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Home TREND Journal Movies & TV DOWNTON ABBEY - STAFFEL 1 (DVD)
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DOWNTON ABBEY - STAFFEL 1 (DVD) |
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Geschrieben von Matthias Haller
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Dienstag, 18. Oktober 2011 |
ÜBERRASCHENDES HIGHLIGHT
FÜR ALLE SERIENFANS

Was auf den ersten Blick wie ein typischer Kostüm-Schinken wirkt, entpuppt sich auf den zweiten Blick als unglaublich spannende und ungewöhnliche Serie. Zurecht war «Downton Abbey» dieses Jahr in elf Kategorien für einen «Emmy» nominiert und konnte sechs der beliebten Auszeichnungen für sich verbuchen. In diesem Artikel erklären wir, was an diesem TV-Spektakel so faszinierend ist.
Inhalt: Mord, Homosexualität und Intrigen um 1912
Die Serie beginnt mit einer Katastrophe, sowohl geschichtlich gesehen als auch persönlich für die adlige Familie Crawley. Auf der gesunkenen Titanic befanden sich nämlich zwei entfernte Verwandte, die als Erben des seit Generationen in Familienbesitz befindlichen Anwesens Downton Abbey galten. Ein eigentlich längst überholter Vertrag legt dummerweise fest, dass nur männliche Nachkommen der Familie Anspruch darauf haben, den Familienbesitz weiterzuführen. Nun scheint dieses Los dem jungen Anwalt Matthew zuzufallen, der seinerseits mit Adel und Luxus gar nichts am Hut hat. Nun droht den Crawleys nicht nur der Rauswurf, sondern auch der Verlust ihres gesamten Vermögens, dass nicht vom Besitz getrennt werden kann. Aber auch die zahlreichen Angestellten des Hauses, müssen sich auf einige Neuerungen und Probleme gefasst machen. Da wäre z.B. ein neuer Diener, der einem der Angestellten die Stelle als rechte Hand des Lords wegschnappt, ein Köchin, die zu erblinden droht oder ein Hausmädchen, dass eigentlich gar keines mehr sein möchte. Doch nicht nur den Crawleys stehen schwere Zeiten bevor, sondern auch dem gesamten England, das sich Anfang des 20. Jahrhunderts gerade in einem politischen Umbruch befindet und in eine ungewisse Zukunft steuert.
Fazit: Ganz grosses Kino, aber für’s Fernsehen!
Man mag es wie gesagt kaum glauben, aber «Downton Abbey» schafft es auf unglaublich spannende Weise, traditionelles Kostümdrama mit modernen Serienmotiven zu verknüpfen. Themen wie Sex, Homosexualität, Mord und Intrigen würde man so auf den ersten Blick nicht von dieser Serie erwarten. Ausserdem gewährt die TV-Produktion aus der Feder von «Oscar»-Preisträger Julian Fellowes einen bisher ungewohnten Einblick in das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts. Wenn die Mutter von Lord Crawley sich darüber beschwert, dass das elektrische Licht unangenehm ist und ihr nie ins Haus kommt, dann wird einem erst bewusst, dass das solche Annehmlichkeiten ja gerade mal vor 100 Jahren Einzug in die Haushalte der gewöhnlichen Leute hielt. Überraschend auch der Blinkwinkel aus Sicht der Angestellten des Hauses, wo man vermuten könnte, dass diese geknechtet und versklavt werden und Tag für Tag unter ihren Arbeitgebern leiden. Doch vielmehr funktionierte das Leben als Diener oder Hausdame so, wie man es heute aus einer Firma kennt, nur das die Firma eben ein Lord und seine Familie waren. Es gab eine ganz klare Hierarchie, die peinlichst genau eingehalten wurde. Ziel war es letztendlich nicht aus dem Leben als Angestellter auszubrechen, sondern sich innerhalb der Belegschaft nach oben zu arbeiten, Vertrauter der Hausherren zu werden und immer Etikette zu bewahren. Den Angestellten ging es auch nicht schlecht und sie nahmen am Familienleben aktiv teil, wurden bei Problemen ins Vertrauen gezogen und genossen eine gewisse Freiheit. Geschickt spielt die Serie mit Mutmassungen über Klischees, die sich dann doch nie bewahrheiten.
Einen grossen Beitrag zur Faszination der Serie liefert der hervorragende Cast, bestehend aus einer ausgezeichneten britischen Schauspielerriege. Jede Rolle ist perfekt besetzt, die Darstellung authentisch und glaubhaft. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, bringen alle eine spannende Hintergrundgeschichte mit und überzeugen von Hauptdarsteller bis in die kleinste Nebenrolle. Hervorzuheben ist u.a. Maggie Smith («Harry Potter»), die als bärbeissige alte Lady ein Glanzvorstellung abliefert und zurecht einen «Emmy» dafür erhalten hat. Aber auch der Rest des Casts, aus teils bekannten, teils unbekannten Gesichtern, überzeugt vollends, was «Downton Abbey» zu einer der besten Serie macht, die seit langem fürs TV produziert wurden. Von mir gibt es eine absolute Empfehlung, und selbst Kostümdrama-Muffel sollten sich dieses Meisterwerk keinesfalls entgehen lassen.
Originaltitel: „Downton Abbey - Season 1“; TV-Serie, Drama; GB 2010 (Universal); Darsteller: MAGGIE SMITH, HUGH BONNEVILLE, ELIZABETH MCGOVERN, DAN STEVENS, LAURA CARMICHAEL; Dauer: 362 min (7 Episoden); Bildformat: 1,78:1 Anamorph; Ton: Dolby Surround 2.0 (D, GB); Untertitel: D, GB; Bonusmaterial: Episodenkommentare, A House in History, Downton Abbey, Making-of, Entfallene Szenen


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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. Oktober 2011 )
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