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MASSE, ABER AUCH KLASSE?
Das Markenzeichen von „Ninety-Nine Knights“ sind und waren Massenschlachten mit ganzen Hundertschaften von NPC-Gegnern. Das hat vor einigen Jahren für Wow-Effekte und Staunen gesorgt, heute muss es schon etwas mehr sein. Was „Ninety-Nine Nights II“ sonst noch zu bieten hat, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Nachdem der Feind die Geliebte unseres Helden Galen gemeuchelt haben sieht der Rot und stürzt sich ins Getümmel. Ohne grosse umschweife werden wir an dieser Stelle direkt in die erste Schlacht geworfen und erkennen mit Freude, dass das Kampfsystem erfreulich simpel gehalten wurde. Mit X und Y teilt man schwache und starke Hiebe aus, Genreüblich lassen sich diese natürlich zu Kombos verketten, wodurch man dem Hauptcharakter mächtige Angriffe entlocken kann. Schläge lassen sich auch Blocken, bzw. darf man auch ausweichen, was vor allem bei Zwischen- und Endgegnern ratsam ist. Ansonsten führt der Weg zum Ziel meist über das kräftige Hämmern der Angriffs-Buttons.
Auf den unterschiedlich grossen Schlachtfeldern gilt es neben Kämpfen auch verschiedene Missionspunkte zu erledigen. So gilt es z.B. Türme zu zerstören, die Gegnernachschub liefern, oder eine Stellung gegen anrückende Feinde zu verteidigen. Wer schon mal „Dynasty Warriors“ gespielt hat, der weiss ungefähr wie das Spielprinzip funktioniert. Ähnlich wie in der japanischen Endlosreihe, darf auch der Held in „Ninety-Nine Nights II“ auf mächtige Zauber und Spezialangriffe zurückgreifen, die, begleitet von netten Lichteffekten, schon mal ein ganzes Heer in einem Rutsch niedermähen. Natürlich stehen diese übermächtigen Attacken nicht endlos zur Verfügung und wollen mit Bedacht eingesetzt werden.
Abgesehen von der beeindruckenden Anzahl gleichzeitig auftretender Gegner und netten Lichteffekten hat der Titel optisch leider nicht viel anzubieten. Die Grafik bewegt sich nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, was sowohl in den Zwischensequenzen als auch im Spiel mehr als deutlich wird. Zwar läuft alles recht flüssig, und es gibt auch Zerstörbare Objekte, aber immer gleichaussehende Gegner, tristes Leveldesign und abwechslungsarme Spielmechanik verpassen der Action-Orgie einen faden Beigeschmack. Wenigstens darf man auch zu zweit in die Schlacht ziehen, unterm Strich hätte man von einem Nachfolger aber deutlich mehr erwartet.
Fazit: „Ninety-Nine Nights II“ bietet opulentes Schlachtengetümmel, das aber unter einer nicht mehr ganz taufrischen Präsentation und dem auf Dauer monotonen Spielablauf leidet. Auch der typische 0815-Hauptcharakter gewinnt bei uns keinen Blumentopf. Wer allerdings den Vorgänger zu seinen Lieblingsspielen zählt, der wird sich auch mit der Fortsetzung seinen Spass haben.
„Nintey-Nine Nights II“; Action; (XBOX 360) (Konami)
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