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Geschrieben von Matthias Haller
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Donnerstag, 08. November 2007 |
KINO VON MORGEN SCHON HEUTE
In grauer Vorzeit der Heldensagen stellt sich der mächtige Krieger Beowulf dem Duell mit dem monströsen Dämon Grendel. Der Sieg über ihn erregt den höllischen Zorn von Grendels ruchlos-verführerischer Mutter, der für ihre Rache jedes Mittel recht ist.
Gewaltige Schlachtpanoramen, spektakuläre Kämpfe mit sagenhaften Drachen, Verrat und Intrigen am Königshof, die urwüchsige Gier des Menschen nach Reichtum und Macht – sie alle verwebt der Oscar-preisgekrönte Regisseur ROBERT ZEMECKIS («Forrest Gump») zu einem digital gefilmten und animierten Monumentalepos, das heute schon auf die Technik des Kinos von morgen verweist. Verklärt von den Nebeln der Zeit, kämpften in einer magischen Ära verwegene Helden und Monster um Gold, Ruhm und Ehre. Selbst in jener Epoche war Beowulf eine Ausnahmegestalt: Er trat an, um das alte dänische Königreich vor der Vernichtung durch eine gottlose Kreatur zu bewahren. Dafür erhält der zwei Meter grosse, unerschütterlich selbstbewusste und ehrgeizige Wikinger die Königswürde. Über Beowulf entstanden im ganzen Königreich Lieder, die seine gewaltige Kraft und seine Heldentaten besingen. Er eilt König Hrothgar zu Hilfe, dessen Reich von dem ruchlosen Monster Grendel verwüstet wird. Grendel verbreitet Angst und Schrecken, indem er die Bürger quält und verschlingt. Als Beowulf das Reich von dieser wilden Bestie befreit, bringt ihm das Ruhm und Reichtum ein: Er bekommt verführerische Angebote. Ob es ihm gelingt, mit dieser neuen Macht weise umzugehen, wird seinen Ruf als Krieger, Sieger, Führer, Ehemann und vor allem als Mensch prägen. «Beowulf» ist das älteste bekannte Versepos in englischer Sprache. ROBERT ZEMECKIS’ 70 Millionen Dollar teure Filmfassung übernimmt viele Figuren und Motive des Gedichts – gewaltige Monster und Helden, den ewigen Kampf Gut gegen Böse, die vielschichtigen Facetten von Tapferkeit und Ruhm –, aber mit dem Schulstoff «Beowulf» hat der Film dennoch wenig gemein. Der Film bietet einen Blick in die Zukunft des Kinos, denn wie schon in «Der Polarexpress» mit TOM HANKS wurden auch hier die Schauspieler digitalisiert auf die Leinwand gebracht. Das Ergebnis ist eine verblüffende Realitätsnähe, die es so noch nicht zu sehen gab. Das erste Digitalprojekt «Final Fantasy» kam beim Publikum nicht gut an, da die Figuren zu steril wirkten und kaum Gefühle transportieren konnten. Dies wird sich nun definitv ändern. Äusserst interessant ist auch die Tatsache, dass der Film sowohl in einer 2-D-, wie auch in einer 3-D-Fassung (siehe Kasten) gezeigt wird. Die Kinoindustrie untersucht dabei genau, wie die unterschiedlichen Versionen beim Publikum ankommen werden. Schliesslich sollen in zehn Jahren gut ein Drittel aller Filme in 3-D gezeigt werden.
Fantasy; (Warner Bros.) USA 2007
Kinostart: 15. November
Regie: ROBERT ZEMECKIS
Darsteller: RAY WINSTONE, ANTHONY HOPKINS, JOHN MALKOVICH, ROBIN WRIGHT PENN, ANGELINA JOLIE
Link: www.beowulfmovie.ch
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