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F.E.A.R. 3
Geschrieben von Matthias Haller   
Dienstag, 12. Juli 2011
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GRUSLIG GEHT ANDERS
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Mit jedem neuen Teil wird „F.E.A.R.“ vor allem eines: weniger gruselig. In dieser Tradition kommt auch der dritte Teil daher, aber vielleicht kann er ja dafür mit anderen Qualitäten punkten.

Wer die Vorgänger nicht gespielt hat, der dürfte bei der kruden Story um Geistermädchen Alma und ihre beiden Söhne schnell den Durchblick verlieren. Nachdem eine Schockwelle, ausgelöst durch die Wehen der schwangeren Alma, die Gegend in Schutt und Asche legt, machen sich Point Man und sein toter Bruder Fettel  auf die Suche nach ihrer Mutter. Ja, richtig gehört  Fettel ist tot, erschossen von seinem Bruder, doch irgendwie mischt er als Geist immer noch mit. Spielt man alleine, dann übernimmt man die Rolle von Point Man, der in bester Ego-Shooter-Manier vor allem auf Waffen-Power und die allseits beliebte Slow-Motion-Funktion, auch unter dem namen Bulltet Time bekannt, zurückgreift. Hat man einen Abschnitt beendet, darf man den Level auch nochmals in der Geisterhaut von Fettel durchspielen, womit sich das Gameplay endscheident ändert. Fettel hat nämlich so nette Tricks drauf wie in die Körper toter Feinde schlüpfen, oder mit telekinetischen Kräften für ein wahres Blutbad unter seinen Kontrahenten zu sorgen. So richtig in Fahrt kommt das Spiel dann aber auch erst, wenn man im Online- oder Splitt-Screen-Coop-Modus mit einem weiteren Spieler auf die Suche nach Alma geht.


Zähe Gegner

Die Entwickler haben den Gegner in „F.E.A.R. 3“ nicht nur einen dicken Panzer sondern auch ordentlich Grips spendiert. Die Shoot-outs mit den unendlich nachrückenden Soldaten gestalten sich äusserst zäh, da die Kollegen nicht einfach billiges Kanonfutter darstellen, sondern sich verschanzen, aus der Deckung heraus ballern und versuchen einen zu flankieren. Kommt dann noch ein Mech hinzu, kann es schon mal vorkommen, dass man sein gesamtes Waffenarsenal, vom MG, über die Schrottflinte bis hin zum obligatorischen Raketenwerfer investieren muss, um mit heiler Haut davon zu kommen.


Erschreckend schrecklos

Auch wenn es der Name vermuten lässt, so sind gruslige Schockmomente eher rar bis gar nicht vorhanden. Zwar gibt es wenige Abschnitte, in denen man von atmosphärischer Musik und düsteren Soundeffekten begleitet durch dunkle Korridore schleicht, einen Gruselfaktor wie z.B. in „Deadspace“ erreicht das Spiel jedoch zu keinem Zeitpunkt. Dies liegt zum einen am altbackenen und linearen Levelaufbau, aber auch an der angestaubten Technik. Zwar wirkt die Grafik in sich stimmig, aber insgesamt ist der Titel nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Gesichtsanimationen und Texturen gehen heute deutlich besser, da muss „F.E.A.R. 3“ Federn lassen. Wo sich der Titel jedoch durchaus hervorheben kann, ist das Deckungssystem. Da tun sich einige Shooter ja heute noch schwer, „F.E.A.R. 3“ liefert hier aber eine gut funktionierende und akkurate Lösung.

Fazit:
„F.E.A.R. 3“ ist nicht wirklich schlecht, im Gegenteil, der Titel ist sogar sehr solide geworden. Angesichts allmächtiger Konkurrenz im Shooter-Genre, und die wird in naher Zukunft noch deutlich härter, hat es der Titel aber schwer sich zu behaupten. Gruselfans bekommen zu wenig Grusel und Action-Fans zu viel Altbackenes serviert, dies kombiniert mit der extrem kurzen Spielzeit, verwehrt es „F.E.A.R. 3“ leider in den Shooter-Olymp aufzusteigen. Als Koop-Spiel macht das Game auf jeden Fall Laune. Wer die Vorgänger kennt und mag, wird sicher auch mit dem dritten Teil bestens bedient. Shooter- und Action-Liebhaber dürfen gerne einen näheren Blick riskieren, sollten aber kein Kaliber à la „Killzone 3“ oder „Black Ops“ erwarten.

"F.E.A.R. 3", First Person Shooter; PS3-Version (XBOX 360, WIN PC); (Day 1 Studios / Warner Interactive)
 
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