27. Mai 2012
Die Tourismusorganisationen TAMPA BAY und ST.PETE CLEARWATER haben für uns ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Schliesslich gilt es, das ganze vielfältige Spektrum dieser Region kennen zu lernen. Dazu gehören auch Museen.
Am späteren Nachmittag ist Shopping angesagt im INTERNATIONAL
PLAZA, einem typisch amerikanisch dimensionierten – will heissen
übergrossen –
Shoppingcenter. Vorgelagert ist ein Aussenbereich mit Restaurants, der an eine
europäische Altstadtgasse erinnert. Neben den allseits bekannten Ketten
finden sich im INTERNATIONAL
PLAZA auch viele spezielle und kleine Shops, die nur in den
USA oder hier zu finden sind.
Am Abend werden wir wieder nach Ybor City geführt. Diesmal dinnieren wir im COLUMBIA, dem ältesten spanischen Restaurant Floridas, erbaut 1905. Das Haus verfügt über verschiedene Säle und auch über eine historische Zigarrenfabrik.
Natürlich gehört zu einem Essen in einem spanischen Lokal auch eine Flamencoshow. Unsere prominenten Botschafter wurden eingeladen, mitzutanzen. Dabei machten sie keine schlechte Figur.
28. Mai 2012
Der TAMPA LOWRY PARK ZOO ist aufgeteilt in verschiedene Bereiche, die den einzelnen Kontinenten zugeordnet sind. Uns interessieren hier vor allem die einheimischen Tiere, Floridas Aligatoren, die grossen Meeresschildkröten oder die Manatis, auch Rundschwanzseekühe genannt. Diese sind vom Aussterben bedroht. Viele Manatis werden von Motorbooten gerammt oder verhedern sich in Fischernetzen. Im TAMPA LOWRY PARK ZOO werden sie wieder gesund gepflegt.
Für den Nachmittag sind wir ins Studio von BAY NEWS 9 eingeladen, einer regionalen TV-Station, die vorwiegend News sendet - und auch Wettervorhersagen. Unsere Wetterfee JEANNETTE EGGENSCHWILER soll heute hier das Wetter von Florida präsentieren. Unkompliziert wie die Amerikaner sind, zeigen sie JEANNETTE kurz das Studio, wo sie hinzustehen hat und wo die Bedienungsknöpfe für das wechseln der Folien sind. Ohne Proben legt sie los. Und JEANNETTE überrascht alle. Dass sie noch nie eine Wettershow in Englisch moderiert hat, merkt man kaum. Obwohl sie keinen Text gelernt hat und mehrheitlich improvisierend die Folien erklärt, wirkt ihre Vorhersage fliessend und für unsere Ohren sicher. Ein Bravo gibt's auch vom hiesigen Wettermodertor.
Danach ziehen wir um nach St.Petersburg, genauer nach St.Pete Beach, einer dem Festland vorgelagerten, langen Insel. Hier befinden sich bevorzugte Wohnlagen, viele davon mit Meer- bzw. Lagunenanstoss und eigenen Bootsanlegeplätzen. Der Sandstrand von St.Pete Beach und von Clearwater, das gleich nördlich liegt, wurde kürzlich zum schönsten der USA ausgezeichnet. In der Tat ist er teilweise ganze 200m breit, flach bis weit ins Meer und sehr sauber. Auf Sauberkeit wird hier extrem Wert gelegt. Täglich wird der Strand gerecht.
Wir werden im POSTCARD INN einquartiert. Was von der Strassenseite wie eine der modernen Kirchen der USA aussieht, entpuppt sich innen als Hotel der sehr unkonventionellen Art. Die Zimmertrakte sind um einen Innenhof mit Rasen und Pool angordnet, der sich zum Strand öffnet. Die Zimmer haben alle direkten Ausgang nach draussen, wie man es von Motels kennt. Sie sind gross und stilvoll mit Postkarten und Surfbrettern dekoriert.
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Die Fahrt von St.Petersburg nach St.Pete Beach führt über die Lagune.
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POSTCARD INN St.Pete Beach
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Die Zimmer verfügen über eine charmante Sofaecke.
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Die Anlage ist sichtbar nicht mehr die neuste, aber gerade dies und die
verspielte, jugendliche Einrichtung lässt sie von gängigen Resorts
wohltuend abheben.
29. Mai 2012
Das Wetter könnte besser sein.
Das Zeitbudget am Morgen auch. Zeit für ein ausgiebiges Frühstück bleibt keine. Wir nehmen notgedrungen unterwegs eines in einem 7-ELEVEN... Naja - süsse Cakes mit Automatenkaffe und noch süsserem Joghurt.
