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MEL GIBSON
Geschrieben von Dominique Zahnd   
Freitag, 05. März 2010
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COMEBACK ALS KNALLHARTER COP

Sein letzter Leinwandauftritt liegt schon acht Jahre zurück. Jetzt stand MEL GIBSON (54) wieder vor der Kamera – für den düsteren Thriller «Edge of Darkness». Wir haben den Superstar getroffen.


mel-gibson.jpgAntisemitische Aussagen, Trunkenheit am Steuer und umstrittene Regiewerke wie «The Passion of the Christ» und «Apocalypto»: MEL GIBSON war in letzter Zeit mit eher unangenehmen Nachrichten in den Schlagzeilen. Mit Projekten wie dem Kinoremake der BBC-Serie «Edge of Darkness» soll sich das ändern. Der Australier spielt hier einen Helden wider Willen – wie in den meisten seiner Filme. Ob als Ex-Cop «Mad Max» in drei Filmen, als Detective Riggs in «Lethal Weapon» samt drei Fortsetzungen, als schottischer Widerstandskämpfer in «Braveheart» oder als Colonel Martin in «The Patriot» – auf die Rolle des Aussenseiters, der für sich selber einstehen muss, ist GIBSON abonniert. Da macht auch «Edge of Darkness» keine Ausnahme. Hier verkörpert er einen Ex-Polizisten, der den mysteriösen Mord an seiner Tochter untersucht und dabei selbst in Lebensgefahr gerät. Eine der brisantesten Szenen ist wohl die, in der seine Tochter direkt vor seinen Augen erschossen wird. Wie würde der achtfache Vater im richtigen Leben reagieren? «Das würde ich gar nicht erst zulassen. Deswegen habe ich eine Waffe im Nachttisch», sagt MEL GIBSON beim Treffen mit dem TREND-MAGAZIN-Reporter in Paris.

An «Edge of Darkness» hat ihn vor allem das clevere Drehbuch fasziniert. Und mit MARTIN CAMPBELL (2006, «Casino Royale») sass ein Könner im Regiestuhl, der weiss, wie man Action fesselnd einfängt. Gegen Ende hin wird der Thriller allerdings zunehmends brutaler und brutaler. Dort ein Kopfschuss, da eine aufgeschlitzte Kehle. Die Kamera weidet sich förmlich an diesen Schockszenen. Doch damit schliesst der Film auch irgendwo nahtlos an den Trend an, den GIBSON seit «Braveheart» konsequent verfolgt. Auch seine letzten beiden Streifen – «The Passion of the Christ» (2004) und «Apocalypto» (2006) – waren überraschend blutrünstig inszeniert. Der Schauspieler und Regisseur sieht das alles nicht so eng: «Ach, komm’ schon. Ich habe im Kino schon Deftigeres gesehen.» Und um seiner knallharten Linie treu zu bleiben, will er nun als Nächstes einen Wikingerfilm drehen. «Und zwar möchte ich die Wikinger zeigen, wie sie wirklich waren – wilde Tiere. Die Zuschauer sollen sich zu Tode erschrecken.» Die Hauptrolle spielt niemand Geringeres als Hollywoodstar LEONARDO DI CAPRIO. Warum gerade er? «Warum nicht? Er ist ein prima Schauspieler. Und so wie bei mir hat ihn die Welt garantiert nie zuvor gesehen – als verdammt ekliges Monster.»


Kino: «Edge of Darkness»; Thriller; (WB) UK/USA 2010; Start: 18.3.; Regie: MARTIN CAMPBELL; weitere Darsteller: CATERINA SCORSONE, RAY WINSTONE, DANNY HUSTON; Dauer: 126 mi
 
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