Aktuelle Ausgabe
Das aktuelle TREND MAGAZIN:
Hier online
Wer ist online
Aktuell sind 9 Gäste Online
Besucher: 9123257
Archive
-
Dezember, 2009
-
November, 2009
-
Oktober, 2009
-
September, 2009
-
Juli, 2009
-
Juni, 2009
-
Mai, 2009
-
April, 2009
-
März, 2009
-
Februar, 2009
|
Home TREND Journal Movies & TV Movies & TV
|
Geschrieben von Angelo Tomasone
|
|
Montag, 06. Februar 2012 |
DIE WIEDERGEBURT EINES BLÖDELMEISTERS

Agent JOHNNY ENGLISH – auch bekannt als ROWAN ATKINSON oder MR. BEAN – wird nach acht Jahren Blödelpause endlich wieder gejagt – diesmal unter anderen von einer mörderischen Putzfrau. Seine Mission: ein Komplott gegen den chinesischen Premierminister verhindern.
Vom Agenten zum Mönch und zurück
Einst war JOHNNY ein toller Agent des britischen Geheimdienstes MI-7. Doch nachdem er vor Jahren bei einer heiklen Mission kläglich gescheiter war, floh ENGLISH in die Berge von Tibet, wo er nach innerer Ausgeglichenheit suchte und bis heute mitten in der Ausbildung zum Kampfmönch steckt.
Erst als ihn eines Tages eine Nachricht der neuen MI-7-Chefin Pegasus (GILLIAN ANDERSON) erreicht, scheint er wieder so richtig aufzuleben. Denn in China soll es eine Verschwörung geben, die es dringend zu verhindern gilt. Und offenbar kommt da nur einer in Frage: JOHNNY ENGLISH.
Putzende Killerin
Eine alte, chinesische Putzfrau – ausgestattet mit urkomisch-möderischem Blick und einem Hightech-Staubsauger als Superwaffe – taucht in diesem Film gleich mehrmals auf. Sie treibt den schusseligen Titelhelden immer wieder in äusserst peinliche Situationen. Wobei der Fremdschämeffekt nicht zu verhindern ist. Und irgendwie scheint die rüstige Senior-Killerin die Show schleichend zu übernehmen, während sie zum «geheimen» Highlight des Filmes avanciert. Sorry JOHNNY! Trotzdem: Über das Ganze gesehen ein unterhaltsamer, spassiger Film für die ganze Familie. Und sowieso: Eingefleischte BEAN-Fans werden nicht darum herumkommen – wenn sie den Film nicht schon im Kino gesehen haben – sich dieses Spektakel wenigstens auf DVD reinzuziehen.
Originaltitel: «JOHNNY ENGLISH – REBORN»; Komödie/Grossbritannien 2011 (Universal); Regie: OLIVER PARKER; Darsteller: ROWAN ATKINSON, DANIEL KALUUYA, DOMINIC WEST, ROSAMUND PIKE, GILLIAN ANDERSON; Dauer: 101 Min.; Bildformat: 2,40:1 Anamorph Widescreen; Ton: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch); Untertitel: D, GB, DK, FIN, N, S, TRK

|
|
Letzte Aktualisierung ( Montag, 06. Februar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Shqipe Sylejmani
|
|
Donnerstag, 02. Februar 2012 |

Drama; (Artpixfilm) DE 2010
Kinostart: 26.1.
Eine Geschichte wie aus einem modernen und traurigen Märchen. Arben ist verliebt in Etleva, doch selbst als diese schwanger wird, verlangt ihr Vater 10’000 Euro, um seinen Segen für eine Hochzeit zu geben. Arben beschliesst, nach Deutschland zu reisen, um das Geld zu erarbeiten. Dort lernt er den Ernst des Lebens eines Migranten kennen. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, begrenzt auf seine Nationalität, der sich durch die Machenschaften und Intrigen der Mafia kämpft, um seine grosse Liebe heiraten zu können. Er verliert sein Auge, sein Gewissen und zuletzt, seine Liebe selbst. Die kulturelle Vielfalt ergänzt die Dramatik des Films und Arbens, der sich verzweifelt und ohne Halt den Weg in ein glückliches Leben zu ebnen versucht. (shs)
Regie: JOHANNES NABER; 105 min
|
|
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 02. Februar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Matthias Haller
|
|
Mittwoch, 01. Februar 2012 |
BESSERES 3D ALS IN «AVATAR»

