|
Geschrieben von Matthias Haller
|
|
Freitag, 05. November 2010 |
VOM FAKE ZUM KINOFILM
Für das «Grindhouse»-Projekt mit QUENTIN TARANTINO drehte ROBERT RODRIGUEZ einen Fake-Trailer zu einem Film namens «Machete». Der stiess auf so viel Begeisterung bei den Zuschauern, dass er jetzt tatsächlich den Kinofilm dazu realisierte.
Machete hat nichts mehr zu verlieren. Drogenkönig Torrez tötet seine Familie und beinahe auch ihn selbst, weil er ihm als gefürchteter Ermittler der mexikanischen Bundespolizei gefährlich nahegekommen war. Machete flüchtet nach Texas, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch er findet sich wieder in einem Netz aus Korruption und Betrug. Der skrupellose Geschäftsmann Booth erpresst ihn, den rassistischen Senator McLaughlin zu erschiessen, sonst würde er Machete, der sich illegal in den USA aufhält, verpfeifen.
So nimmt der Mann mit dem unverwechselbaren Gesicht gegen seinen Willen an und läuft prompt in eine Falle. Er wird selbst Ziel eines zweiten Killers, alles soll danach aussehen, dass die Polizei ihn als Attentäter erschiesst. Nur knapp entgeht er dem Mordanschlag, doch Booth und eine Reihe Killer, darunter der unberechenbare Anführer einer privaten Grenzarmee, namens Von, sind ihm auf den Fersen. Machete kann nur überleben, wenn er die Verschwörung aufdeckt und
seinen Namen reinwäscht. Unerwartete Hilfe bekommt er von der schönen Einwanderungsbeamtin Sartana, gespielt von JESSICA ALBA, und der Revoluzzerin Luz. Und dann ist da noch der bibelfromme Padre, ein Priester, der sich besser auf Gewehre versteht als auf Bibelsprüche…
ROBERT RODRIGUEZ muss mittlerweile sehr grosses Ansehen in Hollywood geniessen, anders ist die Stardichte in diesem Film nicht zu erklären. Dabei ist er sich aber auch nicht zu schade, einige Achtzigerjahre-Ikonen wie STEVEN SEGAL oder DON JOHNSON zu reaktivieren, die hier nochmals ihren grossen Auftritt bekommen. Hauptdarsteller und Charakterfratze DANNY TREJO, bekannt aus unzähligen Nebenrollen, darf hier endlich mal gross aufspielen. Mit Gangstern kennt er sich ja gut aus, schliesslich war er nach eigenen Aussagen selbst mal einer.
|