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MERIDA - LEGENDE DER HIGHLANDS (Wii)
Geschrieben von Robin Schwarz   
Donnerstag, 02. August 2012
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PRINZESSIN LÄSST DIE FETZEN FLIEGEN
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Am 2ten August startete der Kinofilm „Merida – Die Legende der Highlands“. Im dazugehörigen Spiel gibt es ein wenig Platforming, ein wenig Rätseln und viel Geballere.


Denkt man an Spiele zu Filmen, läuft es den meisten Gamern kalt den Rücken hinunter. So waren meine Erwartungen an „Merida – Legende der Highlands“ sehr tief. Dies hat sich zum Teil bestätigt, Spass hatte ich jedoch zu genüge.

Cutscene Time!

In den ersten zehn Minuten des Spiels wird man von Zwischenvideos überschwemmt. Zu gezeichneten Hintergrundbildern sprechen die Figuren darüber, was bisher geschah. Zum Glück zog sich das nicht durch das ganze Spiel, sonst wäre es schneller in die Verpackung zurückgewandert, als man das Wort „Cutscene“ aussprechen kann.

Mit der Kraft der Elemente

Merida trägt einen Talisman, mit welchem sie ihren Pfeilen Elementarkräfte verleihen kann. Erde, Feuer, Wind und Eis. Jeder Gegner ist gegen ein bestimmtes Element anfällig, was durch ein kleines Symbol über seinem Kopf angezeigt wird. Zudem fungieren die Pfeile auch zum Kreieren von Plattformen. Mit Eispfeilen lassen sich Eisschollen auf dem Wasser erstellen und Erdpfeile lassen kleine Bäume wachsen. Das Wechseln der Elemente wird gegen Ende des Spiels im Kampf sehr wichtig, was diesem zumindest ein wenig Komplexität verleiht.

Lineare Levels und unglaubliche Upgrades

Das Levelsystem ist simpel. Man betritt den ersten Level, schliesst ihn ab und schaltet den nächsten frei. Man hüpft auf Plattformen, bekämpft Gegner mit Schwert und Bogen, und reinigt zum Schluss einen verfluchten Wegstein. Die Levels sind dabei sehr linear gehalten, vom vorgegebenen Pfad kann man jeweils nur kurz abweichen, um versteckte Gegenstände zu finden.

Etwa zwei Mal pro Level darf man in einem Laden einkaufen. Die Münzen dazu gibt es von besiegten Gegnern, versteckten Töpfen und Blumen, die man abschneidet. Damit kann man verschiedene Verbesserungen, wie höhere Effizienz von Heiltränken, oder bessere Schwertangriffe einkaufen. Viel spannender waren aber die sogenannten „aufladbaren Schüsse“. Was anfangs nur ein stärkerer Schuss mit Aufladezeit ist, wird mit dem Kauf weiterer Upgrades zur Massenvernichtungswaffe. Die Explosionen sind riesig, die Anzahl abgeschossener Pfeile gewaltig und mein Spassfaktor rasant gestiegen.

Helfende Tatzen

Pro Level gibt es jeweils einen Abschnitt, in dem man die Steuerung von Meridas, in einen Bären verwandelter, Mutter, oder ihrer drei ebenfalls verwandelten Brüder übernimmt.
Als Mamabär darf man sich durch Horden von Feinden metzeln. Das macht Spass. Die anschliessende Zwischensequenz, welche immer dieselbe ist, tötet diesen aber gleich wieder. Mit Hilfe der Bärenbrüder müssen simple Rätsel gelöst werden, meistens um eine Tür zu öffnen. Seltsamerweise waren die ersten Rätsel schwieriger als die späteren.


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Technische Umsetzung hapert

Die grössten Negativpunkte am Spiel sind im technischen Bereich. Zum einen die Helligkeit, welche sehr wechselhaft ist. Besonders in dunklen Gebieten sieht man die Spielfigur öfters nicht gut. Dann die grafische Umsetzung. Das Leveldesign ist eigentlich schön, es gibt Klippen, verschneite Wälder und sogar einen Vulkan. Umgesetzt wurde dies aber sehr lieblos, wie man es sich von Filmspielen gewohnt ist. Schade.

Die Steuerung geht einigermassen gut von der Hand. Das Zielen mit dem Bogen könnte besser sein, aber mit dem Erwerb der Pfeilverbesserungen sprengt man sowieso den halben Bildschirm mit einer Salve.

Fazit

Merida hat mich überrascht. Ich habe ein langweiliges Action-Adventure erwartet, aber einen kurzweiligen Baller-Platformer erhalten. Nach fünf Stunden hatte ich den, ziemlich spannenden, Schlusskampf jedoch gewonnen und das Spiel somit durchgespielt. Den vollen Preis eines Wii-Spiels ist Merida nicht wert. Kostet es aber auch nicht. Für jüngere Gamer, welche nach dem Kinofilm noch mehr Abenteuer mit dem königlichen Rotschopf erleben möchten, ist es aber sicherlich kein Fehlgriff.

Bilder: 4players, spiegel.de    

 
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