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Geschrieben von Christos & Christos
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Freitag, 05. November 2010 |
NAHAUFNAHME
Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Für das neue Album von CHRISTINA STÜRMER liesse sich eine treffendere Aussage wohl kaum finden. Nahaufnahme» zeigt das Porträt einer jungen und doch erwachsenen Künstlerin, die selbstbewusst und mit beiden Beinen im Leben steht.
Ihre Musik ist facettenreich und zugleich stimmig in ihrer Gesamtheit. Sie singt von überschwänglicher Freude und Begeisterung, wie in «Wir leben den Moment» oder «Du bist wie Feuer», von bittersüsser Melancholie wie in «Wenn die Welt untergeht» und findet auf die Frage «Warum» mal eben die wohl bewegendste Liebeserklärung des Jahres. Mit starker, gefühlvoller Stimme meistert CHRISTINA STÜRMER den Spagat zwischen Pop und Rock, trifft in Begleitung von Gitarre oder Piano immer den richtigen Ton. Nachdem sie 2003 als «Starmania»-Zweitplatzierte in nur wenigen Jahren die Herzen der Österreicher im Sturm eroberte, folgte 2005 der Durchbruch auf dem Schweizer Markt. Mit über 1,5 Millionen verkauften Tonträgern gilt STÜRMER inzwischen als feste Grösse im deutschsprachigen Musikgeschäft. Darüber hinaus erhält sie diverse renommierte Auszeichnungen wie den deutschen ECHO oder den österreichischen AMADEUS Award. Mit dem aktuellen Album «Nahaufnahme» ist CHRISTINA STÜRMER das Kunstwerk gelungen, sich erneut neu zu definieren und dabei ihrem Image treu zu bleiben. Das TREND MAGAZIN traf sie in Zürich zum Interview.
TREND MAGAZIN: Wie geht es dir? – CHRISTINA STÜRMER: Danke, sehr gut. Ich bin ein bisschen müde, weil wir schon länger unterwegs sind mit der «Interviewreise».
Lass uns über dein neues Album sprechen. «Nahaufnahme» hat sehr viel Power und es klingt sehr gut. Erzähl uns ein bisschen mehr über «Nahaufnahme». – Die letzten paar Alben haben wir alle mit dem gleichen Produzenten aufgenommen und auch immer im gleichen Studio. Dieses Mal wollten wir ein bisschen neuen und frischen Wind in das Ganze reinbringen und haben einen neuen Produzenten gesucht. Wir sind mit OLAF OPAL fündig geworden und es hat auch sehr viel ausgemacht, denn ein Produzent ist wie ein sechstes Bandmitglied. Er hat eine andere Arbeitsweise und somit haben wir auch ganz anders gearbeitet. Vor einem Jahr haben wir zudem den Gitarristen ausgewechselt. Es hat sich sehr gelohnt und ich würde es wieder so machen, denn frische Kreativität ist immer gut. Letzten November haben wir mit zehn Songwritern die Songs zu schreiben begonnen, die dann im April fertig waren. Bei uns zuhause in Niederösterreich haben wir mit der Vorproduktion gestartet und wir hatten eine sehr gute Zeit. Die Aufnahmen zum neuen Album waren einfach grossartig und ohne Stress und ohne Druck. Es war immer alles sehr entspannt.
Hast du auch an den Songs mitgeschrieben? – Jein, ich habe natürlich überall meine Finger im Spiel, damit auch alles zu 100 Prozent CHRISTINA STÜRMER ist. Es wurde an einem Song gearbeitet, bis mein Bauchgefühl gesagt hat, «das bin jetzt ich». Direkt mitgeschrieben habe ich eigentlich nur bei der Single «Wir leben den Moment».
Wie bist du auf den Namen «Nahaufnahme» gekommen? – Wir sind am Tisch gesessen und haben verschiedene Namen aufgeschrieben, die uns eingefallen sind, Tausende. Von «Momentaufnahme» über «Nahaufnahme», «Jetzt erst recht» bis hin zu «Damit es nicht aufhört». Wenn man sich das Album anhört, passt der Titel «Nahaufnahme» am besten, denn man kommt halt mir und meiner Band sehr «nahe».
Hast du einen Lieblingssong auf deinem neuen Album? – Das ändert sich lustigerweise immer wieder. Im Moment höre ich am liebsten «Wenn die Welt untergeht». Dieser Song hat eine eher düstere Stimmung, aber trotzdem auch etwas Positives. Man sieht das Licht am Ende des Tunnels.
Was hörst du privat? – JOHN MEYER mag ich sehr gern und SYSTEM OF A DOWN finde ich auch ganz toll.
FALCO oder MOZART? – Das ist schwierig. Ich würde mal sagen FALCO, denn ich bin eher mit FALCO aufgewachsen als mit MOZART.
Album: «Nahaufnahme» (Universal)
Live: 6.12., Zürich, KAUFLEUTEN
www.christinastuermer.at
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