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DIE RELATIVITÄTSTHEORIE DER LIEBE (DVD) |
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Geschrieben von Matthias Haller
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Donnerstag, 08. Dezember 2011 |
MASKERADE HOCH FÜNF

Olli Diettrich ist begnadet darin alltägliche Charaktere schauspielerisch auf den Punkt zu bringen, zumindest in Form von Sketchen oder seiner vielumjubelten Pseudo-Doku «Dittsche». Zusammen mit Katja Riemann hat er dieses Konzept nun versucht auf die Leinwand zu transportieren. Ob das Experiment funktioniert hat oder nicht, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Inhalt: Fünf Rollen, zwei Akteure
Liebe ist relativ, so die Message des Films, in dem in Episoden die Liebeseskapaden von fünf völlig unterschiedlichen Paaren erzählt werden. Schrullige Charaktere wie ein Möchtegern-Yogi und seine Schülerin, ein Fahrlehrer und seine Ehefrau oder ein Imbissbudenbesitzer und eine Hygienekontrolleurin liefern den Stoff aus dem Liebesgeschichten gemacht werden – einfach von der mit Hindernissen gespickten Sorte. In sprunghaften Szenen erleben wir, dass die Liebe manchmal ungewöhnliche Wege geht. Ungewöhnlich ist dann auch die Besetzung des Films, denn in den fünf männlichen und weiblichen Hauptrollen sind ausschliesslich Katja Riemann und Olli Diettrich zu sehen, auch wenn man dies nicht immer sofort merkt.
Fazit: Tolle Masken, aber nichts dahinter
«Die Relativitätstheorie der Liebe» krankt an einem Problem, dass auch die besten Schauspieler und die tollsten Maskenbildner der Welt nicht wett machen können, nämlich einem lahmen Drehbuch. Klar, in Sachen Verwandlungsfähigkeit der Hauptdarsteller geben sich weder die Schauspieler noch die Makeup-Crew eine Blösse. Man muss schon genau hinschauen, um Riemann und Diettrich unter ihrer zweiten Haut wiederzuerkennen. Leider werden die beiden in eine unglaublich belanglose Geschichte geworfen, bei der Mann immer auf den grossen Lacher hofft, aber der leider niemals kommt. Die Story plätschert ohne Highlight vor sich hin und lebt einzig und allein von den Makeup-Effekten seiner beiden Hauptdarsteller. Das würde als Sketch sicher sehr gut funktionieren. Als abendfüllende Kinounterhaltung ist dies allerdings nicht der Fall. Wer jetzt auf den Humor von Olli Diettrich total abfährt und sich auch mit Katja Riemann anfreunden kann, immerhin zeigen hier beiden durchaus ordentliche Schauspielkunst, der könnte mit dem Film durchaus seinen Spass haben. Wer allerdings ein Gagfeuerwerk erwartet sollte sich darauf gefasst machen, dass er eher eine humoristisch angehauchte Charakterstudie serviert bekommt, die richtig deftige Schenkelklopfer leider grössten Teils vermissen lässt. Alles in allem sicher kein wirklich schlechter Film, aber einer, von dem man durchaus mehr erwartet hätte. Das Potenzial zur Kultkomödie wäre definitiv vorhanden gewesen, wurde aber leider nicht umgesetzt.
Originaltitel: «Die Relativitätstheorie der Liebe»; Komödie; D 2010 (Universal); Regie: OTTO ALEXANDER JAHRREISS; Darsteller: KATJA RIEMANN OLLI DITTRICH; Dauer: 92 min; Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1); Ton: Dolby Digital 5.1 (D); Untertitel: D für Hörg.; Bonusmaterial: Featurette «Maskenbild», Die Verwandlung von Katja Riemann und Olli Dittrich, Entfallene Szenen, Verpatzte Szenen, Hinter den Kulissen, Interviews mit Cast & Crew- Kinotrailer

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 11. Januar 2012 )
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