MARTIN SCORSESE («Shutter Island») war bisher ja eher für Erwachsenenkost im Kino bekannt. Mit «Hugo» schickt der Starregisseur nun seinen ersten familientauglichen Film ins Rennen, hochkarätig besetzt und natürlich in echtem 3D.
Der Waisenjunge Hugo Cabret lebt verborgen hinter den Gemäuern eines Pariser Bahnhofs im Jahre 1931. Seit dem tragischen Tod seines Vaters, eines begnadeten Uhrmachers, wohnt Hugo auf dem Dachboden hinter der grossen Bahnhofsuhr und anstatt die Schule zu besuchen, führt er die Tradition seines Vaters fort: Er kümmert sich um alle Bahnhofsuhren und hält sie in Schuss. Dabei muss er sich vor dem strengen Stationsvorsteher und dessen bissigem Hund in Acht nehmen. Als Erinnerungsstücke an seinen Vater sind ihm derweil ein rätselhaftes Notizbuch und ein kaputter Roboter geblieben. Hugo lebt nun zwischen Uhren und mysteriösen Notizen, bis er eines Tages auf die neugierige Isabelle stösst, die sein Leben auf magische Weise verändert: Mithilfe von Isabelle und ihrem mürrischen Grossvater kommt er einem aussergewöhnlichen Geheimnis auf die Spur, das seine Herkunft und sein Schicksal für immer verändern wird…
Wenn JAMES CAMERON behauptet, dass der Film die beste Verwendung von 3D sei, die er je erleben durfte und seinen Filmhit «Avatar» sogar in den Schatten stelle, dann darf man wahrlich grosses Kino erwarten. Und SCORSESE wird schon dafür sorgen, dass sein Kinomärchen nicht zum reinen Schauwert verkommt. Dafür sprechen die Buchvorlage, das hervorragende Ensemble und nicht zuletzt die bisherigen Arbeiten des Regiealtmeister.
Fantasy, Romanze; (Paramount) USA 2011
Kinostart: 9. Februar
Regie: MARTIN SCORSESE
Darsteller: ASA BUTTERFIELD, CHLOE MORETZ, BEN KINGSLEY
Web: www.hugomovie.com
|
|
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 02. Februar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Angelo Tomasone
|
|
Freitag, 27. Januar 2012 |
SÜSS, UNSCHULDIG, TÖDLICH

Die 16-jährige Hanna (SAOIRSE RONAN) wurde von ihrem vermeintlichen Vater (ERIC BANA) irgendwo in der Wildnis Finnlands aufgezogen und zur perfekten Killerin ausgebildet. Bei ihrer Rückkehr in die Zivilisation erfährt sie nach und nach, wer sie wirklich ist und warum eine gewisse Marissa Wiegler (CATE BLANCHETT) versucht, sie und ihren Vater umzubringen …
Totale Stille, schneebedeckter Wald, ein bewaffnetes Mädchen und ein ahnungsloser Hirsch. Nur wenige Augenblicke später beginnt eine rasende Jagd quer durch den Wald und endet mitten im Schnee, wo der Hirsch schnaubend zusammenbricht. «Ich habe dein Herz verfehlt», sagt Hanna fast emotionslos, als sie sieht, dass das Tier noch lebt. Dann greift sie nach ihrer Waffe, ziehlt und – BOOM!
Von der Waldhütte in die grosse weite Welt
Hanna lebt zusammen mit ihrem Vater abgelegen in einer kleinen Waldhütte. Sie heizen mit Holz und ernähren sich hauptsächlich von Wild. Und wenn ihr Vater sie nicht gerade in verschiedenen Sprachen unterrichtet, bringt er ihr das Kämpfen und Töten bei. Doch Hannas Drang, die Welt zu sehen, zurückzukehren in die Zivilisation, wird immer stärker. Und auch ihr Vater will sie schlussendlich, obwohl es ihm schwer fällt, nicht davon abhalten. Denn genau auf diesen Moment hat er sie 16 Jahre lang vorbereitet. – Auf einer actionreichen Reise quer durch Europa muss sie sich schliesslich gegen eine gefährliche Geheimdienstlerin und deren Killerbande zur Wehr setzen. Dabei macht sie aufregende wie auch erschütternde Erfahrungen in einer ihr vollkommen unbekannten Welt.
Grossartige Jungdarstellerin
Mal kindlich, zerbrechlich und naiv. Dann wiederum kämpferisch und grausam. Die junge Schauspielerin SAOIRSE RONAN spielt ihre Rolle brillant. Zwischen Angst, Überlebenswille und verträumter Poesie verleit sie dem Film meisterlich einen einmaligen Charakter – obwohl einige Story-Stränge im Grunde weder komplett neu noch äusserst komplex sind.
Abwechslungsreich und «chemisch»
Regisseur JOE WRIGHT lässt diesen 30-Mio.-Dollar-Streifen spielerischer, spannender und abwechslungsreicher aussehen als manch anderer Blockbuster. Ob zärtlich langsam, schmerzhaft brutal oder absurd komisch, WER IST HANNA? wird keine Sekunde langweilig. Dazu kommt der ziemlich geniale Entscheid, für die Umsetzung der Filmmusik die CHEMICAL BROTHERS ins Boot zu holen. – So verschmelzen Bild und Ton zu einer absolut packenden Einheit.
Originaltitel: «HANNA»; Action-Thriller/Deutschland, Grossbritannien, USA 2011 (Sony Pictures); Regie: JOE WRIGHT; Darsteller: SAOIRSE RONAN, CATE BLANCHETT, ERIC BANA, JASON FLEMYNG, TOM HOLLANDER, OLIVIA WILLIAMS; Dauer: 107 Min.; Bildformat: 2,40:1 Anamorph Widescreen; Ton: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch); Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch

|
|
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 02. Februar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Matthias Haller
|
|
Mittwoch, 18. Januar 2012 |
TIERISCHER SPASS
ODER VIEL ZU AFFIG?

