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Geschrieben von Matthias Haller
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Mittwoch, 12. Oktober 2011 |
SO EINFACH, SO GENIAL!

«Fruit Ninja» ist einmal mehr der Beweis, dass es oftmals die simpelsten Spiele sind, die am meisten Spass machen. Nachdem der Titel schon auf dem iPhone für Furore gesorgt hat, dürfen sich nun auch Kinect-Besitzer einen Obstsalat zurecht schnetzeln. Wieso wir so begeistert von der Fruchtorgie sind, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Das Spielprinzip von «Fruit Ninja» ist schnell erklärt: Hau alles was irgendwie nach Frucht aussieht zu Brei, und versuche den Highscore zu knacken. Was auf dem iPhone schon Spass gemacht hat, läuft in der Kinect-Version für Microsofts XBOX 360 zur Höchstform auf. Anstatt mit dem Finger über den Bildschirm zu Wischen ist hier nämlich voller Körpereinsatz gefragt. Endlich machen sich die zahlreichen Stunden bezahlt, die ich mit Jackie-Chan-Filmen verbracht habe, denn die Moves lassen sich im Spiel prima umsetzen.
Ich kann Kung-Fu
Von unten hüpfen Welle um Welle verschiedene Früchte ins Bild, die man mit Händen und Füssen zerteilen muss. Dadurch sammelt man Punkte für sein Highscore-Konto, und gewiefte Spielernaturen sorgen durch Kombos gleich noch für Extrazähler. Hin und wieder hüpft einem auch eine Spezialfrucht vor die Handkante. So löst man z.B. einen wahre Früchteflut aus, aktiviert eine Zeitlupe oder einen Punktemultiplikator. In Acht nehmen sollte man sich jedoch vor Bomben, die entweder Punktabzug, oder im Klassikmodus gar das sofortige Spielende bedeuten. In bester Kung-Fu-Manier boxt man sich so durch die umherfliegenden Früchte, was je nachdem extrem stylish oder wild und witzig rüberkommt. Die Abfrage der Bewegungen erfolgt dadurch überwiegend sehr exakt und genau, nur selten erkennt der Kinect-Sensor eine Handbewegung falsch oder gar nicht. Insgesamt hat man es sprichwörtlich selbst in der Hand, ob man trifft oder nicht.
Macht süchtig
Was jetzt vielleicht nach unmotivierter Rumfuchtelei vor dem Fernseher klingt ist in der Praxis eines der süchtig machensten Spielprinzipe, die mir seit langem untergekommen sind. Das man dabei noch etwas für sein Figur tut ist dabei ein netter Nebeneffekt. Nach einer Stunde Kung-Fu-Moves in Richtung Fernseher schmettern ist der Muskelkater in den Armen am nächsten Tag entsprechend ausgefallen, aber mehr Spass hat mir selten ein Training gemacht. Ausserdem ist «Fruit Ninja» genau der richtige Titel, wenn man sich mal abreagieren will. Während der Klassikmodus extrem fordernd ist, und ein falscher Schlag das Ende der Runde bedeuten kann, kann man z.B. im Arcade-Modus innerhalb eines Zeitlimits draufhauen bis der Arzt kommt. Heftig wird es im Herausforderungsmodus, der sich dann eher an Profis richtet. Schon eine der ersten Herausforderungen verlangt einen Score von 200 Punkten, was alles andere als einfach ist. Ausserdem darf sogar zu zweit mit oder gegeneinander antreten, man muss nur aufpassen, dass man seinen Mitspieler nicht aus Versehen ausknockt!
Fazit: «Fruit Ninja»gehört für mich zu einem der besten Kinect-Titel überhaupt. Das Spielprinzip und der Sensor scheinen wie für einander gemacht. Der Suchtfaktor ist enorm hoch, das Gameplay simpel, aber motivierend und der Preis von 800 Microsoft-Points geht gerade noch als günstig durch. Wer sich den Kinect-Titel «The Gunstringer» kauft, erhält «Fruit Ninja» sogar gratis dazu. Von mir gibt’s eine absolute Empfehlung, schon allein deswegen weil der Titel absolut Party-tauglich ist und bei der Punktejagd gegen Freunde sogar noch mal ein Spass-Schippe drauflegt.
«Fruit Ninja»; Geschicklichkeit; Xbox LIVE Acrade; (Halfbrick / Microsoft)
Wertung: 90%
+ Einfacher Einstieg
+ Enorm motivierend
+ Coole audiovisuelle- Effekte
+ Absoluter Party-Renner
+ Einfache und schwierige Spielmodi
+ Spielen trainiert die Arme gleich mit
- Könnte etwas günstiger sein (800 MS Points)
- Bewegungserkennung im Menü zu sensibel


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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 11. Januar 2012 )
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