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WIE GUT FUNKTIONIERT SONY’S BEWEGUNGSKONZEPT
Wir hatten die Möglichkeit die ersten Vorboten für SONYs Controller-Revolution PLAYSTATION «Move» auszuprobieren. Anhand von «Kung Fu Rider», «Sports Champion» und «EyePet: Move Edition» konnten wir uns einen ersten Eindruck vom Bewegungssteuerungskonzept machen.
Ähnlich wie NINTENDO mit der «Wii» setzt auch SONY auf einen Controller, der die Bewegungsabläufe des Spielers entsprechend überträgt. Anhand eines leuchtenden Balls an der Oberseite des Controllers berechnet die «EyeToy»-Kamera Ablauf, Geschwindigkeit und Position im Raum. Insgesamt funktioniert dies sehr gut, nur sollten die Lichtverhältnisse optimal sein, bei zu heller oder zu dunkler Beleuchtung kommt es sonst immer wieder zu kleineren Aussetzern.
«Sports Champion»  Im Test hat sich vor allem «Sports Champion» als äusserst akkurat herausgestellt. In der Minispielsammlung darf man sich in verschiedenen Disziplinen versuchen und die Bewegungen, egal ob beim Bogenschiessen, beim Disc Golf oder beim Tischtennis, werden extrem genau abgefragt. So lassen sich bei Letztgenanntem sogar Bälle anschneiden, da die Haltung des Schlägers exakt erkannt wird. Wer allerdings das volle Potenzial ausschöpfen will, braucht zusätzlich noch einen zweiten «Move»-Controller bzw. einen «Navigation Controller», der dem «Nunchuck» der Wii ähnelt. Gerade im Mehrspielermodus macht der Titel ordentlich Laune und dürfte auch Videospielneulinge schnell in seine Bann ziehen. Da man ohne grosse Vorkenntnisse direkt loslegen kann, eignet sich das Spiel auch für alle, die sonst auf Grund komplizierter Controller-Belegungen einen weiten Bogen um Konsolen machen. In «Sports Champions» sind ingesamt sechs Disziplinen enthalten: Disc Golf, Tischtennis, Boccia, Bogenschiessen, Gladiatorenduell und Beachvolleyball.
«EyePet: Move Edition»  Inhaltlich ist die «Move Edition» mit der normalen Version identisch, Spielstände werden sogar erkannt und übertragen. Doch Anstelle mit der dem Originalspiel beigelegten Karte navigiert man nun mit dem «Move»-Controller durch die digitale Kleintierhaltung. Das fühlt sich deutlich besser und natürlicher an, ob sich Besitzer deswegen aber ein zweites Mal dasselbe Spiel anschaffen sollten, ist fraglich. Wer jedoch mit einem Neukauf liebäugelt, der sollte gleich zu «Move Edition» greifen. Noch immer ist es einfach faszinierend wenn man das putzige Tierchen durchs Wohnzimmer tollen sieht. Technisch bewegen sich Animation und Aussehen beinah auf Kinoniveau. Vorallem die Lieben kleinen werden wohl aus dem Staunen nicht mehr rauskommen, aber auch die Freundin oder Familie werden sich dem enormen «Jöööö»-Faktor kaum entziehen können.
«Kung Fu Rider»  Was ich soll mit Bürostühlen auf einem Hindernisparcour den Berg hinab sausen? So was können sich nur die Japaner einfallen lassen, den ausgefallenere Spielideen bietet sonst kaum jemand. Leider ist die Idee zu «Kung Fu Rider» auch schon das Originellste am Spiel, den das Gameplay selbst kann nicht wirklich überzeugen. Man hält den «Move»-Controller senkrecht in der Hand und steuert sein Bürostuhl-Alter-Ego durch Neigung und Schütteln. So weicht man Autos, Mülltonnen und schlagkräftigen Gangstern aus, sammelt Goodies ein und versucht den Highscore zu knacken. Nach einer Runde hat man es im Grossen und Ganzen aber schon gesehen. Und dass die Bewegungsabfrage mehr schlecht als recht ihren Dienst tut, ist dem Spielspass auch nicht sehr dienlich. Von allen bisher gezeigten «Move»-Spielen fällt dieser hier am deutlichsten ab und kann leider nicht überzeugen. Sowohl optisch als auch inhaltlich will der Funke nicht so recht zünden. Vielleicht ist das Spiel für Europa einfach zu japanisch, oder zumindest für uns in der Redaktion.
Fazit: Wir sind von den ersten Erfahrungen mit «Move» durchaus angetan und sehr gespannt, welche Spiele das System in Zukunft unterstützen und wie die Funktion sinnvoll genutzt werden kann. Bleibt zu hoffen, dass nicht ähnlich wie auf der Wii, eine Flut von mehr oder weniger sinnfreien und schnell runterprogrammierten Minispielsammlungen das Potenzial des Konzepts ersticken, sondern SONY selbst und auch Drittanbieter, uns originelle und neue Spielerfahrungen bescheren.
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