In seiner neuesten Komödie verschlägt es Kevin «The King of Queens» Smith in einen Zoo der besonderen Art. Denn die Tiere hier können nicht nur sprechen, nein, sie erweisen sich auch als Experten in Sachen Liebe. Ob der Klamauk an Erfolge wie «Hitch» oder «Der Kaufhauscop» anschliessen kann, verraten wir in unserem DVD-Review.
Griffin Keyes liebt Tiere und die Tiere lieben ihn. Doch seit er von der Dame seines Herzens ein Korb der üblen Sorte bekommen hat, fristet der Tierpfleger ein eher tristes Dasein im Franklin-Zoo. Deshalb beschliesst der gutherzige Mann sich neuen Aufgaben zu stellen, was unter den Tieren des Zoos Panik auslöst. Auf keinen Fall wollen sie ihren Lieblingspfleger gehen lassen und beschliessen deshalb ihr grösstes Geheimnis zu offenbaren: sie können sprechen. Ihr Plan ist es Griffin mit Rat und Tat beizustehen, um das Herz seiner Verflossenen zurückzugewinnen. Davon erhoffen sich die tierischen Liebesratgeber, dass Griffin wieder zufrieden ist und seinen Job im Zoo behält. Zunächst scheint der Plan auch aufzugehen, doch die animalische Brautwerbung hat auch so ihre Tücken…
Dann lieber «King of Queens»
Kevin James ist ein Publikumsliebling, und auch ich bin bekennender Fan des Sympathie-Bolzen. Kaum einer verkörpert die Rolle des liebenswerten Losers so überzeugend, man leidet und freut sich einfach mit der Humorkugel mit, wenn er einmal mehr von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Ein Formel an der man seit dem Serienhit «King of Queens» festhält, und die so langsam Ermüdungserscheinungen zeigt. «Der Zoowärter» ist Smith’s bisher schwächster Film, da der Humor all zu oft in billigen Slapstick ausartet. Sich einfach mal gepflegt auf die Fresse zu legen ist ja schön und gut, aber hier wirkt das Ganze doch arg aufgesetzt und einfach nicht lustig. Ein paar nette Lacher hat der Film sicher zu bieten, man merkt schon das ADAM SANDLER seine Finger im Spiel hat, aber insgesamt fehlt einfach der Biss, das Ganze wird zu familienkompatibel und kindgerecht präsentiert. Die visuellen Effekte sind zudem auch nicht über alle Zweifel erhaben, dazu kommt die mehr als durchwachsene deutsche Synchro, die mit zum schlechtesten gehört, was es in einem Film in letzter Zeit auf die Ohren gab. Mario Barth als Komiker ist ja schon kaum erträglich, aber als Stimme des kleine Äffchens geht er einfach gar nicht. Aber zum Glück gibt es ja auch eine Originaltonspur…
Hardcore-Fans von Kevin Smith und die ganz kleinen Zuschauer unter den Kinofans dürften sicher ihren Spass mit «Der Zoowärter» haben. Alle anderen hoffen wie ich, dass der «King of Queens» mit seinem nächsten Film wieder zur alten Hochform zurückfindet und verzeihen im diesen Ausrutsche angesichts seiner bisherigen Leistungen.
Originaltitel: „The Zookeepter“; Familienkomödie, USA 2011 (Sony); Regie: Frank Coraci; Darsteller/Sprecher: Kevin James, Sylvester Stallone, Adam Sandler, Rosario Dawson, Cher; Dauer: 98 min; Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1); Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 5.1), Holländisch (Dolby Digital 5.1); Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Holländisch; Bonusmaterial: Lachen ist ansteckend - Versprecher, Bernie der Gorilla, Die pelzigen Hauptdarsteller, Die Entstehung der visuellen Effekte - Die Tiere

|
|
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. Januar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Angelo Tomasone
|
|
Montag, 16. Januar 2012 |
JEDES GEHEIMNIS
HAT SEINEN PREIS

