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DANCE CENTRAL 2
Geschrieben von Matthias Haller   
Donnerstag, 20. Oktober 2011
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PARTY-SPASS, AUCH FÜR TANZMUFFEL
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Das Entwickler Harmonix sich mit Musikspielen auskennt, hat sich mittlerweile wohl rumgesprochen. Ein weiterer Beweis dafür ist «Dance Central 2», das dank Kinect zur digitalen Tanzschule wird. Wir haben die Boxen aufgedreht, uns im Rhythmus bewegt und erklären, weshalb der Titel auch Grobmotorikern den Groove beibringen kann.

Tanze erlebte in den letzten Jahren einen wahren Boom, nicht zuletzt dank diverser Kinofilme und TV-Serien, in den junge Menschen beinah akrobatische Wunder vollführen. Mit Einzug von Bewegungssteuerung und Kameras in den heimischen Wohnzimmern setzt sich dieser Trend nun auch auf den Konsolen fort, mit mal mehr, mal weniger Überzeugenden Resultaten. Wie man es richtig macht, zeigt «Dance Central 2», wo dank Kinect sowohl Hand- als auch Schrittbewegungen erkannt und bewertet werden. Anders als bei der Konkurrenz, bringt wildes Herumfuchteln mit den Armen nämlich gar nichts, die vorgegebenen Tanz-Moves sollten möglichst exakt nachgeahmt werden.


Massig Auswahl

Wer zwei linke Beine hat oder zum ersten mal «Dance Central» spielt, hat die Möglichkeit eine digitale Tanzschule zu besuchen. Nachdem man sich für einen Song entschiedenen hat, der Schwierigkeitsgrad wird dabei anhand eines Farbbalken verdeutlicht, hat man die Möglichkeit die einzelnen Moves Schritt für Schritt zu üben, und bei Bedarf so oft zu wiederholen wie man möchte. Das Spiel erkennt dabei in der Regel ganz genau, ob Arm- und Fussbewegungen auch korrekt nachgetanzt werden. Eine gewisse Toleranz wird dem Spieler aber gewährt, ansonsten würde sich das ganze wohl schnell zur frustigen Erfahrung entwickeln, den teils sind die Choreografien ziemlich herausfordernd.


Geht in die Beine

Schön ist, dass man von Beginn an alle Songs aus der gewaltigen Playlist auswählen kann (siehe unten). Im Hauptspiel geht es neben dem guten Aussehen vor allem darum den Highscore zu knacken. Hat man sich für einen Song und einen der jeweils dazu verfügbaren drei Schwierigkeitsgrade entscheiden, dazu noch zwei digitale Vortänzer ausgewählt, darf man vor Kulissen wie U-Bahnstationen, Ständen oder Clubs auch schon das Tanzbein schwingen. Dabei ist nicht nur volle Konzentration gefragt, sondern auch eine gewisse Ausdauer. Jeder Move wird an der Seite in einer Symbolleiste angekündigt. Dazu zeigen die Vortänzer nicht nur an wie es funktioniert, sondern auch wie viele Wiederholungen gemacht werden müssen. Anhand verschiedener grafischer Inputs erkennt man sofort, ob man Synchron ist und die Tanzbewegungen richtig ausführt. Das ist eine feine Sache und hilft bei Fehlern nachzuvollziehen, wo das Problem lag. Die korrekte Absolvierung einer Einlage wird mit einem akustischen Signal quittiert, ausserdem landen dann ordentlich Kombo-Punkte auf dem Konto. Kreative Naturen zeigen in den Freestyle-Phasen eines Songs was sie können, hier darf man sich nach eigenem Gusto austoben, was entweder extrem cool aussieht, oder zum Fremdschämen animiert.


So hip

Fans von Filmen wie «Step up», «Honey» oder der TV-Serie «Glee» werden «Dance Central 2» vermutlich lieben. Aufmachung und Style sind deutlich von den genannten Vorlagen inspiriert. Die Charaktere sind selbstverständlich so was von hip und fesch, dass jugendlich Tanzfans sie sofort ins Herz schliessen werden. Der Comic-Stil passt aber sehr gut zum Spiel und auch die Lichtspielereien und Disko-Effekte können sich sehen lassen. Wer Justin Timberlake’s Video «Rock Your Body» kennt, der weiss was ihn erwartet. Auch auf technischer Seite macht der Titel einen guten Eindruck, die Bewegungserkennung klappt fast immer reibungslos und die Tanzschritt werden korrekt erkannt. Nur die Menüsteuerung macht hin und wieder etwas Zicken, aber wenn man den Dreh raus hat, ist auch das kein Problem mehr. Für Tanzfans gibt es aktuell wohl kaum eine bessere Alternative, und dass man nun auch zu zweit um die Wette tanzen darf, ist eine sinnvolle und sicher beliebte Erweiterung. Wie für beinah alle Kinect-Titel gilt einfach, dass genügend Platz benötigt wird, um sich nicht gegenseitig K.O. zu schlagen, oder auf den Füssen zu stehen.


