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Geschrieben von Dominique Zahnd
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Freitag, 05. November 2010 |
DIE EISPRINZESSIN
Von ABBA über ROXETTE bis zu LISA EKDAHL und den CARDIGANS: Schweden hat schon viele Popstars hervor- gebracht. Jetzt gibt es Nachschub: FREDRIKA STAHL (26) aus Stockholm macht sich daran, die neue NORAH JONES zu werden.
Sie kommt aus Schweden, wohnt aber in Paris: Das ergibt schon mal eine sexy Mischung. Und sexy klingt auch ihre Musik: aber nicht auf plumpe oder marktschreierische Art. Nein, bei ihr driftet alles mehr in die sinnlichere Richtung ab. Auf ihrem dritten Album «Sweep me away» verschmilzt FREDRIKA STAHL gekonnt Pop mit Jazz. Das macht sie so clever, dass sich der kundige Hörer öfters mal an NORAH JONES oder KATIE MELUA erinnert fühlt. Von Abkupfern kann aber nicht die Rede sein – dafür hören sich die Songs der Skandinavierin zu eigenständig an.
STAHL singt vertonte Träume – die meist gut gelaunt daherkommen, immer in Bewegung sind und sich gerne mal zu Bergen voller Pathos vor einem auftürmen. Und nicht nur bei der Singleauskopplung «Rocket Trip to Mars» – mit zuckersüssen Vocals, gestreichelten Gitarren und stampfendem Rhythmus – wandelt die Sängerin auf den Spuren der Norwegerin MARIT LARSEN. Kein Wunder also, dass die Karriere unseres neuen Lieblings-Nordlichts von Anfang an von Erfolg gekrönt war. Ihre erste CD «A Fraction of You» (2006) erklomm gleich die Spitze der VIRGIN-Jazz-Charts – direkt vor der letzten Platte von NORAH JONES. Der Nachfolger «Tributaries» (2008) war nicht weniger erfolgreich. Und jetzt tingelt die hübsche Eisprinzessin bereits mit ihrer dritten CD durch die Lande. Die Kritik verneigt sich vor «Sweep me Away» und schwärmt von «einem Album, welches das Genre des Pop-Jazz neu definiert».
Texte und Melodien fliessen einfach aus ihr heraus. Inspiriert wird sie von ihrem Umfeld. Bei den vielen Liebesliedern muss ihr Freund aber für viel Stoff herhalten...? Sie lacht und ihre grossen Augen blitzen beim Treffen mit dem TREND-MAGAZIN-Reporter: «Es gibt keinen Mann in meinem Leben.» Woran liegt das? Sie seufzt: «Wahrscheinlich bin ich immer zu kurz an einem Ort: Mein Job treibt mich ständig von einer Stadt in die nächste. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu kompliziert…» So wirkt sie allerdings nicht. STAHL wärmt ihre langen, schlanken Finger an einem Teeglas. Sie sieht zufrieden aus. «Das bin ich auch. Ich lebe meinen Traum – und das schon eine ganze Weile.»
Die Vergleiche mit NORAH JONES und Co. irritieren sie allerdings schon ein bisschen. «Weil ich nicht in Schubladen denke. Ich mache einfach nur Musik.» Und was für welche: Also nichts wie hin, «In my Head» auf dem Player antippen – und mit einem Lächeln durchs Wohnzimmer tanzen. So wirkt der düstere Herbst gleich eine Spur freundlicher.
Album: «Sweep me Away» (Sony)
fredrika-stahl.web.waycom.net/f/
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