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LOST PLANET 2
Geschrieben von Matthias Haller   
Dienstag, 14. September 2010
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«Never change a winning team!», heisst es doch so schön. Doch bei CAPCOM sieht man dies offenbar anders. Anstatt auf dem sehr guten Vorgänger aufzubauen, hat man in «Lost Planet 2» das Setting einer radikalen Veränderung unterzogen. Anstelle von Eiswüste gibt es jetzt Dschungellandschaft, und statt erfahrenen Einzelspielern kommen jetzt nur noch Coop-Freunde voll auf ihre Kosten.

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Wir erinnern uns: Der Planet E.D.N. III aus dem ersten Teil war eine einzige Eiswüste, die von den sogenannten Akriden bevölkert wurde. Die teils haushohen Viecher machten sich Thermalenergie zunutze, die auch die Basis für die Technologie der ortsansässigen Siedler und Piraten war. Nun, zehn Jahre später ist alles anders. Anstelle von Eis warten üppige Dschungellandschaften und staubtrockene Wüsten darauf, erkundet zu werden. Der weit entfernte Planet hat sich erwärmt und verändert. Was geblieben ist, sind die lästigen Piraten, die einfach keine Ruhe geben und auf E.D.N. III eine Herrschaft des Terrors lancieren. Als Mitglied einer Spezialeinheit werden wir also dorthin geschickt, um mal nach dem Rechten zu sehen. Natürlich bleibt unsere Ankunft nicht lange unbeobachtet und noch ehe wir es uns versehen, sind wir in Kämpfe mit den Piraten und der einheimischen Tierwelt verwickelt.
Man ist stets in einem Vierer-Team unterwegs, aber wenn es hart auf hart kommt, bleibt die Arbeit an euch hängen. Da die Levels, Aufgaben und vor allem Bossgegnerkämpfe voll auf Teamwork ausgelegt sind, kommt es von Anfang an zu Gameplay-technische Missständen. Wenn z.B. eine Stellung gegen Angreifer verteidigt werden soll, die aus allen vier Himmelsrichtungen auf euch einstürmen, eure Jungs aber ständig nur in eurer Nähe rumhopsen, dann wird das Spiel unnötig schwierig. Oder wenn es einen der gewaltigen Akriden zu erledigen gilt, während die anderen das Biest eigentlich ablenken sollten, dann stösst die KI schnell an ihre Grenzen. Stellen die Aufgaben mit weiteren Mitspielern eigentlich kein Problem dar, so werden sie alleine oft zur Geduldsprobe, und der Spielspass geht prompt in den Keller. Dabei macht der Titel doch so vieles richtig und bietet eigentlich alle Zutaten, die schon den ersten Teil so genial gemacht haben. Die Optik ist durchaus schick, die Explosionseffekte machen immer noch etwas her, und der Enterhaken bietet offenbar zusätzliche taktische Möglichkeiten. Dazu gesellen sich wieder allerlei Ballermänner und natürlich die mächtigen Vital Suits. Die Soundeffekte sind ebenfalls wieder druckvoll und satt abgemischt und bringen die Boxen gewaltig in Schwingung.
Wer auf der Suche nach einem guten Online- und Coop-Spiel ist, der macht mit diesem Titel nichts falsch. Wer sich allerdings auf einen Nachfolger zur Solokampagne des Vorgängers gefreut hat, wird vermutlich enttäuscht sein.

Third-Person-Action, XBOX-360-Version (PS3); (Capcom) 

 
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