Auf der Agenda steht ein Fotoshooting mit "Miss Florida", KRISTINA JANOLO. Um 9 Uhr müssen wir im SANDPEARL RESORT in Clearwater sein. Die Fahrt dauert länger als gedacht. Mit 45 Minuten Verspätung treffen wir dort ein. Eigentlich wären erotische Strandaufnahmen mit KRISTINA und LUCA geplant gewesen. Wegen des schlechten Wetters wird die Arbeit in eine Suite verlegt. Regnen tut es hier nur selten, versichert man uns. Aus der geplanten Bikinierotik wird vorerst nur eine Homestory, die in der Küche spielt. Das Schlafzimmer ist tabu. Solche Fotos würden hier falsch verstanden, sagt man uns.
Gegen 14 Uhr geht die Fahrt von der vorgelagerten Insel über die Lagune zum CLEARWATER MARINE AQUARIUM, wo interessieretn Besuchern das Leben der Meerstiere näher gebracht wird.
Hier treffen wir auf WINTER, dem schwanzflossenlosen Delpfin aus dem Film "Dolphin Tale" (2011). Die Crew im CLEARWATER MARINE AQUARIUM legt Wert darauf, dass die Delphine hier keine Kunststücke vorführen müssen. Das Aquarium hat es sich zur Aufgabe gemacht, verletzte Tiere zu pflegen oder, wie im Fall von WINTER, zu beherbergen.
Unsere beiden Schönheiten stellen sich auch hier vor versammelter Presse und viel Publikum für Fotos auf.
Baseball ist nach Football Sportart Nr. 2 in den USA. Der Stellenwert des Spiels mit dem Ball und dem Knüppel wird uns spätestens bei der Ankunft im Stadion der TAMPA BAY RAYS klar. Gut 35'000 Leute finden im TROPICANA FIELD von St.Petersburg Platz - in einer Halle wohlbemerkt. Adäquat dazu ist der Parkplatz davor - dessen Gebühr mit 15 Dollar pro Auto doch ziemlich happig ist.
Auch wenn das Stadion nur mässig gefüllt ist - die Stimmung ist speziell. Zuvor decken wir uns mit Fanartikeln der Heimmanschaft ein und lesen die Spielregeln von Baseball nochmals durch. Diese haben zwar auf einer halben A4-Seite Platz, trotzdem müssen wir später feststellen, dass wir keinen Schimmer davon haben, warum das Spiel ständig und so lange unterbrochen ist.
Während im Hallenstadiönli ein paar Wurst- und Bierstände zu finden sind, gibt hier die Verpflegungsmall in den Katakomben die ganze Vielfalt der US-Fastfoodindustrie her. Wir entscheiden uns für Nachos mit Pizza und einem zünftigen Nacho-Dog, der bildlich an einen Döner erinnert, dessen Fleisch aber statt von Brot von Nachos mit viel Käse umrahmt ist. Die Portion ist amerikanisch - sprich gross. Gross bzw. hoch ist übrigens auch der Bierpreis: Satte 9 Dollar werden einem für eine Bierbüchse abgeknöpft - Light-Bier wohlbemerkt. Anderes ist im Stadion nicht erhältlich.
Ach ja: Die TAMPA BAY RAYS haben 2:7 gegen die CHICAGO WHITE SOCKS verloren...
30. Mai 2012
Ziel ist ein möglichst grosses Outlet-Center, z.B. die ELLENTON MALL. Der Weg dorthin führt über den Sunshine Skyway. Das ist die Durchquerung der Tampa Bay Richtung Süden, bestehend aus ca. 5km Damm und fast 9 km Brücke.
Die Sunshine Skyway Bridge wurde ursprünglich 1954 erbaut und 1969 durch eine zweite Richtungsfahrbahn ergänzt. 1980 rammte in einem Strum ein Frachter einen der mittlere Pfeiler der alten Stahlträgerbrücke. Es kam zur Katastrophe. Die Brücke stürzte ein und 30 Menschen verloren das Leben. Nach einer Leidenszeit von 7 Jahren Gegenverkehr wurde 1987 die neue, heutige Brücke mit Hängeseilabschnitt in der Mitte eröffnet.
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Amerikanischer Zmorge im POSTCARD INN: Toast, Eggs, Bacon, Waffeln...
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Als würde man über den Bodensee fahren...
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Die Sunshine Skyway Bridge der Interstate 275 verbindet St.Petersburg mit mit der südlichen Küste der Tampa Bay.