Der hochkarätig besetzte Psychothriller –
unter anderen mit Oscar-Preisträgerin Helen Mirren – rund um den
berüchtigten Kriegsverbrecher Dieter Vogel ist mehr als ein packendes
Drama. Abgründig, actionreich, mitreissend.
Eine heikle Mission
Die unerfahrene Mossad-Agentin Rachel Singer – gespielt von Jessica
Chastain – plant zusammen mit zwei jungen Kollegen, den sadistischen
sogenannten «Chirurg von Birkenau» zu entführen. Die spektakuläre
Mission im Auftrag des israelischen Geheimdienstes soll Vogel nach
Israel schaffen und dort vor Gericht bringen. Doch die Operation
verläuft nicht ganz reibunglos.
Haferbrei und Psychospielchen
In einem Geheimversteck in Ostberlin halten sie den Chirurgen
schliesslich tagelang gefangen, während sie auf Unterstützung warten.
Für Vogel ist dies willkommene Zeit, um seine Kidnapper gekonnt
gegeneinander auszuspielen. Mit psychopathischen Aussagen schockiert und
peinigt er sie, lässt seinen Judenhass deutlich raushängen. Da hilft
dann auch der maulstopfende Haferbrei nichts mehr, mit dem die Agenten
ihn zwangsfüttern. – Als ob deren Dreiecksbeziehung nicht schon
kompliziert genug wäre …
… 30 Jahre später
Rachels Tochter hat ein Buch über die Erlebnisse ihrer Mutter
geschrieben, bei dessen Vorlesung auch einer der beiden Kollegen von
damals anwesend ist. Kurz darauf erfährt die Ex-Agentin vom Tod des
zweiten Agenten. Und als ein Mann behauptet, der totgeglaubte Doktor zu
sein, muss Rachel – gespielt von Helen Mirren – sich ihrer Vergangenheit
stellen …
Präziser Schnitt & Co.
Die Art und Weise wie Regisseur John Madden diese mitreissende und
gleichzeitig niederschmetternde Geschichte erzählt, scheint mir fast ein
Geheimrezept zu sein. Die genauen Zutaten sind schwierig zu
analysieren. Trotzdem stechen einzelne besonders hervor: Präzise
Schnitte, perfektes Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, tolle
Besetzung mit schauspielerischer Hochbegabung sowie auf den Punkt
passend inszenierte Dialoge, Musik- und Geräuschkulissen. Was will man
mehr?
Originaltitel: «The Dept»; Drama, Grossbritannien/USA 2010
(Universal); Regie: John Madden; Darsteller: Helen Mirren, Jessica
Chastain, Sam Worthington, Jesper Christensen, Tom Wilkinson, Marton
Csokas, Ciarán Hinds; Dauer: 109 Min.; Bildformat: 2,40:1 Anamorph
Widescreen; Ton: Dolby Digital 5.1 (D, GB, F); Untertitel: D, GB, F, NL,
TRK

|
|
|
Geschrieben von Angelo Tomasone
|
|
Montag, 16. Januar 2012 |
KAMPF UM DEN THRON

Nachdem der Akkadier Mathayus im Blockbuster «The Scorpion King» einen triumphalen Aufstieg zum König schaffte, wurde uns im DVD-Prequel «The Scorpion King 2» sein beschwehrlicher Weg zum Krieger aufgezeigt. Jetzt folgt das dritte Abenteuer der «Mumie»-Spin-off-Reihe. Jedoch erneut nur als Direct-to-DVD-Produktion. Zurecht.
Ein Gorilla gegen fünfzig Schimpansen
Das Reich des einst grossen Scorpion King ist zerfallen, seine geliebte Königin eines der zahlreichen Opfer der Pest geworden. Und da ihm nun nichts mehr bleibt, wofür er leben will, beschliesst Mathayus in Ehren zu sterben – auf der Jagd nach Söldnergold.
Da kommt dem Akkadier eines gerade recht: Der mächtigste König der Welt steht im Streit um den Thron mit seinem Bruder. Und um diesen aufzuhalten, heuert er unseren (Ex-)Scorpion-Krieger an. Zur Unterstützung bekommt Mathayus einen vorlauten Söldner zugewiesen, den er zu Beginn ziemlich passend, wie ich finde, als «Affe» bezeichnet. Denn die Idee, mit der «Gorilla-Taktik» gegen den Tyrannen-Bruder des Königs vorzugehen, stammt von genau diesem pummeligen Störenfried …
Magische Effekte
Durch das Buch der Toten werden drei Geisterkrieger aus der Unterwelt gerufen, um im Kampf gegen unsere Helden anzutreten. Dabei gibt es eine Handvoll überraschend gute Special-Effects zu erleben. Das ist dann aber auch schon die Krönung der Effekte in diesem Film. Was wohl unter anderem auch dazu geführt hat, dass dieser Teil wie sein Vorgänger nicht im Kino gezeigt wurde.
Köstliche Wortwitze
An einigen Stellen musste ich lauthals loslachen. Nicht, weil die Dialoge zu einfach gestrickt oder völlig billig wären, sondern weil mich ein paar unerwartete und durchaus köstliche Aussagen über die schlechte Story hinwegschauen liessen. Zum Beispiel: «Pinkel mir nicht auf den Kopf und behaupte, es würde regnen!» oder «Hat man dir in den Weinschlauch geschifft?».
Auch ganz witzig fand ich den Kommentar des «Gorilla-Söldners», direkt nach einem Zwei-gegen-zehn-Kampf: «Das war lustig, fast hätte ich geschwitzt!». Da kam mir doch glatt Asterix und Obelix in den Sinn.
Muskelprotz und Kobra
Als Partnerin wird dem muskelbepackten Hauptdarsteller – dieses Mal von Victor Webster gespielt – wie schon bei den ersten beiden Filmen eine asiatisch angehauchte Schönheit zur Seite gestellt. Und auch auf das Geturtel zwischen den Beiden müssen wir nicht verzichten. Doch keine Bange, der Film hat auch reichlich an Action zu bieten; ich würde meinen, deutlich mehr davon, als von einer spannenden Geschichte. Immerhin: Kampfkunst-Fans und Liebhaber starker Frauen kommen beim Anblick der geschmeidigen Kriegerin Kobra bestimmt auf ihre Kosten.
Originaltitel: «The Scorpion King 3: Battle for Redemption»; Action, Abenteuer, USA 2012 (Universal); Regie: Roel Reiné; Darsteller: Victor Webster, Ron Perlman, Billy Zane; Dauer: 101 min; Bildformat: 1,78:1 Anamorph Widescreen; Ton: Dolby Digital 5.1 (D, GB, TRK); Untertitel: D, GB, DK, FIN, N, S, TRK

