Aktuelle Ausgabe
Das aktuelle TREND MAGAZIN:
Hier online
Wer ist online
Aktuell sind 19 Gäste Online
Besucher: 9577268
Archive
-
Dezember, 2009
-
November, 2009
-
Oktober, 2009
-
September, 2009
-
Juli, 2009
-
Juni, 2009
-
Mai, 2009
-
April, 2009
-
März, 2009
-
Februar, 2009
|
Home TREND Journal Games GREEN LANTERN: RISE OF THE MANHUNTERS
|
GREEN LANTERN: RISE OF THE MANHUNTERS |
|
Geschrieben von Matthias Haller
|
|
Donnerstag, 14. Juli 2011 |
AUF DEN SPUREN VON KRATOS

Ende Juli kommt die erste Verfilmung des DC Comics „Green Lantern“ in die Kinos. Da darf die obligatorische Videospielumsetzung natürlich nicht fehlen. Kenner wissen, dass Filmversoftungen meist eher mittelmässig daherkommen. Im diesem Artikel erfahrt ihr, wie sich die Grüne Laterne so schlägt.
Das Spiel erzählt eine eigene Geschichte, die nach der Handlung des Films einsetzt. Hal Jordan, alias Green Lantern, ist bereits Mitglied des Green Lantern Corps, einer Art intergalaktischen Friendenspolizei mit übernatürlichen Kräften. Diese verleihen ihnen Ringe, die alles erschaffen können, was sich ihr Träger vorstellt. Leider hatten die Entwickler wohl keinen solchen Ring, sonst hätten sie eine Videospielumsetzung schaffen können, die nicht ganz so durchwachsen ist.
Angriff der Klonkrieger
Ohne grosse Umschweife wirft einen das Spiel direkt in die Action, als nämlich gerade die namens gebenden Manhunters auf dem Heimatplaneten der Lanterns einfallen. Diese Roboterwesen gleichen sich wie ein Ei dem anderen und beeindrucken vor allem durch ihr schiere Anzahl. Schnell wird klar, wie der Hase in diesem Spiel läuft, den viel mehr als von Plattform zu Plattform laufen und die immer wieder neu erscheinenden Gegner zu Brei zu kloppen, ist nicht nötig. Das Kampfsystem gestaltet sich mit zwei Angriffknöpfen, , einem zum Greifen, einem zum Blocken und einem Analogstick zum Ausweichen denkbar einfach. Aber Moment mal, woher kenn ich diese Spielmechanik nur? Ach ja, genau, vom guten alten „God of War“, den hier haben sich die Macher kräftig bedient. Das beginnt bei besagter Spielmechanik, geht über grüne, weisse und blaue Orbs, die man sammeln kann und endet in der standardmässigen Quicktime-Sequenz, mit der man einem Zwischen- oder Endgegner die letzte Ölung verpasst. Dies alles aber ohne jemals die Klasse eines „God of War“-Gemetzels zu erreichen, sei es nun in optischer oder spielerischer Hinsicht.
Ein Ring sie zu knechten
Was Green Lantern dem Kriegsgott voraus hat ist sein Ring, mit dem er allerlei nützliche Dinge herbeizaubern kann. So wachsen ihm gigantische Fäuste, die selbst einen Klitschko aus den Latschen hauen würden, es erscheint eine monströse Gatling-Gun, die die Feinde durchsiebt, oder man lässt ein paar Minen erscheinen, die bei Gegnerkontakt für ordentlich Zunder sorgen. Jeweils vier dieser Gebilde genannten Extras kann man sich auf die linken und rechten Schultertasten legen und so nach Bedarf abrufen. Dies kostet jedoch Ringenergie, man sollte seine Specials also mit Bedacht einsetzen. Aufgelockert wird die Haudrauf-Action von kleinen Flugeinlagen, wo man in bester Arcade-Shooter-Manier Gegner im All ins Kreuzfeuer nimmt. Das Ganze ist eine nette Idee, spielt sich aber, wie auch die Einsätze zu Fuss, irgendwie recht hakelig, unübersichtlich und vor allem undynamisch.
Nicht nur Grün
Grafisch kommt der Titel extrem bunt daher, und greift die Optik der Kinovorlage auf. Die Charaktere, inkl. Ryan Reynolds als Green Lantern, wurden gut umgesetzt, und auch die Levels an sich geizen nicht mit Reizen. Insgesamt bewegt sich „Green Lantern“ auf mittlerem Niveau, reisst mit seiner Präsentation keine Bäume aus, leistet sich aber auch keine all zu grossen Schnitzer. Lediglich die Effekte und Explosionen fallen im Vergleich zu einem „InFamous 2“ doch recht unspektakulär aus. Auch den Soundeffekten fehlt es etwas an Wucht. Dafür ist die Sprachausgabe gut gelungen, wenn ich mich nicht täusche sogar mit den Originalstimmen aus dem Film. Wer eine 3D-Glotze zu Hause hat, darf sich den Titel auch mit Tiefenwirkung reinziehen, zumindest auf der PS3. Wie sich das Ganze mit der zweiten 3D-Variante mit Rot-Grün-Brille spielt, haben wir nicht ausprobiert, aber man darf davon ausgehen, dass der Effekt keinesfalls auch nur annähernd an echtes 3D herankommt.
Fazit: „Green Lantern“ reiht sich in die Tradition von Spiel-zu-Film-Umsetzungen ein, bei denen deutlich mehr drin gelegen wäre, letztendlich aus bekannten Spielelementen aber einfach eine durchwachsene Kopie zusammen geschustert wurde. Hat man alles schon gesehen und meist eben auch deutlich besser umgesetzt. Das Vermöbeln der immer gleichen Gegner wird schon nach kurzer Zeit extrem monoton, da können auch die Teils viel zu schwachen Spezialattacken (Gebilde) nicht viel dran ändern. Für jüngere Spieler und Hardcore-Comic-Fans könnte der Titel vielleicht noch unterhaltsam sein, für gestandene Gamer und Action-Fans hat es da draussen aber weitaus bessere Alternativen. Etwas spassiger ist der Koop-Modus für zwei Spieler, aber das reisst es dann auch nicht mehr wirklich ruas. „Green Lantern: Rise of the Manhunters“ somit zwar kein Totalausfall, aber weit von einem Hit entfernt.
„Green Lantern: Rise of the Manhunters“; Actiom; PS3-Version (XBOX 360, 3DS, DS, Wii); (Double Helix / Warner Interactive)
|
|
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 14. Juli 2011 )
|
|
|