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DEPECHE MODE
Geschrieben von Dominique Zahnd   
Freitag, 03. April 2009
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VERJÜNGUNGSKUR

Sie gelten seit 29 Jahren als die Könige der Elektropop-Szene: DEPECHE MODE. Jetzt stellt das Trio sein zwölftes Studioalbum in die Läden. Und siehe da: GAHAN, GORE und FLETCHER überraschen mit einer neuen Gelassenheit.

depechemode-84269.jpgDie Fans haben sich den Stichtag rot in der Agenda markiert: Denn am 17. April wird «Sounds of the Universe» veröffentlicht. Und zwar gleich in mehreren Formaten, darunter die Standard-CD mit 13 Liedern sowie das Deluxe-Box-Set, das bestückt ist mit Demos, Remixes und exklusivem Video­material. Doch die bange Frage stellt sich: Taugen DEPECHE MODE auch 2009 noch etwas? Die Antwort fällt knapp aus: Und wie! Die Band hat endlich alle internen Streitigkeiten beigelegt und versteht sich derzeit so gut wie nie zuvor. Das unterstreicht auch die für DE­PECHE MODE absolut neue Arbeitsweise im Studio. Statt dass jeder mit seinen eigenen Nummern antanzt, haben DAVE GAHAN, MARTIN GORE und ANDREW FLECHTER jetzt zum ersten Mal in der Bandgeschichte im Aufnahmeraum miteinander gejammt. Das Er­gebnis liegt jetzt in Form eines homogenen Albums vor, das mit dem Image der ehemaligen Düster­männer des Pop bricht. So optimistisch klangen DEPECHE MODE noch nie. Natürlich klebt an dem einen oder anderen Song immer noch eine Spur von Schwermut – die erste Single­auskopplung «Wrong» ist ein gutes Beispiel dafür. Doch andere Tracks, wie das unglaublich romantische «Come back», gleichen das wieder aus. Mit dieser CD sprengen die Briten auch bewusst ihr festgeschnürtes Elektro-Korsett auf und beweisen eine ungewohnt engagierte Experimentier­freu­digkeit. Davon zeugen besonders die sinnliche Loungemusik-Ballade «Jezebel» mit ihrem starken SCOTT-WALKER-Einfluss oder die Sci-Si-Gospel­blues-Hymne «In Chains». Textlich bleiben sich die Song­schreiber GORE und GAHAN weitgehend treu: Sie sind immer noch Sinnsucher, was Titel wie «Hole to Feed», «Fragile Tension» und «Little Soul» deutlich machen. DEPECHE MODE sind also wieder da. Und zwar deutlich entschlackt und vitalisiert. «Sounds of the Universe» führt den Elan vor Augen, den das Trio auch nach 29 Jahren im Popbusiness noch an den Tag legt. Und siehe da, die Jungs sind sogar immer noch für Überraschungen gut. Denn so schillernd und facettenreich klang die Band das letzte Mal vor einem Jahrzehnt. Ihr neuer Future-Retro-Sound ist jedenfalls auf den Punkt produziert, jeglicher Ballast wurde über Bord geworfen. «Weil die Songs atmen sollen», sagt DAVE GAHAN und lacht. Nur einen Wermuts­tropfen haben all die tollen DEPECHE-MODE-News: Die Gruppe macht im Rahmen ihrer Welttournee diesen Sommer nicht in der Schweiz halt. «Weil wir nur die ganz grossen Arenen bespielen», erklärt Sänger GAHAN. «Doch wenn alles gut läuft, hängen wir im Winter noch eine Hallentournee hinten an. Und dann steht Zürich ganz oben auf unserer Liste!»

Album: «Sounds Of The Universe» (Mute / Musik­vertrieb, ab 17.4., auch als «Deluxe Box Set»)
www.depechemode.co
Letzte Aktualisierung ( Montag, 13. Dezember 2010 )
 
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