|
|
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 25. Januar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Matthias Haller
|
|
Mittwoch, 21. Dezember 2011 |
WAFFEN SIND MEIN GEMÜSE

Schon länger versucht Curtis «50 Cent» Jackson auch als Schauspieler Fuss zu fassen, doch der ganz grosse Durchbruch war ihm bisher nicht vergönnt. Weshalb er auch mit der Direct-DVD-Veröffentlichung «Gun» keine Oscar-Nominierung abräumen wird, erklären wir in diesem Review.
Inhalt: Detroit im Strudel der Gewalt
Für Rich läuft es gut in Detroit, seine illegalen Waffen finden reissenden Absatz. Entsprechend droht die Gewalt auf den Strassen zu eskalieren, weshalb die Polizei mit drastischen Mitteln gegen die Hehler vorgehen will. Gemeinsam mit dem FBI schleusen die Cops den abgehalfterten Ex-Häftling Angel in Richs Organisation, um den Waffenhändlerring zu unterwandern und letztendlich auszuheben. Angel ist ein alter Freund von Rich, und da er diesem einmal das Leben gerettet hat, hat er leichtes Spiel in den gut abgeschirmten Kreis aufgenommen zu werden. Doch Angel verfolgt auch eigenen Pläne, den Rich hat, ohne es zu Wissen, das Leben von Angels Frau auf dem Gewissen. Der verschafft sich seinerseits nach und nach immer mehr Vertrauen, um seinen alten Weggefährten schliesslich für den Mord büssen zu lassen. Doch der richtige Zeitpunkt um den skrupellosen Waffenhändler Rich auszuknipsen will genau abgepasst werden, sonst könnte Angel am Schluss selbst zum Opfer werden. Und die Gesetzeshüter haben natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden…
Fazit: Ich geb’ mir die Kugel
Rapper 50 Cent als Waffen-Rowdie zu inszenieren scheint auf der Hand zu liegen, hat er selbst schon getan und funktioniert auf den ersten Blick auch recht gut. Die Rolle des skrupellosen Gangsters wurde ihm auf den Leib geschrieben, gut genug um schauspielerische Defizite zu kaschieren – zumindest in den meisten Fällen. Val Kilmer zum Ausgleich an Fiddys Seite zu stellen war da ein kluger Schachzug gewesen. Oder besser gesagt wäre – wenn der deutlich gealterte Kilmer nicht mit der Präsenz einer Schlaftablette durch den Film dümpeln würde. Uninspiriert, unterfordert und gelangweilt murmelt er seine Einzeiler vor sich hin und fügt sich wohl in sein Schicksal, ab jetzt nur noch in B-Movies mitzuspielen. Der Plot an sich kann mit seiner teils überraschenden Wendung noch Punkten, hätte aber bei der Inszenierung deutlich mehr Pep vertragen können. So ist ein Film auf TV-Niveau entstanden, dessen einziger Hingucker 50 Cents sexy Freundin ist, gespielt von der extra scharfen AnnLynne McCord. Böse Zunge behaupten, dass der Rapper das Drehbuch so anpassen liess, damit er auch eine Sexszene mit McCord absolvieren darf. So ein Schlingel. Dass er bei «Gun» auch als Produzent in Erscheinung getreten ist, hatte wohl doch seine Vorteile.
Originaltitel: „Gun“; Action, Thriller, USA 2010 (Universal); Regie: Jessy Terrero; Darsteller: Curtis (50 Cent) Jackson, Val Kilmer, James Remar, AnnLynne McCord, Charles Malik Whitfield; Dauer: 82 min; Bildformat: 1,78:1 (16:9); Ton: Dolby Digital 5.1 (D, GB); Untertitel: Deutsch


|
|
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 11. Januar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Matthias Haller
|
|
Dienstag, 13. Dezember 2011 |
VERSCHLUMPFT IN NEW YORK

