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Home TREND Journal Musik ORPHELINE
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Geschrieben von Shqipe Sylejmani
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Freitag, 05. März 2010 |
«SO VIELFÄLTIG, WIE ICH DIE MUSIK LIEBE, SO MACHE ICH SIE AUCH!»
Sie wird als DIE Newcomerin des Jahres gehandelt und von allen Seiten bewundert. Wie sie selbst zu ihrer Musik steht und wieso sie nach vielen Jahren wieder in der Schweiz ist, hat sie dem TREND MAGAZIN verraten.
ORPHELINE bedeutet «das Waisenkind». Irgendwie seien wir alle doch Waisen – wir würden in eine Welt gesetzt und irgendwann komme eine Phase, in der ein jeder alleine dastehe und es keine Antworten gebe. «Solche Phasen gab es auch bei mir», erzählt die junge Newcomerin aus dem Ticino. Philosophisch. Eigentlich ist ORPHELINE aber ein ganz normales 22-jähriges Mädchen, das in einer Kleiderboutique ihren Lebensunterhalt verdient – hauptsächlich. Wären da nicht ihr ausgesprochenes Talent, ihre Stimme in die Süsse einer Melodie zu verwandeln, oder ihre Gabe, eine Seele auf Papier bringen zu können, indem sie die Worte zu einem Zusammenspiel zwingt, um die Wahrheit dieser aufzudecken. ORPHELINE hat das Flair für den Ton, der die Musik spielt.
Vielleicht formte sie ihre jahrelangen Aufenthalte in New York, Frankreich und ihrer Heimat, der Schweiz, zu welcher sie nach vielen Jahren der Abwesenheit nun wieder zurückgefunden hat. «Nach dem Tod meines Vaters hatte ich das Bedürfnis, zu meinen Wurzeln zurückzukehren, obwohl ich grosse Angst hatte, was mich hier überhaupt erwarten würde», gesteht ORPHELINE. Angst vor allem, hier ihre grösste Leidenschaft nicht weiter ausleben zu können – die Musik.
Schon in ihrer Zeit in den USA suchte die Schweiz-Amerikanerin nach dem Schlüssel zum Tor. «New York ist crazy! Es gibt unglaublich viele Angebote und Möglichkeiten – und noch viel mehr talentierte Künstler!» Dort spielte sie in Clubs sowie auch auf Bahnhöfen: «Ich wollte alles erleben, alles ausprobieren!» Doch «alles» kam anders. Zurück in der Schweiz, organisierte ihr Bruder ein Vorsingen bei seinem Freund MAX ELLI (BLACKACE MUSIC), ORPHELINEs heutigem Produzenten. Der Rest ist Geschichte.
Ende Februar erschien ihr erstes Album «Spread my Wings» mit der Single «Shy Boy», einem romantischen Sommerlied. Im Clip, der in Italien gedreht wurde, verguckt sich ORPHELINE in einen schüchternen Jungen. Fast wie in der Wirklichkeit? «Momentan konzentriere ich mich auf meine Karriere. Alles andere kann warten!», sagt sie und lacht dabei schüchtern, als ob es doch noch Hoffnung für noch mehr Liebeslieder dieser Art gäbe. Ein emotionsgeladener Song ihres aus der eigenen Feder stammenden Albums ist «Mister». «Ich kann meine Musik nicht in eine bestimmte Sparte oder eine Schublade stecken – so vielfältig, wie ich die Musik liebe, so mache ich sie auch.» Die Musikrichtung ist ein Experiment verschiedener Stile, gemixt mit ihrem immer liebreizenden Touch. Pop, Jazz, Rock und ein bisschen Funk. Mit ihrer sanften und doch kräftigen Stimme haucht sie jedem Moment im Album eine besondere Kraft ein – in «Let’s Go», einem schnellen Pop/Rock-Stück, zeigt sie sich von ihrer initiativenergreifenden Seite. Und in «Am I Alive» kommt eine leise Spur von Jazz hervor, welche sich durch die Songs schleicht und den bewegenden Text unterstreicht. Damit nicht alles eintönig wird, gibt es auch die Movements: «Stop Frontin Me» – eine Art Regelbuch für den Gebrauch der Frau. Und ihr Ratschlag für uns? «If you want to be successful, you have to push, push and push.»
Album: «Spread my Wings» (Blackace)
Live: 30.3. EXIL, Zürich
www.orphelinemusic.com
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