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Geschrieben von Juerg Kilchher
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Freitag, 09. Oktober 2009 |
VOM SCHLÄGER ZUM KOMIKER
Plötzlich vor zwei Jahren war NILS ALTHAUS da und schnell medial überall dank dem Film «Breakout», wo er einen Schlägertypen gespielt hat. Als Mann aus reichem Haus hatte der ehemalige Biochemiker Mitte zwanzig zur Kunst gefunden, die ihm auch ohne Ausbildung ein Einkommen gebracht hat. Als einer der wenigen kann ALTHAUS von seiner Kunst leben, steht nicht tags hinter der Kasse und nachts auf der Bühne, obwohl keiner seiner Filme oder die CD ein kommerzieller Grosserfolg war. Mitte März wurde «Aendlech», seine zweite CD, im LA CAPELLA Bern aufgenommen. Sie kommt mit einer selbstbewussteren Haltung als das Debüt als Live-CD mit viel Interaktion zwischen Sänger und Publikum auf den Markt. NILS' Sinn für komische Situationen ist der rote Faden durch die vierzehn Mundartlieder, die zwischen Satire, Komik (BRITNEY-SPEARS-Cover auf Berndeutsch) und Humor angesiedelt sind. Sein Gesang ist keine Wohltat, er betont die Worte oft wie Befehle. Das tönt wie ein singender Chef. Positiv ist die Mischung zwischen Schenkelklopfer und geistreichem Witz. Doch lachen im Saal ist halt schöner als alleine zu Hause und so ist «Aendlech» mit seinem Verzicht auf technischen Schnickschnack eher die Aufforderung, ans Livekonzert zu gehen, als eine Stunde Kleintheaterstimmung zu hören, denn auf der kommenden Tournee unterstreicht NILS ALTHAUS, der gerade von einem Clownkurs in Paris kommt, den Narr in sich, der mit einem lachenden und einem zwinkernden Auge aufzeigt, wie lustig eigentlich der Schweizer Alltag ist, wenn man wie er ein Auge für die Unzulänglichkeiten der Bürger hat.
NILS ALTHAUS, Album: «Aendlech»
www.nilsalthaus.ch
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