Im Kino war die Realfilmadaption von «Die Schlümpfe» ein voller Erfolg, jetzt ist das erste abendfüllende Abenteuer der blauen Kultzwerge auch auf DVD und Blu-ray erhältlich. TREND-MAGAZIN-Filmredaktor Matthias Haller hat einen Ausflug nach Schlumpfhausen gemacht und kommt mit überraschenden Neuigkeiten zurück.
Inhalt: Vom Zauberwald in die grosse Stadt geschlumpft
Das Leben der Schlümpfe könnte so idyllisch verlaufen, den ganzen Tag nur Singen, Tanzen und sich des Lebens erfreuen. Doch tief im Wald haust Gargamel mit seiner Katze Azrael, und der böse Magier hat nur ein Ziel: die Schlümpfe fangen und vernichten. Eines Tages entdeckt er den geheimen Zugang zum Dorf der blauen Zwerge und sorgt mit seinem Erscheinen für mächtig Wirbel. Die meisten Schlümpfe können sich in Sicherheit bringen, doch Papa Schlumpf und ein paar seiner Kinder purzeln durch ein magisches Tor direkt in den Central Park von New York. Gargamel und Azarel sind der Truppe jedoch dicht auf den Versen, doch sowohl Verfolger als auch Flüchtenden müssen sich in der ungewohnten Umgebung erst einmal zurecht finden, was jede der Fraktionen auf ihre ganz eigentümliche Weise schafft. In einem New Yorker Pärchen finden die Schlümpfe Verbündete, die sie bei ihrem Kampf gegen den bösen Zauberer und beim Versuch wieder zurückzukommen tatkräftig unterstützen. Doch die Zeit sitzt den blauen Reisenden unerbittlich im Nacken…
Fazit: Überraschend schlumpfig und selbstironisch
Peyo, der geistige Vater der Schlümpfe, hat mit den blauen Zwergen etwas erschaffen, was Generationen rund um den Globus begeisterte. Mit dem Mix aus Realfilm und Animation hat man nun versucht diesen Zauber in die Moderne zu transportieren, und das Experiment ist gelungen. Dabei profitiert der Film ordentlich vom Sympathiebonus, den vermutlich die meisten Zuschauer für das Original hegen. Für Fans und Kenner bietet der Film dann auch genug Anspielungen und Insider-Witze, um auch Erwachsene solide zu unterhalten. Hin und wieder gibt sich Familienspass überraschend selbstironisch und teilweise sogar etwas zottig, was zumindest ich so nicht erwartet hätte, aber genau der richtig gewählte Weg war, um das absurde Abenteuer zu verkaufen. Mit einem Augenzwinkern dürfen wir erleben, was passieren würde, wenn die Schlümpfe in einer modernen Metropole auf Grossstädter treffen und wie sich Problem auch einfach mal mit einem Lied auf den Lippen lösen lassen. «How I Met Your Mother»-Star Neil Patrick Harris macht in seinem ersten erfolgreichen Kinofilm seit langem eine gute Figur, auch wenn seine Darstellung nur all zu oft an seinen mittlerweile zum Kultcharakter avancierten Barney Stinson aus der Erfolgsserie erinnert. Hank Azaria legt sich hingegen so richtig ins Zeug und stiehlt mit seiner Performance als Gargamel selbst den animierten Schlümpfen die Show. Zusammen mit seinem Sidekick, der Katze Azrael, sorgte er für die meisten Lacher und haucht der Comicfigur auf überdrehte aber passende Art Leben ein. Insgesamt ist der Kinoauftritt der Schlümpfe jetzt nicht Oscar-verdächtig, funktioniert als Familienfilm aber sehr gut. Und das für DVD-Verhältnisse üppige Bonusmaterial rundet den guten Gesamteindruck stimmig ab. Neben einem kleinen Minispiel finden Fans hier interessante Infos zur Entstehungsgeschichte und einige witzige Anekdoten von Hank Azaria, der z.B. erklärt weshalb er seiner Version von Gargamel einen osteuropäischen Akzent verpasst hat.
Originaltitel: „The Smurf’s“; Familienkomödie, USA 2011 (Sony); Regie: Raja Gosnell; Darsteller: Neil Patrick Harris, Jayma Mays, Sofia Vergara, Hank Azaria; Dauer: 98 min; Bildformat: 16:9 Widescreen (1.78:1); Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1, Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch für Sehgeschädigte (Dolby Surround); Untertitel: Deutsch, Englisch, Hindi, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte; Bonusmaterial: SCHLUMPFIGE SPECIAL FEATURES: Voll verschlumpft, Happy Music-Montage, Gargamel total, DIE SCHLÜMPFE: Vom Comic zur Leinwandgröße», Finde DIE SCHLÜMPFE" Spiel: Finde so viele versteckte Schlümpfe, wie Du kannst, um die meisten Schlumpfbeeren zu ergattern!

