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Home TREND Journal Games HUNTED: SCHMIEDE DER FINSTERNIS
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HUNTED: SCHMIEDE DER FINSTERNIS |
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Geschrieben von Matthias Haller
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Donnerstag, 16. Juni 2011 |
Zwei wie Pech und Schwefel
Ungleiche Charaktere bringen immer einen gewissen Sympathiebonus mit, seien es nun Dick & Doof, Tom & Jerry oder Bud Spencer & Terence Hill. Mit E’lara und Caddoc setzt auch das Koop-Gemetzel „Hunted“ auf genau solch ein Paar.
Die Welt von „Hunted: Schmiede der Finsternis“ ist düster, trostlos und unheilvoll. Bösartige Kreaturen verschleppen die Bewohner im ganzen Land. Wohin und weshalb? Dies herauszufinden ist der Auftrag des Söldnerduos E’lara und Caddoc. In der Hoffnung auf Ruhm und Reichtum stürzen sie sich in ein blutiges Abenteuer, bei dem vor allem zahlreiche Kämpfe gegen Dämonen aller Grössen und Formen auf dem Programm stehen.
Aufgabenteilung
„Hunted“ ist, auch wenn man es sehr gut alleine Spielen kann, als Koop-Erfahrung angelegt. Während die Elfe E’lara mit ihrem Bogen vor allem für Beschuss aus dem Hintergrund prädestiniert ist, sorgt Caddoc als alter Haudrauf bei den Gegnern direkt vor Ort für rollende Köpfe. Zwar stehen beiden Kämpfern Nah- und Fernwaffen zur Verfügung, doch der jeweilige Spezialist auf seinem Gebiet setzt diese deutlich effektiver ein. Caddoc darf zudem Zauber gegen seinen Widersacher einsetzen, dafür hat E’lara so nützliche Tricks wie explosive Pfeile auf Lager. Spielt man alleine, so übernimmt der Computer die Steuerung des Mitstreiters, und verrichtet dabei einen ordentlichen Job. An bestimmten Punkten im Spiel lassen sich die Charakter auf Wunsch auch wechseln. Zieht man jedoch mit einem Freund ins Schlachtengetümmel, dann verleiht das der Sache erwartungsgemäss gleich eine ganz andere Dimension.
Zähes vorankommen
So oder, gekämpft wir in „Hunted“ am laufenden Band und hier und da artet das Ganze in richtige Arbeit aus, weil sich die Gegner entweder so gut verschanzt haben oder einen in nicht enden wollenden Wellen zu überrollen versuchen. Das Kampfsystem ist zwar sehr simpel gehalten, erfordert jedoch eine gewisse Taktik. Wer einfach drauflos stürmt und versucht mit stupidem Button Mashing die Dämonenschar ins jenseits zu befördern, stirbt den digitalen Bildschirmtod öfters als ihm lieb sein wird. Vielmehr gilt es im Nahkampf zum richtigen Zeitpunkt zu blocken, um dann mit einer Konterattacke für Ruhe zu sorgen. Steckt man einen Treffer kostet dies enorm viel Lebensenergie, weshalb durchaus Vorsicht geboten ist.
Charmant aber rau
Technisch ist „Hunted“ genau wie seine beiden Hauptprotagonisten: charmant aber rau. Die Grafik basierend auf der Unreal 3 Engine war wohl nicht die beste Wahl um natürliche Umgebungen auf den Bildschirm zu zaubern. Zwar weisst der Titel einen eigenständigen Stil auf, doch insgesamt kann es „Hunted“ nicht mit aktuellen Rollenspielhits und Grafikperlen aufnehmen. Dafür sind die Texturen einfach zu grob, und unübersehbare Clippingfehler hinterlassen ebenfalls einen schalen Nachgeschmack. Leider sind auch die witzigen Dialoge zwischen E’lara udn Caddoc, die viel zur Atmosphäre beitragen, oft nicht lippensynchron. Dabei können sich die deutschen Sprecher durchaus hören lassen, da haben wir in anderen Spielen schon viel Schlimmeres auf die Ohren bekommen. Lag es an fehlender Zeit oder war man einfach schlampig? Man weiss es nicht, jedenfalls wird der Titel in technischer Hinsicht nicht dem Potenzial gerecht, das dem Spiel nicht abzusprechen ist.
Fazit: „Hunted: Schmiede der Finsternis“ bietet solide Actionkost ohne nennenswerte Highlights, was sowohl das Gameplay als auch die Technik betrifft. Der Koop-Modus macht da einiges wieder wett, und auch die KI des Mitstreiters im Solomodus sorgt für Spielspass, auch wenn gerade keine Mitspieler zur Verfügung steht. Verschiedene Waffen und Zauber, sowie die Möglichkeit mit Upgrades einen wahren Kampfrecken zu erschaffen, sorgen für Tiefe, ohne dabei zu kompliziert zu geraten. Wer sich die Zeit bis zum neuen „Herr der Ringe“-Actiontitel verkürzen will und technischen wie inhaltlichen Mängel nicht ganz so eng sieht, könnte sich „Hunted“ durchaus mal näher ansehen oder spätester als Budget-Titel abgreifen.
„Hunted: Schmiede der Finsternis“; Action, Hack&Slay; XBOX-360-Version (PS3, WIN PC); (inXile Entertainment / Bethesda Softworks)
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