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Geschrieben von Dominique Zahnd
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Donnerstag, 01. April 2010 |
DIE SCHNUCKEL-ELFE, DIE AUS DER KÄLTE KAM
Hoch im Norden, wo sich Kobolde und Feen jeden Abend ein Gute-Nacht-Küsschen geben – dort lebt MARIT LARSEN. Die Norwegerin macht aus watteweichen Träumen wunderschöne Musik. Und seit ihrem Hit «If a Song Could Get Me You» liegt ihr ganz Europa zu Füssen.
Eisige Gebirgsketten, karge Hochebenen und tiefblaue Fjorde. Das ist Norwegen. In der Hauptstadt Oslo lebt eine halbe Million Menschen. Einer davon ist MARIT LARSEN: supersüss, zierliche Figur, glatte, braune Haare. Die 26-Jährige sieht aus wie 16. «Deswegen muss ich immer überall meinen Ausweis zeigen», sagt die Sängerin bei unserem Treffen in Basel. In die Rheinstadt ist sie gereist, um die Single und das gleichnamige Album «If a Song Could Get Me You» vorzustellen. Ein Best-of, dessen Songs von MARITs beiden norwegischen CDs «Under the Surface» (2006) und «The Chase» (2008) stammen. Geschrieben hat sie alles alleine.
Frühreif, das war die Skandinavierin. Natürlich musikalisch gesehen. Bereits mit fünf beherrschte sie Violine und Piano. Und dann fing die kleine Frau Larsen auch bald mit dem Songschreiben an. Ihre Vorbilder damals wie heute: Paul McCartney und Joni Mitchell. «Wegen dieser zwei Stars wollte ich auf die Bühne, nur wegen ihnen.» Bisher hat sie keinen der beiden näher kennengelernt. Aber Umgang mit anderen V.I.P.s ist die Sängerin dennoch gewohnt. Ansprechen tut sie ihre berühmten Kollegen aber nicht. «Weil mir das total peinlich ist...»
Die Musikerin ist auf einer Mission: Sie will die Leute berühren. Und das nicht nur in den nächsten zwei oder drei Jahren. LARSEN träumt von einer lebenslangen Karriere. «Weil ich noch jede Menge Songs in mir drinnen habe.» Das, was die Norwegerin im Studio aus den Boxen zaubert, ist verträumter Elfenpop. Mit unwiderstehlichen, zuckersüssen Melodien und cleveren, witzigen Texten. Doch wie wirkt das Ganze live? Wir haben ihr zugeschaut und waren begeistert. MARIT und ihre hochkarätigen Begleitmusiker hatten das Publikum im Basler VOLKSHAUS vom ersten Ton an im Griff. Souverän war die Sängerin und gut gelaunt. Zwischen den Songs trinkt sie Tee aus einem Riesenbecher, gluckst, kichert, zirpt und schmeisst sich auch mal weg vor Lachen. MARIT LARSEN, die geborene Entertainerin.
Auf der Bühne gibt sie sich facettenreich: Mal spielt sie die Melancholikerin, die Sensible oder das Gute-Laune-Bärchen. Verspielte Trennungslieder und dunkle Lovesongs singt sie – oft mit Xylofon- und Banjosounds verziert. Country schimmert durch und auch mal Folkpop. Mit ihrer zweiten Single «Under the Surface» hat MARIT auch bereits einen neuen Hit am Start. Die Menschen im Saal flippen aus, und sie freut sich, dass «Leute zu meinen Songs kochen, Autofahren und Babys machen». Als sie nach 90 Minuten als Schlusspunkt noch das langerwartete «If a Song Could Get Me You» anstimmt, erreicht die ohnehin gute Stimmung ihren Höhepunkt. «Ich komme wieder», verspricht die Norwegerin nach der Show. Hoffentlich doch!
Album: «If a Song Could Get Me You» (Sony)
www.maritlarsen.com
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