|
|
|
Geschrieben von Matthias Haller
|
|
Donnerstag, 08. Dezember 2011 |
MASKERADE HOCH FÜNF

Olli Diettrich ist begnadet darin alltägliche Charaktere schauspielerisch auf den Punkt zu bringen, zumindest in Form von Sketchen oder seiner vielumjubelten Pseudo-Doku «Dittsche». Zusammen mit Katja Riemann hat er dieses Konzept nun versucht auf die Leinwand zu transportieren. Ob das Experiment funktioniert hat oder nicht, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Inhalt: Fünf Rollen, zwei Akteure
Liebe ist relativ, so die Message des Films, in dem in Episoden die Liebeseskapaden von fünf völlig unterschiedlichen Paaren erzählt werden. Schrullige Charaktere wie ein Möchtegern-Yogi und seine Schülerin, ein Fahrlehrer und seine Ehefrau oder ein Imbissbudenbesitzer und eine Hygienekontrolleurin liefern den Stoff aus dem Liebesgeschichten gemacht werden – einfach von der mit Hindernissen gespickten Sorte. In sprunghaften Szenen erleben wir, dass die Liebe manchmal ungewöhnliche Wege geht. Ungewöhnlich ist dann auch die Besetzung des Films, denn in den fünf männlichen und weiblichen Hauptrollen sind ausschliesslich Katja Riemann und Olli Diettrich zu sehen, auch wenn man dies nicht immer sofort merkt.
Fazit: Tolle Masken, aber nichts dahinter
«Die Relativitätstheorie der Liebe» krankt an einem Problem, dass auch die besten Schauspieler und die tollsten Maskenbildner der Welt nicht wett machen können, nämlich einem lahmen Drehbuch. Klar, in Sachen Verwandlungsfähigkeit der Hauptdarsteller geben sich weder die Schauspieler noch die Makeup-Crew eine Blösse. Man muss schon genau hinschauen, um Riemann und Diettrich unter ihrer zweiten Haut wiederzuerkennen. Leider werden die beiden in eine unglaublich belanglose Geschichte geworfen, bei der Mann immer auf den grossen Lacher hofft, aber der leider niemals kommt. Die Story plätschert ohne Highlight vor sich hin und lebt einzig und allein von den Makeup-Effekten seiner beiden Hauptdarsteller. Das würde als Sketch sicher sehr gut funktionieren. Als abendfüllende Kinounterhaltung ist dies allerdings nicht der Fall. Wer jetzt auf den Humor von Olli Diettrich total abfährt und sich auch mit Katja Riemann anfreunden kann, immerhin zeigen hier beiden durchaus ordentliche Schauspielkunst, der könnte mit dem Film durchaus seinen Spass haben. Wer allerdings ein Gagfeuerwerk erwartet sollte sich darauf gefasst machen, dass er eher eine humoristisch angehauchte Charakterstudie serviert bekommt, die richtig deftige Schenkelklopfer leider grössten Teils vermissen lässt. Alles in allem sicher kein wirklich schlechter Film, aber einer, von dem man durchaus mehr erwartet hätte. Das Potenzial zur Kultkomödie wäre definitiv vorhanden gewesen, wurde aber leider nicht umgesetzt.
Originaltitel: «Die Relativitätstheorie der Liebe»; Komödie; D 2010 (Universal); Regie: OTTO ALEXANDER JAHRREISS; Darsteller: KATJA RIEMANN OLLI DITTRICH; Dauer: 92 min; Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1); Ton: Dolby Digital 5.1 (D); Untertitel: D für Hörg.; Bonusmaterial: Featurette «Maskenbild», Die Verwandlung von Katja Riemann und Olli Dittrich, Entfallene Szenen, Verpatzte Szenen, Hinter den Kulissen, Interviews mit Cast & Crew- Kinotrailer

|
|
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 11. Januar 2012 )
|
|
|
Geschrieben von Graziella Putrino
|
|
Montag, 05. Dezember 2011 |
Jolly Molly...