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Dann heisst es wieder einmal umziehen. Die Tourismusorganisation von ST.PETE/CLEARWATER möchte uns auch noch in einem der richtig grosszügig angelegten Resorts unterbringen. Das TRADE WINGS ISLAND Resort ist das grösste in St.Pete Beach. Es besteht aus 2 grossen Buildings und mehreren kleineren. Dazwischen Pools, Bars, Palmen, Sportanlagen, noch mehr Palmen und Kanäle zum Pedalofahren.
Der Strand ist auch hier einfach wunderbar und sehr gepflegt.
Nach solchen ereignisreichen Tagen, wie wir sie hier erleben, ist das abendliche Strandleben eine doppelte Erholung. Selbst an bewölkten Tagen sinkt die Temperatur nicht unter gefühlte 25 Grad.

Im verträumten DON CESAR Hotel (rosa, Bildmitte) ist heute unser Nachtessen.
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31. Mai 2012
Heute hat LUCA RUCH Geburtstag. Bereits um Mitternacht wurde ihm in der Strandbar gratuliert. Am Morgen wartet aber eine echte Überraschung auf ihn. Mit der Frage, ober er die 007-Filme kenne, wird der begeisterte Wassersportler langsam auf seinen grossen Auftritt vorbereitet.
"Jet-Lev Water Expewrience" heisst die neuste Attraktion im motorisierten Wassersport. Der "Jet-Lev" ist eine Art Düsenrucksack. Statt durch einen Raketenantrieb, wird man durch Hochdruckwasserstrahlen vom Wasserspiegel in die Luft abgehoben. Mit den Händen lässt sich der "Jet-Lev" steuern. Das dazu benötigte Wasser wird von einem nachfahrenden Beiboot mit Kompressor durch einen Schlauch nachgeliefert. Umweltfreundlich und ruhig ist etwas anderes...
Gestartet wird von einem Boot in der Lagune aus. Dorthin gelangen wir mit unserer gesamten Foto- und Filmausrüstung auf einem dreiplätzigen Speedboat. LUCA fällt dabei ins Wasser - mit seinem Gepäck...

"Zum Glück habe ich noch einen Schweizer Pass", meint LUCA zu seinem Wasserschaden.
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Von einem Profi wird LUCA langsam in die Technik eingeführt
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Zwei Hochdruck-Wasserdüsen lassen den "Jet-Lev" mit LUCA fliegen.
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Es folgt der letzte Abend. Für einmal findet das Essen in unserem Hotel statt, was uns natürlich sehr entgegen kommt. Zu einem wunderschönen Sonnenuntergang gibt es wiederum ein vollwertiges Buffet-Dinner mit Salaten, Hauptgang und Dessert. Dieses ist LUCAs Geburtstagstorte. Nach einem "Happy-Birthday"-Singen werden zwischen uns und den Organisatoren dieser Woche Danksagungen ausgeprochen.
Danach wird zu LUCAs Ehren ein viertelstündiges Beach-Feuerwerk gezündet, das locker mit manchen kleinen Seenachtsfesten mithalten könnte.

Ein Regenbogen leutet den Abend ein.
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Wiederum wird draussen am Strand gegessen.
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LUCAs Geburtstagstorte
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Gegen Mitternacht sammelt sich der harte Kern um eine Strandbar des
Hotels. Genüsslich werden die verschiedenen süssen Longdrinks und
Shakers der Karte durchprobiert. Später verschiebt sich ein noch härterer
Kern in eine andere Beachbar - der einzigen, die um diese Jahreszeit
nach 1 Uhr noch geöffnet hat. Das Durchhalten des Personals wird sich
lohnen - die letzten von uns gehen erst nach 4 Uhr zum Hotel zurück.
Davor wird auch hier nochmals gefeiert und konsumiert.
Auch nachts ist es noch warm genug, dass es sich schulterfrei ohne zu frieren aushalten lässt. Zurück im Hotelzimmer ist man erst nach 5 Uhr...
1. Juni 2012
Der Tag der Abreise.
Leider lässt uns das Wetter im Stich. Meinereiner arbeitet an diesem Artikel, die anderen der Mediencrew sind am Strand-Fotoshooting mit LUCA und "Miss Florida".
Letzte Kleinigkeiten werden eingekauft, gepackt und dann geht es zurück nach Tampa zum Flughafen.

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Die Autonummern sind in den USA halbe Tourismusplakate.
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Wir geniessen die letzten Fahrten zwischen den überdimensionierten Reklamen (und den kleinen Shops dahinter).
Mehr über Ferien in Tampa, Clearwater und St.Petersburg in der Printausgabe 07/08-2012 des TREND MAGAZINs.
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