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LOCNVILLE
Geschrieben von Michael Moser   
Donnerstag, 02. September 2010
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ELEKTRO-HIPHOP-ZWILLINGE STARTEN DURCH

ANDREW und BRIAN CHAPLIN wurden 1990 in New York geboren und wuchsen im südafrikanischen Cape Town auf. Der Band­na­me LOCNVILLE steht für ihre Jugend, welche sie in den beiden Städten verbrachten. In ihrer Heimat werden sie bereits wie
Göt­ter verehrt und nun versuchen sie den Sprung nach Europa. Das TREND MAGAZIN traf sie zu einem Gespräch.

locnville1.jpgTREND MAGAZIN: Ihr seid bereits gestern in Zürich angekommen. Hattet ihr die Mög­lichkeit, etwas von der Stadt zu sehen? – Glücklicherweise ging LARA (von der Platten­firma) mit uns abendessen und führte uns ein wenig durch Zürich. Wir unternahmen einen Spaziergang am See. Ihr habt wirklich eine wunderschöne Stadt.
Ist es im Vergleich zu Südafrika sehr unterschiedlich? – Die Art und Weise, wie die Stadt ausschaut, ähnelt sehr stark unserer Heimat Cape Town, allerdings sind die Leute anders als in Südafrika.
– Beschäftigter oder wie meint ihr das? – Nein, viel mehr, wie sich die Leute kleiden oder wie sie sprechen mit ihren diversen Akzenten. Die Architektur ist vergleichbar mit Südafrika.
Könntet ihr euch vorstellen, hier zu leben? – Auf alle Fälle. Es ist total hübsch hier.
In eurer Heimat seid ihr ja schon Megastars. Hattet ihr grossen Respekt vor dem Erfolg oder sogar Angst davor? – Klar hat man gröss­ten Respekt vor dem Erfolg oder gar Angst, da sich das Leben drastisch verändern kann. Der Erfolg ist aber hauptsächlich mit Auf­regung und Freude verbunden. Wir sind sehr aufgeregt momentan, weil wir noch nicht recht wissen, wie die Leute uns hier in Eu­ropa aufnehmen werden, gerade weil wir eventuell mit JUSTIN BIEBER verglichen werden, obwohl die Musik total unterschiedlich ist.
Wie hat sich der Kontakt mit euren Freunden verändert? – Leider drastisch. Gerade weil wir so viel reisen, bleibt uns spärlich Zeit, un­sere Freundschaften zu pflegen. Die Leute spie­len manchmal verrückt. Deswegen be­handeln uns unsere Freunde nicht mehr gleich, weil sie glauben, dass wir uns verändert haben.
Viele in unserem jungen Alter  betrinken sich gerne im Ausgang. Wie sieht das bei euch aus, wenn ihr an eine Party geht? Da ihr ja sehr bekannt seid, müsst ihr euch wohl benehmen. – Ja, auf alle Fälle müssen wir uns zusammenreissen, und es vergeht kein Tag, ohne dass wir dies von unserem Vater zu hören kriegen, dass wir einen anständigen Eindruck hinterlassen müssen. Wenn wir durch Clubs ziehen, können wir nicht mehr so viel trinken wie früher, und wenn man vielleicht ein, zwei Bier über den Durst getrunken hat, müssen wir uns zusammenreissen. Aber nur weil wir bekannt sind, können wir nicht einfach unser ganzes Leben zurückstecken.
Ihr verbringt mehr oder weniger jede erdenkliche Minute miteinander. Geht ihr euch nicht schrecklich auf die Nerven? – Obwohl wir zu viel Zeit zusammen verbringen, kommen wir gut miteinander aus. Da wir früher in einem kleinen Haus wohnten, mussten wir uns die ersten 18 Jahre ein Zimmer teilen und wir besassen schon immer die selben Freunde.
Welchen Künstler würdet ihr am liebsten auf seiner Tour unterstützen als Supportact? – Gute Frage. CALVIN HARRIS, MAGNETIC MAN oder FAITHLESS wären einige unserer Wunschkandidaten.
Konntet ihr die Fussball-WM mitverfolgen? – Leider konnten wir keinen Match live sehen, aber wir verfolgten die Spiele so gut wie möglich am Fernsehen.
Denkt ihr, es hat eurem internationalen Erfolg viel genutzt, dass die WM in Südafrika war? – Auf alle Fälle, da der Fernsehsender, der die Spiele ausstrahlte, einen Werbe­vertrag für einen Werbespot unterzeichnete, in welchem unser «Sun in my Pocket» ge­spielt wurde. Somit waren viele mit dem Song vertraut und trugen ihn in ihre Länder.
Euch wurde vorgeworfen, dass ihr nicht live singt. – Das stimmt, das mussten wir uns schon oft anhören. Sogar einige Fans, die an unsere Konzerte kamen, gaben solche State­ments von sich. In Wahrheit singen wir aber live. – Machen euch solche Gerüchte oder Vor­würfe nicht wütend? – Allerdings. Andrer­seits kann man es auch als Kompli­ment sehen, da wir unsere Sache so gut machen, dass man den Unterschied nicht bemerkt.
Wann werdet ihr für Konzerte in die Schweiz zurückkehren? – Sehr wahrscheinlich Ende Jahr oder zu Beginn 2011, je nachdem, wie es den Leuten gefällt.


Album: «Sun in my Pocket» (Sony)
www.locnville.com
 
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