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Geschrieben von Matthias Haller
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Donnerstag, 02. September 2010 |
BÖSES KANN JA SO GUT SEIN
Der Animationsfilm-Boom in Hollywood hält weiter an. Doch nachdem die letzten CGI-Blockbuster doch eher enttäuschend waren, wie zuletzt der laue Aufguss «Shrek Forever After», könnte mit «Despicable Me» endlich wieder ordentliches Lachmuskelfutter auf uns zukommen.
In einer glücklichen Vorstadtgegend, mit schmucken Häusern wie aus dem Bilderbuch, weissen Zäunen und bunten Blumen auf den Wiesen, könnte das Leben nicht schöner sein. Doch inmitten dieses Idylls steht ein schwarzes Haus. Abgeschirmt von den Nachbarn wohnt hier Gru in seinem geheimen Versteck, so wie es sich für einen Superbösewicht gehört. Gru hasst die Menschen und friert diese mit seinem Vereiser auch schon mal ein, wenn ihm die Schlange im Coffee Shop zu lang ist. Er und seine Armee putziger Untergebener, die Minions, haben Grosses vor, nämlich nichts Geringeres, als den Mond zu stehlen. Ausgerüstet mit allerhand verrückter Utensilien wie Verkleinerungsstrahler, Kampffahrzeugen und dem genannten Vereiser ist Gru bereit, alles und jeden aus dem Weg zu räumen, der sich ihm in den Weg stellt. Doch mit einem hat er nicht gerechnet. Drei kleine Waisenkinder sehen in ihm etwas, was bisher niemand zuvor gesehen hat: einen potenziellen Vater. Und so muss sich der weltgrösste Bösewicht seiner bisher grössten Herausforderung stellen, den drei kleinen Mädchen Margo, Edith und Agnes.
«Despicable Me» ist nicht nur ein echter Zungenbrecher, selbst die Minions scheitern am Aussprechen des Originaltitels, wie ein Trailer witzigerweise zeigt, sondern will auch in Sachen 3D-Effekte ganz gross auffahren. Achterbahnfahrten, Explosionen und diverses Zeug, das dem Zuschauer entgegenfliegt oder unter die Nase gehalten wird, soll für das gewisse Aha-Erlebnis sorgen, das vielen Pseudo-3D-Filmen oftmals abgeht. Damit auch der Humor nicht zu kurz kommt, dafür sorgen die Macher von «Horton hears a Who!» und «Ice Age» 1 und 2.
Heimliche Hauptdarsteller des Films sind die witzigen Minions, die nur schon durch ihr Aussehen zum Brüllen komisch daherkommen. Wenn das Gagfeuerwerk der bisher gezeigten Szene über die volle Filmdistanz gehalten wird, dann dürften sowohl Kinder wie Erwachsene hier ganz auf ihre Kosten kommen. Leider war bis Redaktionsschluss noch keine deutsche Fassung des Films verfügbar, in der u.a. JAN DELAY mit seiner Nasalstimme für den richtigen Ton sorgen soll. Im Original übernimmt US-Comedian STEVE CARELL, der gerade mit TINA FEY in der Komödie «Date Night» zu sehen war, den Part von Gru und verpasst ihm gleich einen witzigen irischen Akzent.
Animation, Komödie; (Universal) USA 2010
Kinostart: 30. September
Regie: CHRIS RENAUD, PIERRE COFFIN
Sprecher: Originalversion (engl.): STEVE CARELL, JASON SEGEL Deutsch: JAN DELAY, OLIVER ROHRBECK
Web: http://despicable.me/
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