Hier die umfangreiche Playlist in der Übersicht:

•  Sandstorm – Darude
•  Mai Ai Hee (Dragostea Din Tea) – O-Zone
•  Reach – Atlantic Connection And Armanni Reign
•  Real Love – Mary J. Blige
•  Venus – Bananarama
•  Bulletproof – La Roux
•  Turn Me On – Kevin Lyttle
•  Last Night – P. Diddy feat. Keyshia Cole
•  The Humpty Dance – Digital Underground
•  Impacto (Remix) – Daddy Yankee feat. Fergie
•  This Is How We Do It – Montell Jordan
•  The Breaks – Kurtis Blow
•  Hot Stuff – Donna Summer
•  Body to Body – Electric Valentine
•  Fire Burning – Sean Kingston
•  You’re A Jerk – New Boyz
•  Oops (Oh My) – Tweet feat. Missy Elliot
•  Right Thurr – Chingy
•  Rude Boy – Rihanna
•  Nothin’ On You – B.O.B feat. Bruno Mars
•  Club Can’t Handle Me – Flo Rida feat. David Guetta
•  I Like It – Enrique Iglesias feat. Pitbull
•  Massive Attack – Nikki Minaj feat. Sean Garrett
•  My Prerogative – Bobby Brown
•  Grenade – Bruno Mars
•  I Wish For You – Exile
•  Meddle – Little Boots
•  Goodies – Ciara
•  Born This Way – Lady Gaga
•  Whip My Hair – Willow Smith
•  Conceited (There’s Something About Remy) – Remy Ma
•  What Is Love? – Haddaway
•  Like A G6 – Far East Movement
•  Yeah! – Usher feat. Lil’ Jon & Ludacris
•  Bad Romance – Lady Gaga
•  DJ Got Us Fallin’ In Love – Usher feat. Pitbull
•  Run (Natural Disaster) – Gnarls Barkley
•  Baby Got Back (Mix Mix) – Sir Mix-A-Lot
•  Technologic – Daft Punk
•  Somebody To Love – Justin Bieber
•  Satellite – Lena
•  Get Ur Freak On – Missy Elliot
•  Toxic – As made famous by Britney Spears
•  Sexy Chick – David Guetta feat. Akon


Fazit:
Als Tanzbegeisterter kommt man an«Dance Central 2» kaum vorbei. Der Titel bietet die für so ein Spiel unverzichtbare Bewegungserkennung des ganzen Körpers, eine umfangreich Playlist, und für Neueinsteiger einen gelungenen Tanztrainer. Ob man die Moves, wie den «Vampir» dann später auch so im Club ausprobiert sei mal dahingestellt. Hat man aber im heimischen Wohnzimmer eine Choreografie erfolgreich absolviert, dann kommt man sich vor wie Britney Spears zu ihren besten Zeiten. Witzig sind auch die während des Spiels geschossenen Fotos, die in geselliger Runde zum ein oder anderen Spruch animieren. Schon im einfachen Schwierigkeitsgrad fordert der Titel doch ein gewisses Können vom Spieler, da die Erkennung jedoch eine gewisse Toleranz zulässt, können sich auch Neueinsteiger und Tanzmuffel vor den Bildschirm wagen. Ob das Spiel wirklich als Tanzlehrer taugt muss jeder für sich entscheiden, als Party-Spass funktioniert das Ganze allemal. Und auch als unterhaltsames Fitness-Training kann der Titel herhalten.

«Dance Central 2»; Musikspiel; XBOX 360; (Harmonix Music Systems / Microsoft Game Studios)

Wertung: 85%

+ Umfangreiche Songauswahl
+ Gute Bewegungserkennung
+ Stimmiger Grafik-Stil
+ Coole Disko-Effekte
+ Tanzschule für Neueinsteiger
+ Mehrspielermodus für 2 Spieler
+ Ideal als Party-Spiel
+ Auch als kleines Fitness-Training geeignet

- Menüführung nicht immer optimal
- Klischee-Charaktere vom Reissbrett


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