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DJ-SZENE SCHWEIZ 2011
Geschrieben von Matthias Haller   
Donnerstag, 14. Juli 2011
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CONNECTIONS SIND DAS A UND O
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Für viele ist DJ nach wie vor ein Traum­beruf, doch so romantisch, wie sich das die meisten vorstellen, ist die Realität bei Weitem nicht. Und der Weg an die Spitze ist steinig und hart…

Es hat sich einiges getan seit den Tagen, in denen ein DJ ANTOINE aus dem Nichts zum Star aufgestiegen ist. Heute sehen sich Newcomer mit deutlich mehr Konkurrenz konfrontiert, die alle die gleiche Ausgangslage haben, alle auf das gleiche Equipment zurückgreifen können und alle die gleiche Playlist auffahren. Die Zeiten, in denen man sich noch mit ausgefallenen Songs aus der Masse hervorheben konnte, sind in der Ära der Digitalisierung vorbei. Auch die Kunst des Mixens an sich ist deutlich in den Hintergrund gerückt, da kann man sich die Finger blutig scratchen und hinter dem Mischpult noch so verrenken, vielen bleibt der Durchbruch dennoch verwehrt.
Wer es als DJ zu etwas bringen will, braucht heute ganz andere Qualitäten. Allen voran wären das Connections, also Beziehungen zu wichtigen Leuten in der Musik-, Club- und Partyszene. Ohne geht heute einfach gar nichts mehr, davon wissen auch die DJs in diesem TREND-Special zu berichten. Natürlich zählen letzt­endlich auch die musikalischen Fähigkeiten. Aber wenn es an Gelegen­heiten mangelt, diese einem Publikum präsentieren zu können, nützen die besten Skills nichts. Es ist eine Handvoll Big-Player, die im Hintergrund die Fäden ziehen, ihre Finger überall drinhaben und letztendlich darüber entscheiden, wer sich einer breiten Masse vorstellen darf. Man sollte sich also keine Illusionen machen und erwarten, man lasse einen dann gleich zur Hauptspielzeit auf dem Mainfloor für Stimmung sorgen. Jeder fängt nicht nur erstmal klein, sondern auch ganz unten an. Womit wir zum zweiten wichtigen Punkt kommen, dem Durch­haltewillen. Der Konkurrenzkampf in der Szene ist hart, da wird schon auch mal mit unfairen Bandagen gekämpft. Wer kein dickes Fell hat, um sich durchzusetzen, hat schon verloren.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Eigen­produktionen, die heute längst zum guten Ton gehören. Während sich früher gerade mal die obere Garde eigene Tracks leisten konnte, ist das Medium der Mu­sikproduktion heute beinahe für jeden erschwinglich. Wie viel der interpretierende DJ dann tatsächlich musikalisch zum Produkt beiträgt, sei mal dahingestellt, wichtig für ihn ist, dass sein eigener Name draufsteht. Die Eigenproduktion ist heute eine Referenz, um die man kaum noch herumkommt. Dass dabei nicht nur Meisterwerke das Licht der Welt erblick­en, versteht sich von selbst.
Neben Unverzichtbarem wie einer In­ter­net­präsenz, heute vornehmlich auf FACEBOOK und YOUTUBE, wären dies wichtige Grundlagen auf dem Weg nach oben, die aber noch lange keine Durch­bruchsgarantie liefern, sondern lediglich eine Basis bilden, auf der es sich aufbauen lässt. Man sollte sich aber von der Illusion lösen, dass man nur am Woch­enende arbeitet und dafür satt Kohle einstreichen darf. DJ zu sein, ist ein Voll­zeitjob, der extrem fordernd ist, einen zwingt, immer am Ball zu bleiben und viel Zeit und Geld zu investieren. Sei es nun für neue Platten, CDs oder MP3s, neue Kleidung oder neues Equipment, wie z.B. die Goodies auf der folgenden Seite.


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Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. September 2011 )
 
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