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Geschrieben von Juerg Kilchher
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Freitag, 04. März 2011 |
SIE ROCKT EWIG
Wie damals vor 27 Jahren in Lausanne zu Beginn ihrer Weltkarriere startete Kim Wilde am 19. Februar im NEUEN THEATER SPIRGARTEN Zürich ihre aktuelle Tournee in der Schweiz. Auch wenn die blonde Haarpracht mittlerweile auf einem runderen Gesicht im Winde weht, hat die Engländerin von der ersten Minute an gezeigt, dass sie rocken will und kann. Die ersten 40 Minuten waren geprägt von Ausschnitten aus dem Comebackalbum «Come Out and Play» und einer rasanten Aneinanderreihung weniger bekannter Rocksongs aus ihrer langen Karriere. Diese wurden mit einer Wucht und ohne Atempause von ihrem Bruder RICKY WILDE und der fünfköpfigen Band gespielt, während KIM auf der Bühne, die ohne grossen Schnickschnack war, selbstbewusst und textsicher ihr erstes Konzert nach einer langen Pause fehlerfrei absolvierte.
Die «Kids in America» (und Europa) sind mittlerweile erwachsene Fans geworden und so erstaunt es nicht, dass sich im nicht ausverkauften Saal Nostalgiegefühle breitmachten. Die Engländerin wurde von der ersten Minute an so herzlich empfangen, dass sie von einer «lovely surprise» sprach und dann gleich im zweiten Teil den Saal zum in der Hand hatte mit allen 1980ies-Hits von denen «View from the Bridge» als Höhepunkt des Abends galt. Dieser offenbarte KIMs Stärke: Drei Minuten Rock mit einem Schuss Pop, vorgetragen von einer Frau, die immer noch gut bei Stimme ist, und einer spielfreudigen Band. Das Schweizer Publikum bekam an diesem Konzert, was es wollte; Spass und dank der Kraft des Rocks für 90 Minuten ein Vergessen des eigenen Alters.
Album: «Come Out and Play» (Sony); www.kimwilde.com
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