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DEAD TO RIGHTS: RETRIBUTION (Vorschau)
Geschrieben von Matthias Haller   
Dienstag, 14. September 2010
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Wir steigen direkt in die Story ein, als Hauptprotagonist Jake Slate mehr tot als lebendig von einer Gang angegriffen wird. Weil er sich selbst nicht mehr verteidigen kann, muss ihm sein treuer Hund Shadow die Angreifer vom Leib halten. Wir schlüpfen also in die Rolle des pelzigen Vierbeiners und stürmen auf die Angreifer zu. Ein Druck auf die A-Taste genügt, und Shadow verbeisst sich in diversen Körperteilen, sodass es schon vom reinen Zusehen weh tut. Gegnerschreie durchziehen die verregnete Nacht, dann Totenstille. Wir haben unserem Herrchen das Leben gerettet, nicht zum letzten Mal, wie sich im Verlauf der Handlung noch herausstellen wird. 
Das Spiel gliedert sich in drei Elemente: zum einen in Aufklärungsmissionen, in denen man mit Jack ein Gebiet nach Beweisen absucht. Im Vergleich zum zweiten Spielelement, den Schusswechseln, geht es bei Gegnerkontakt dann eher handgreiflich zu, sprich es wird ordentlich geboxt, getreten und umhergeschleudert. Im dritten Spielelement übernimmt man die Kontrolle über Shadow. Der Gute ist nicht nur wieselflink, sondern kann Gegner anhand ihres Herzschlags auch durch Wände sehen. Mit einem Bellen lockt er einzelne Handlanger von einer Gruppe weg und schickt sie dann mit einem Biss in die ewigen Jagdgründe. Egal, ob man selbst auf den Hund gekommen ist oder diesen mit Befehlen auf Gegner loslässt, kaum einer kann dieser flauschigen Beissmaschine etwas entgegensetzen. Früher ein Novum, heute fast Standard ist die Bullet-Time- oder in diesem Fall Fokus-Funktion. Dabei verlangsamt man das Geschehen extrem, kann sich aber selbst normal bewegen. Natürlich steht die Funktion nur begrenzt zur Verfügung, sonst wäre das Ganze schliesslich zu einfach. Die Präsentation ist äusserst cineastisch ausgefallen, Kamerafahrten und -einstellungen vermitteln das Gefühl, im Kino zu sitzen. Die Charaktere überzeugen und weisen alle einen eigenen Stil auf. Man leidet richtig mit, wenn Jack wieder mal vom Leben gebeutelt wird. Dank toller Regeneffekte, und es regnet praktisch dauernd, ist die Stimmung immer sehr bedrückend und unheilvoll. Die Sprecher machen einen ausgezeichneten Job und bringen die teils doch sehr theatralischen Dialoge überzeugend rüber. Die Grafik kann bis jetzt noch nicht ganz mithalten. Zwar erfreut man sich an tollen Lichteffekten und gelungenen Animationen von Shadow, insgesamt könnte man aber ruhig noch an der Polygon-Schraube drehen und etwas mehr Feinschliff walten lassen. Aber das Spiel ist halt wie sein Haupt­charakter: etwas klobig und rau; aber trotzdem irgendwie sympathisch.

Third-Person-Action; XBOX-360-Version (PS3) (Namco Bandai / Volatile Games)
 
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