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Geschrieben von Matthias Haller
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Mittwoch, 21. Dezember 2011 |
WAFFEN SIND MEIN GEMÜSE

Schon länger versucht Curtis «50 Cent» Jackson auch als Schauspieler Fuss zu fassen, doch der ganz grosse Durchbruch war ihm bisher nicht vergönnt. Weshalb er auch mit der Direct-DVD-Veröffentlichung «Gun» keine Oscar-Nominierung abräumen wird, erklären wir in diesem Review.
Inhalt: Detroit im Strudel der Gewalt
Für Rich läuft es gut in Detroit, seine illegalen Waffen finden reissenden Absatz. Entsprechend droht die Gewalt auf den Strassen zu eskalieren, weshalb die Polizei mit drastischen Mitteln gegen die Hehler vorgehen will. Gemeinsam mit dem FBI schleusen die Cops den abgehalfterten Ex-Häftling Angel in Richs Organisation, um den Waffenhändlerring zu unterwandern und letztendlich auszuheben. Angel ist ein alter Freund von Rich, und da er diesem einmal das Leben gerettet hat, hat er leichtes Spiel in den gut abgeschirmten Kreis aufgenommen zu werden. Doch Angel verfolgt auch eigenen Pläne, den Rich hat, ohne es zu Wissen, das Leben von Angels Frau auf dem Gewissen. Der verschafft sich seinerseits nach und nach immer mehr Vertrauen, um seinen alten Weggefährten schliesslich für den Mord büssen zu lassen. Doch der richtige Zeitpunkt um den skrupellosen Waffenhändler Rich auszuknipsen will genau abgepasst werden, sonst könnte Angel am Schluss selbst zum Opfer werden. Und die Gesetzeshüter haben natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden…
Fazit: Ich geb’ mir die Kugel
Rapper 50 Cent als Waffen-Rowdie zu inszenieren scheint auf der Hand zu liegen, hat er selbst schon getan und funktioniert auf den ersten Blick auch recht gut. Die Rolle des skrupellosen Gangsters wurde ihm auf den Leib geschrieben, gut genug um schauspielerische Defizite zu kaschieren – zumindest in den meisten Fällen. Val Kilmer zum Ausgleich an Fiddys Seite zu stellen war da ein kluger Schachzug gewesen. Oder besser gesagt wäre – wenn der deutlich gealterte Kilmer nicht mit der Präsenz einer Schlaftablette durch den Film dümpeln würde. Uninspiriert, unterfordert und gelangweilt murmelt er seine Einzeiler vor sich hin und fügt sich wohl in sein Schicksal, ab jetzt nur noch in B-Movies mitzuspielen. Der Plot an sich kann mit seiner teils überraschenden Wendung noch Punkten, hätte aber bei der Inszenierung deutlich mehr Pep vertragen können. So ist ein Film auf TV-Niveau entstanden, dessen einziger Hingucker 50 Cents sexy Freundin ist, gespielt von der extra scharfen AnnLynne McCord. Böse Zunge behaupten, dass der Rapper das Drehbuch so anpassen liess, damit er auch eine Sexszene mit McCord absolvieren darf. So ein Schlingel. Dass er bei «Gun» auch als Produzent in Erscheinung getreten ist, hatte wohl doch seine Vorteile.
Originaltitel: „Gun“; Action, Thriller, USA 2010 (Universal); Regie: Jessy Terrero; Darsteller: Curtis (50 Cent) Jackson, Val Kilmer, James Remar, AnnLynne McCord, Charles Malik Whitfield; Dauer: 82 min; Bildformat: 1,78:1 (16:9); Ton: Dolby Digital 5.1 (D, GB); Untertitel: Deutsch


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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 11. Januar 2012 )
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