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Home TREND Journal Games NINTENDO 3DS
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Geschrieben von Matthias Haller
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Dienstag, 29. März 2011 |
Wie gut ist der neue Handheld?
Endlich halten wir ihn in Händen, den neuen Handheld von NINTENDO. Ob sich das lange warten gelohnt und was das Technikwunder alles zu bieten hat, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Man muss es schon selber gesehen haben, um es zu glauben: 3D ohne Brille funktioniert tatsächlich und zwar erstaunlich gut. Der Effekt ist verblüffend und man kann sich kaum daran sattsehen. Einzig Manko ist, dass man den 3DS kerzengerade in einem Abstand von ca. 25 cm vor sich halten muss, ansonsten verschwimmt das Bild schnell bis zur Unkenntlichkeit. Über einen Schieberegeler an der Seite lässt sich der 3D-Effekt stufenlos einstellen und bei Bedarf auch ganz entfernen. Wir haben das beste Ergebnis erzielt, indem wir den Regler auf Dreiviertel der maximalen 3D-Fähigkeit eingestellt haben. So oder so, nach ca. einer halben Stunde Spielzeit merkt man deutlich wie anstrengend das Ganze für die Augen ist, weshalb auch NINTENDO selbst ein Pause nach 30 Minuten 3D-Gaming empfiehlt.
Zusatz-Features
Doch die kleine Wunderkiste hat noch mehr zu bieten und kommt von Haus aus schon mit einer Menge Zusatzfeatures daher. Da wäre zum einen die Möglichkeit 3D-Fotos mit der integriertem Kamera zu schiessen. Die Qualität der Bilder ist zwar nicht sehr hoch, dennoch ein nettes Zusatz-Feature. Auf der im Lieferumfang enthaltenen 2 GB grossen Flash-Speicherkarte ist jedenfalls genug Platz für tausende von Fotos. Des weiteren kann man die Kamera verwenden, um von sich einen Mii-Avatar zu kreieren: Einfach ein Bild schiessen und der 3DS erstellt im „Mii Maker“ anhand des Fotos einen Avatar. Den kann man dann noch nach belieben anpassen, sollte man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Auch das Programm „Face Raiders“, ein simples Shooter-Game, macht von der Kamerafunktion Gebrauch. Hat man den 3DS konfiguriert, geht er über WiFi online. Zusatzinhalte und Updates werden so direkt auf das Gerät geladen. Ausserdem können später Spiel über den Shop „DS Ware“ bezogen werden.
Apropos Spiele, die meisten der alten DSi-Spiele laufen auch auf dem 3DS, man muss seine Sammlung also nicht einmotten, wie dies z.B. bei SONYs NGP-Handheld der Falls sein wird, der auf einen UMD-Slot verzichtet. Über WiFi kommuniziert der 3DS auch mit anderen Geräten, wenn diese in der Nähe sind. So kommt es zum Austausch von Miis, Spielerinformation und Kontakten. Wem das zuviel Datenfreigabe ist, kann die Funktion aber auch deaktivieren. Einige Spiele, wie „Street Fighter IV 3D“ werden die Austauschfunktion ebenfalls unterstützen, näheres dazu wird noch bekanntgegeben. Last but not least enthält der 3DS einen Schrittzähler, der einem für alle hundert gemachten Schritte einen Coin gut schreibt. Wie diese verdienten Münzen eingesetzt werden können, ist noch nicht klar. Evlt. dienen sie als Zahlungsmittel für Bonusinhalte oder den „DS Ware“-Shop.
Nicht vergessen darf man die sogenannte „AR Games“, also Spiele, die die Realität erweitern. Legt man eine der beigelegten Karten, die aussehen wie normale Spielkarten, z.B. auf einen Tisch, erscheint NINTENDO-Inkone Super Mario genau an dieser Stelle, oder man darf im ein kleines Ballerspielchen tätigen. Man kann sich das Ganze in etwas so vorstellen, wie SONYs „EyePet“, dass Dank der Kamera ebenfalls in realer Umgebung sein Unwesen treibt.
FAZIT: Kleine Kritik, grosses Lob
Bei all der Begeisterung muss sich der 3DS aber auch eine kleine Kritik gefallen lassen. So fällt neben dem erwähnten Problem mit der eingeschränkten Sicht vor allem die kurze Akkulaufzeit ins Gewicht. Je nach Einstellungen quittiert die Batterie nämlich nach 3 bis 5 Stunden den Dienst und muss neu geladen werden. Dies geschieht nun auf einer Ladestation, in die der 3DS einfach eingelegt wird. Unkompliziert ja, aber leider lässt es sich so dann kaum noch spielen. Ausserdem muss man zusätzlich zum Ladekabel immer die Station dabeihaben, da hat uns die Lösung mit nur einem Kabel beim DSi besser gefallen. Auch das Software-Angebot zum Launch kann noch nicht ganz überzeugen. Zwar hat es ein paar echte Spassbringer, wie z.B. das mehr als gelungene „Pilot Wings Resort“ unter den Starttiteln, aber wir hoffen, dass es am Schluss nicht auf Casual-Gedöns und halbherzige Remakes hinausläuft. Die Spiel schlagen mit rund 60 Franken zudem recht heftig zu buche!
Unterm Strich sind wir vom 3DS aber sehr angetan. Die Verarbeitung ist top, der neue Ministick bietet extrem hohen Spielkomfort, die Zusatz-Features sind spassig und die Grafik der kleinen Kiste kann sich mehr als sehen lassen. Auch die Menüführung hat uns sehr gut gefallen, und das 3D-Feature macht selbst simpelste Spiele zum echten Ereignis. Wenn man mit einem Flieger durch 3D-Welten gleitet wird man förmlich ins Spiel hineingesogen. Als alter Technikfreak hat NINTENDO bei mir mit dem 3DS jedenfalls eine glatte Punktlandung hingelegt. Und der Ausblick darauf, dass es irgendwann möglich sein wird unterwegs 3D-Filme anzuschauen treibt mir jetzt schon beinah die Freudentränen in die Augen.
NINTENDO 3DS, erhältlich in Schwarz oder Metallic-Blau, CHF 329.-
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