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Geschrieben von Matthias Haller
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Mittwoch, 18. Januar 2012 |
TIERISCHER SPASS
ODER VIEL ZU AFFIG?

In seiner neuesten Komödie verschlägt es Kevin «The King of Queens» Smith in einen Zoo der besonderen Art. Denn die Tiere hier können nicht nur sprechen, nein, sie erweisen sich auch als Experten in Sachen Liebe. Ob der Klamauk an Erfolge wie «Hitch» oder «Der Kaufhauscop» anschliessen kann, verraten wir in unserem DVD-Review.
Griffin Keyes liebt Tiere und die Tiere lieben ihn. Doch seit er von der Dame seines Herzens ein Korb der üblen Sorte bekommen hat, fristet der Tierpfleger ein eher tristes Dasein im Franklin-Zoo. Deshalb beschliesst der gutherzige Mann sich neuen Aufgaben zu stellen, was unter den Tieren des Zoos Panik auslöst. Auf keinen Fall wollen sie ihren Lieblingspfleger gehen lassen und beschliessen deshalb ihr grösstes Geheimnis zu offenbaren: sie können sprechen. Ihr Plan ist es Griffin mit Rat und Tat beizustehen, um das Herz seiner Verflossenen zurückzugewinnen. Davon erhoffen sich die tierischen Liebesratgeber, dass Griffin wieder zufrieden ist und seinen Job im Zoo behält. Zunächst scheint der Plan auch aufzugehen, doch die animalische Brautwerbung hat auch so ihre Tücken…
Dann lieber «King of Queens»
Kevin James ist ein Publikumsliebling, und auch ich bin bekennender Fan des Sympathie-Bolzen. Kaum einer verkörpert die Rolle des liebenswerten Losers so überzeugend, man leidet und freut sich einfach mit der Humorkugel mit, wenn er einmal mehr von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Ein Formel an der man seit dem Serienhit «King of Queens» festhält, und die so langsam Ermüdungserscheinungen zeigt. «Der Zoowärter» ist Smith’s bisher schwächster Film, da der Humor all zu oft in billigen Slapstick ausartet. Sich einfach mal gepflegt auf die Fresse zu legen ist ja schön und gut, aber hier wirkt das Ganze doch arg aufgesetzt und einfach nicht lustig. Ein paar nette Lacher hat der Film sicher zu bieten, man merkt schon das ADAM SANDLER seine Finger im Spiel hat, aber insgesamt fehlt einfach der Biss, das Ganze wird zu familienkompatibel und kindgerecht präsentiert. Die visuellen Effekte sind zudem auch nicht über alle Zweifel erhaben, dazu kommt die mehr als durchwachsene deutsche Synchro, die mit zum schlechtesten gehört, was es in einem Film in letzter Zeit auf die Ohren gab. Mario Barth als Komiker ist ja schon kaum erträglich, aber als Stimme des kleine Äffchens geht er einfach gar nicht. Aber zum Glück gibt es ja auch eine Originaltonspur…
Hardcore-Fans von Kevin Smith und die ganz kleinen Zuschauer unter den Kinofans dürften sicher ihren Spass mit «Der Zoowärter» haben. Alle anderen hoffen wie ich, dass der «King of Queens» mit seinem nächsten Film wieder zur alten Hochform zurückfindet und verzeihen im diesen Ausrutsche angesichts seiner bisherigen Leistungen.
Originaltitel: „The Zookeepter“; Familienkomödie, USA 2011 (Sony); Regie: Frank Coraci; Darsteller/Sprecher: Kevin James, Sylvester Stallone, Adam Sandler, Rosario Dawson, Cher; Dauer: 98 min; Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1); Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 5.1), Holländisch (Dolby Digital 5.1); Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Holländisch; Bonusmaterial: Lachen ist ansteckend - Versprecher, Bernie der Gorilla, Die pelzigen Hauptdarsteller, Die Entstehung der visuellen Effekte - Die Tiere

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. Januar 2012 )
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