Ganz elegant, auf einem roten Kissen,
überreicht der Schlossdiener seiner Majestät, The Queen of England,
ihren Jolly Molly, damit auch sie, in königlichem Gemache, einen
beson-deren Teil ihres Intimbereiches bis zum souveränen Hochgenuss
durchvibrieren darf.
Diese ist eine der letzten Szenen vom Film „Hysteria“. Bis zum Moment,
wo der Jolly Molly der Queen überreicht werden kann, muss der junge
Arzt, welcher von den gestandenen älteren Kollegen als Greenhorn und
gegen den Strom schwimmend ausgelacht wird, mit der Entlassung aus einem
Lazarett und einem nicht gerade fördenden Arbeitszeugnis, sich auf der
Suche nach einem neuem Arbeitsumfeld machen. Die älteren Semester der
Ärzte gedenken aber keineswegs, sich von einem Neuling in der Medizin,
in Sachen Hygiene, Keime und Ansteckungskrankheiten, belehren zu lassen
und gewähren dem leidenschaftlichen Mediziner keinerlei Möglichkeit, am
Krankenbett tätig zu werden.
Auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Arbeitsumfeld, stösst der
junge Arzt Mortimer Granville (Hugh Dancy) auf Dr. Robert Dalrymple
(Jonathan Pryce). Als gestandener Arzt hat er einen sehr guten Ruf.
Zudem gilt er als vermeintlicher Frauen-Experte und ist der erste,
welche die Frauen mit der Neu-Diagnose Hysterie behandelt. Die Symptome
sind meistens Traurigkeit, Geschlagenheit, Depressionen, launisches
Verhalten und Aggressivität. Der erfahrene Arzt besteigt mit seinem
trainierten Zeigefinger „den kleinen Hügel“ der Frauen und befreit sie
immer mehr von ihren Symptomen.
Als er in beiden Händen von Krämpfen von diesen medizinischen Massage am
Kitzel geplagt wird, findet Mortimers medizinische Laufbahn als
unerwarteten Partner von Dr. Dalrymple und als Schwiegersohn in spe
einen Durchbruch und eine Festanstellung. Die Frauen stehen stundenlang
Schlange, um sich vom charmanten Mortimer therapieren zu lassen.
Mortimer fühlt sich aber als Menschenhelfer berufen und will alle
Kranken behandeln und nicht nur ein sorgeloses Leben führen. Dies behagt
Dr. Dalrymple nicht. Als Mortimer wegen einer akuten
Sehnenscheideentzüdung gezwungen wird eine Schiene zu tragen, gelingt
ihm das Therapie-ren mit dem linken Zeigefinger zur Unzufriedenheit
einer der betuchtesten Patientin nicht.
Dr. Dalrymple entlässt Mortimer fristlos. Seine Verlobung mit der
jüngeren Tochter Dr. Darlymple nimmt auch ein unbefriedigendes Ende.
Wieder ohne Arbeit und mit einer akut schmerzenden Hand,tut Mortimer
sich mit seinem alten Freund und Wissenschaftler Edmund St. John-Smythe
zusammen. Dieser experimentiert mit der Elektrizität. Auf dem Sofa
seines Freundes setzt er das elektrische Staubenfederngerät – die
Erfindung seines Freundes- in Betrieb. Dabei spürt er an der Hand und am
ganzen Körper einen wohltuende Wirkung. Fasziniert von dieser Wohltat,
fühlt er sich beflügelt und beschliesst, dass dies die Lösung ist für
das Therapieren von hysterischen Frauen. Mortimer probiert die Wirkung
an der ehemalige Prostituierte Jolly Molly, welche sein
„Versuchska-ninchen“ vor dem Einsatz in der Praxis ist. Nach ihr benennt
er diesen Freudegerät.
Es dauert auch nicht lange, bis auch zwischen ihm und Emilys
fortschrittlicher und rebellen Schwester Charlotte (eine brillante
Maggie Gyllenhaal), welche einen ebenbürtigen Mann sucht und ebenfalls
gegen den Strom schwimmt und für die Rechte der Frau -gegen den Willen
ihres Vaters sich einsetzt- die Funken sprühen. Mortimer ist inzwischen
durch die Patentierung von Jolly Molly stinkreich geworden und setzt
sich stark für das Vorhaben Charlottes ein, ein Ärmenhaus mit Schule und
Klinik bauen zu lassen.
Der Film zeigt ohne einen Funken an Vulgarität eine Realität, welche
auch im Zeitalter der iPod und Internet in der Medizin nicht eingebüsst
hat. Denn, wenn viele Ärzte bescheidener wären, würden sie sich
zumindest selber eingestehen, dass die Medizin keine absolute
Wissenschaft ist und dass man in dieser Disziplin ständig Anfänger ist.
Somit das Etikettieren von vielen Krankheiten für den entsprechenden
Mensch nicht nur belastend sein kann, sondern ihn krank macht. So wie
einst die Frauen mit der Diagnose Hysterie, welche seit 1952 mit den
unverhältnisvollen Folgen abgeschaffen wurde.
Liebeskomödie; (Präsens) UK / FR / DE 2011; Kinostart: 12.1.
|
|
| | << Anfang < Vorherige 1 2 3 4 Nächste > Ende >>
| | Ergebnisse 1 - 31 von 94 |
|
|