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Geschrieben von Matthias Haller
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Mittwoch, 29. September 2010 |
 DAS BESTE «HALO» ALLER ZEITEN!
Von Fans und Kritikern herbeigesehnt dürfen wir nun im neusten Teil der beliebten «Halo»-Reihe ein letztes Mal in den schweren Panzer eines Spartan-Soldaten schlüpfen. Und auch wenn es nicht derjenige der Videospielikone Master Chief ist, so wartet in «Halo: Reach» ganzes grosses Kino auf Shooter- und Actionfans.
Als Mitglied des Noble-Teams müssen wir helfen die letzte Verteidigungslinie auf dem Planeten Reach aufrecht zu erhalten. Leichter gesagt als getan, den die Alieninvasoren setzen alles ein, was ihr Waffenarsenal hergibt. Doch einen letzten Hoffnungsschimmer gibt es, in Form einer Ausserirdischen Intelligenz, die «Halo»-Veteranen nur allzu gut kennen sollten. Details zur mit Wendungen gespickten Story, die einen bis zum dramatischen Finale konstant bei der Stange hält, wollen wir hier aber nicht verraten. Die Geschichte macht schliesslich einen grossen Teil der Spielerfahrung aus. Dem steht der geniale Soundtrack in nichts nach, der das mit wuchtigen und stimmungsvollen Orchesterklängen umschmeichelt und massgeblich zur dichten Atmosphäre beiträgt.
Auch in Sachen Gameplay lässt sich «Halo: Reach» nichts zu Schulden kommen, und überzeugt mit der Serientypischen hervorragenden Spielbarkeit. Egal welche Waffe man gerade im Anschlag trägt, Dank der leichten Zielhilfe hat man auch im grössten Eifer des Gefechts immer alles unter Kontrolle. Und die Feuergefechte mit den Aliens verlangen euch einiges ab. Wer einfach in Rambomanier drauflos stürmen zu können, der sieht den Game-Over-Bildschirm schneller als er Plasmageswehr sagen kann. Die KI weicht euren Schüssen gekonnt aus, versucht euch zu flankieren, oder flieht in einem aussichtlosen Kampf auch schon mal, um Hilfe zu holen. Aber auch die KI-Kumpanen des Noble-Teams, mit dem ihr die meiste Zeit unterwegs seit, macht einen ordentlichen Job und steht euch mit viel Feuerpower zur Seite. Trotzdem steht und fällt ein Gefecht letztendlich mit eurem Einsatz und Geschick, alles andere wäre ja auch langweilig.
Hin und wieder darf man sich auch hinters Steuer eines Fahrzeugs klemmen. Neben den bekannten Warthog-Jeeps, warten auch Helikopter und Quads, sowie Panzer und diverse Aliengleiter darauf bedient zu werden. Ein Highlight unter den Vehikel-Missionen bildet sicher der Ausflug ins All, den man mit einem gewaltigen Raumgleiter bestreitet. Der Weltraumtrip bietet nicht nur ordentlich was fürs Auge, sondern macht auch spielerisch einiges her und ist eine willkomme Abwechslung vom Shooter-Alltag.
Ein Prise Taktik kommt durch die neuen Fähigkeitssymbole ins Spiel, von denen man immer nur eines bei sich tragen kann. Diese sorgen dafür, dass man z.B. für kurze Zeit schnell Sprinten, eine Jetpack anwenden, einen Abwehrschild errichten oder sich unsichtbar machen kann. Eine Symbol verleiht einem sogar die Fähigkeit sich in ein massives Energieschild zu hüllen, an welchem sich sogar Fahrzeuge die Zähe ausbeissen und in sämtliche Einzelteile zerlegt wird, wenn man versucht über den Anwender rüberzufahren. Es will in jedem Fall gut überlegt sein welche Fähigkeit man mit sich trägt, da der wohlüberlegte Einsatz einem das Leben in den zahlreichen Shootouts durchaus erleichtern kann.
Auch wenn «Halo: Reach» technisch nicht ganz mit der aktuellen Grafik-Avantgarde mithalten kann, so sehen vor allem die Licht- und Explosionseffekte durchweg schick aus. Auch die Animationen und Sprachausgabe bewegen sich auf oberem Niveau und im Vergleich zu «Halo 3» habe sich die Deutschen Synchronsprecher wirklich gemacht, plump eingesprochene Einzeiler gehören somit zum Glück der Vergangenheit an. Als Sahnehäubchen oben drauf gibt es dann wieder die gelungen Coop- und Mehrspielermodi, die einen auch noch nach Beenden der relativ kurzen Kampagne lange bei der Stange halten sollten.
Fazit: Mit «Halo: Reach» liefert Entwickler BUNGIE den bisher besten Teil der Serie ab, der nicht nur alle Vorzüge der Vorgänger vereint, sondern auch einen würdigen Abschluss der Sage darstellt. Technisch nicht mehr ganz auf der Höhe, macht der First Person Shooter durch die kinoreife Inszenierung, die spannenden Story und die einwandfreie Spielbarkeit wieder einiges wett. Und mit den Mehrspielermodi sollte man auch noch lange nach Abschluss der ca. 6-8 Stunden daurnden Kampagne seinen Spass haben.
«Halo: Reach»; First Person Shooter; XBOX 360; (Bungie/Microsoft)
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. September 2010 )
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