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PEE WIRZ
Geschrieben von Rebecca Hügi   
Donnerstag, 05. Mai 2011
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«EIGENTLICH BIN ICH GAR KEIN FRAUENSCHWARM»
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Träume sind da, um verwirklicht zu werden. Das hat sich auch PEE WIRZ, Sänger von DADA ANTE PORTAS gesagt und ist nun solo unterwegs. Sein Album «Oh, traveller» zeigt den sonst eher wilden Musiker von einer ruhigen, nachdenklichen Seite.

In Songs wie «And Then You Came» erzählt er, wie die Geburt seines Sohnes sein Leben verändert hat und auch in den anderen Texten erfährt man sehr viel Privates über den Sänger. Das TREND MAGAZIN wollte wissen, ob sich der Luzerner ohne seine Band nicht manchmal einsam fühlt und wie sich das Leben als Frauenschwarm anfühlt.

TREND MAGAZIN: Eigentlich kennt man dich als Sänger von DADA ANTE PORTAS. Warum hast du dich für ein Soloalbum entschieden?
– PEE WIRZ: Es war ganz einfach Zeit dafür! Wäh­rend den Songwriter-Sessions mit DADA ANTE PORTAS gab es immer wieder Songs, die einfach nicht zur Band gepasst haben. Diese habe ich gesammelt, um später einmal ein eigenes Album aufzunehmen. Nun hat sich das Soloprojekt gerade ergeben, da auch andere Bandmitglieder an eigenen Projekten arbeiten.
Ist es nicht oftmals schwierig, sein eigener Chef zu sein? Wer kritisiert nun deine Songs? –  Es war zu Beginn schon etwas komisch. Doch nun gefällt es mir eigentlich ganz gut, dass man nicht jede Entscheidung zuerst der ganzen Band unterbreiten muss. Das Feedback zu meinen Songs erhalte ich momentan meistens von meinem Produzenten, der auch bei der Songauswahl geholfen hat.
Welchen Musikstil treffen wir auf «Oh, traveller» denn ganz genau an? – Ich würde es als klassisches Singer-Song­writer-Album mit folkigen Einflüs­sen und einem Hauch Country bezeichnen. Es sind einfach Roadsongs, die man sich anhören kann, wenn man mit dem Auto hinaus in die Freiheit fährt.
Neuer Musikstil, neue Zielgruppe? Welche Leute willst du mit deinem Soloalbum ansprechen? – Am liebsten möchte ich natürlich alle Fans von DADA ANTE PORTAS und auch alle anderen Leute ansprechen!
Warum konntest du diese andere musikalische Seite eigentlich mit DADA ANTE PORTAS nicht ausleben? – Nicht ausleben ist sicher das falsche Wort, denn wir haben mit DADA ANTE PORTAS durchaus viele Songs aufgenommen, die auch auf mein Soloalbum gepasst hätten. Jedoch musste man immer darauf achten, dass alle Songs ein wenig zusammenpassten. Und da gab es einige, die dann doch sehr in eine andere Richtung gegangen sind.
In deiner aktuellen Single «And Then You Came» geht es um deinen Sohn. Erzähle uns mehr darüber. – Als Song­writer ist es ja immer toll, wenn man einen eigenen Anlass hat, um darüber einen Song zu schreiben. Wenn ich spezielle und einzigartige Gefühle erlebe, wie beispielsweise die Geburt meines Sohnes, werde ich einfach kreativ und versuche, das Erlebte in einen Song um­­zuwandeln. Das habe ich bei der aktuellen Single gemacht und beschrieben, wie so ein Ereignis alles auf den Kopf stellen kann.
Hast du die Inspiration zu all den Songs auf dem neuen Album aus deinem eigenen Leben genommen? – Dieses Album ist sehr persönlich und stellt eine Reflexion meiner eigenen Gedanken und meines Lebens dar. Klar ist es manchmal komisch, wenn man weiss, dass tausende Leute meine privaten Gedanken kennen. Solange ich jedoch auf Englisch singe, ist das für mich kein Problem. Auf Mundart wäre es wohl etwas anderes, da ich mich dann ganz klar formulieren würde und einem der Text in der Schweiz auf Mundart förmlich anspringen würde.
Ist es nicht langweilig, alleine unterwegs zu sein? Vermisst du deine Bandkollegen nicht? – Ja, es gibt schon Momente, in denen ich meine Band­kollegen vermisse. Zum Beispiel wenn man nach einem anstrengenden Tag im Studio gerne zusammen einen gemütlichen Grill­abend machen würde.
Und mit wem trinkst du denn nun ein Bier nach den Konzerten? – Meine Band, die mich auf meiner Solotour begleitet, hat auch sehr gerne Bier (grinst). Und die Crew, die immer noch mehr oder weniger die gleiche ist, hilft auch mit.
Du bist ja ein richtiger Frauenschwarm. Denkst du, dass es bei deinen tiefgründigen Songs noch mehr Liebesbriefe auf die Bühne rieseln wird? – Ich bin gar nicht so ein Frauen­schwarm (grinst). Nein, das mit den Liebes­briefen hat eigentlich aufgehört, als ich 30 ge­worden bin. Natürlich habe ich aber nichts da­gegen, wenn jemandem meine Musik gefällt und mich dazu auch noch gut aussehend findet (lächelt).
Verrätst du uns zu guter Letzt noch etwas, was noch fast niemand von dir weiss? – Ich habe mir ein Wohnmobil gekauft! All mein Geld habe ich in diese Anschaffung gesteckt. Zudem haben wir hier natürlich auch den Zu­sammen­hang mit den Roadsongs, denn ich wer­de in Zukunft dann selber viel on the Road sein. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon sehr darauf, wenn ich das Wohnmobil abholen kann.

Album: «Oh, traveller» (Gadget)
www.peewirz.com
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 05. Mai 2011 )
 
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