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Home TREND Journal Games MARIO KART 7
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Geschrieben von Matthias Haller
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Dienstag, 06. Dezember 2011 |
UND DIE PANZER FLIEGEN WIEDER

TREND-MAGAZIN-Games Redaktor ist erklärter „MarioKart“-Fan der ersten Stunde und hat schon unzählige rote Panzer an willige Gegenspieler verteilt. Was er vom ersten 3D-Ableger der Serie hält und wie sich die Action-Raserei auf dem 3DS spielt, verrät er in diesem Review.
Es gibt kaum ein Spiel wo Freud und Leid so nah beieinander liegen wie bei „MarioKart“. Drei Runden lang führen und dann doch noch vom kompletten Feld überholte werden, weil irgend ein Spassvogel aus der letzten Reihe einen blauen Panzer abgefeuert hat, der Bekannterweise niemals sein Ziel verfehlt, gehört hier einfach zur Tagesordnung. Und dafür lieben die Fans das Spiel. Die Items sind das Salz in der Suppe des Rennspielspass und sorgen dafür, dass nicht immer der beste Fahrer gewinnt – eine Formel an der auch in „MarioKart 7“ nicht geschraubt wurde.
Alles (fast) beim Alten
Grosse Innovationen darf man von „MarioKart 7“ nicht erwarten, die Neuerungen liegen eher im Detail. So wählt man vor jedem Rennen oder Gran Prix einen der bekannten Charaktere aus dem Mario-Universum, Veteranen greifen hier gerne zu Lugi oder Hausdrache Yoshi, und entscheiden sich danach für einen fahrbaren Untersatz. Neu ist hier, dass man aus verschiedenen Chassis, Reifen und den neuen Lenkdrachen ein Gefährt ganz nach seinem Gusto zusammenbauen darf. Je nach Wahl tritt man dann mit einem Kart mit hoher Beschleunigung, hoher Endgeschwindigkeit oder guter Geländegängigkeit an.
Auf Kurs
Bei der Kursauswahl dürfen „MarioKart“-Fans aus dem vollen Schöpfen und freuen sich über teils bekannte aber überarbeitete, genauso wie über komplett neue Strecken. Allen gemein ist, dass sie gewohnt bunt und abgedreht daherkommen, zahlreiche Abkürzungen aufweisen und jeweils ein Thema zugrundeliegen haben. So rast man z.B. durch eine Rennarena, danach über arabische Dächer und später verschlägt es einen sogar unter Wasser. Dort fährt es sich nicht nur langsamer sondern das Wasser sorgt auch für ordentlich Trägheit bei den Karts. Witziger und auch deutlich rasanter geht es zu Sache, wenn man über eine Schanze springt und abhebt. In der Luft entfalten sich die erwähnten Drachen und man kann ordentliche Distanzen zurücklegen oder idealer Weise gleich ein Abkürzung einbauen.
7 auf einen Streich
Auch bei den Items gibt es Neuzugänge, und so gesellen sich zu den bekannten, blauen, grünen und roten Panzern, Bananenschalen, Sternen, Turbopilzen und Tintenfische auch bisher unbekannte Waffen. So kann man z.B. mit dem Waschbärschwanz Gegner wegfegen oder Angriffe abwehren, mit der Feuerblume kann man Feuerbälle auf seine Mitstreiter abfeuern und das Item in Form einer 7, sorgt dafür, dass man gleich sieben Gegenstände auf einmal zum Einsatz bringen darf – sofern sie einem nicht von einem anderen Fahrer vorher geklaut werden. Der überlegte und wohl dosierte Einsatz der Items ist oftmals entscheidend über Sieg oder Niederlage und sorgt für ordentlich Adrenalin. Wenn man einen zielsuchenden roten Panzer anfliegen sieht und es gerade noch schafft mit einer Banane abzuwehren, stellt sich das geliebte „MarioKart“-Feeling im Nu wieder ein.
Dies gilt auch für die Steuerung, die gewohnt exakt funktioniert und einem jederzeit die volle Kontrolle über sein Kart gibt. Profis dürfen durch geschickte Drifts wieder einen Miniturbo in zwei Stufen aufladen, der bei gezieltem Einsatz die nötigen Sekunden Vorsprung ermöglicht. Ausserdem wurde das Münzensystem wieder eingeführt. Je mehr der goldenen Geldstücke man einsammelt, desto schneller fährt man. Doch Vorsicht, wer getroffen wird verliert seinen Schatz wieder.
Online-Gaudi
Auch wenn „MarioKart 7“ durchaus auch im Einzelspielermodus eine gute Figur macht, so wird der Spielspass erst im Mehrspielermodus so richtig durch die Decke getrieben. Mit bis zu 8 Fahrer kann man sich im Onlinemodus gegen Mitspieler aus aller Welt die Panzer um die Ohren hauen. Abwechslung bietet der bekannte Ballonkampf, wo man sich in abgesteckten Arenen versucht mit Items den Gar auszumachen. Gerade dieser Modus taugt wirklich nur, wenn weitere Mitspieler am Start sind. Aber da muss man sich bei „MarioKart“ glaub keine Sorgen machen. Sogar der mittlerweile etwas betagte Teil für die Wii erfreut sich online nach wie vor einer grossen Fangemeinde. Juhu!
Fazit: „MarioKart 7“ bietet Fans der Serie genau das, was man von dem Titel erwartet, nämliche spassige und extrem kurzweilige Rennen auf fantasievoll gestalteten Kursen und mit dem gewissen Etwas: den Items. Die sorgen dafür das keine Partie wie die andere läuft und auch der schlechteste Einsteiger gegen absoluten Crack noch Land sieht. Die neue Fahrzeugauswahl, die neuen Items und nicht zu Letzt die neuen Strecken fügen sich hervorragend in die Reihe ein, auch grafisch macht die bunte Optik einiges her. Und erstmals in der Reihe darf man auch aus der Egoperspektive über die Kurse heizen, und dabei den 3DS wie ein Lenkrad neigen. Das funktioniert sogar recht gut, sofern man den 3D-Effekt ausschaltet. Alles in allem gibt sich „MarioKart 7“ keine Blösse und sorgt endlich wieder für neues Futter für die gigantische weltweite Fangemeinde.
„MarioKart 7“; Rennspiel; 3DS; (Nintendo)
Wertung: 86%
+ Steuert sich exakt und genau
+ Karts können konfiguriert werden
+ Neue Strecken machen einiges her
+ Neue Items fügen sich sehr gut ein
+ Insgesamt grosse Kursauswahl…
+ In sich stimmige bunte Optik
- … von der aber auch viele schon bekannt sind
- Gleichzeitiges Item Anhängen und Driften etwas schwierig
- Gegner zielen und treffen teils zu exakt
- In 3D nicht immer ideal spielbar

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 14. Dezember 2011 )
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