Sony)
 
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