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Geschrieben von Juerg Kilchher
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Montag, 07. September 2009 |
SEINE SCHWERSTE GEBURT
Die Mundartszene. POLO war schon immer da – und wird es auch noch bleiben. Und obwohl er einmal von kürzertreten gesprochen hat – er tut es nicht. Nun ist seine neue Platte erschienen, seine erste ohne feste Band.
Es sei die Liebe von seiner Frau ALICE und seinen Fans gewesen, die ihn aus dem zehntägigen Koma wieder zurück ins Leben geholt hätten gestand POLO HOFER bei der Präsentation seines ersten Solowerks, eines Albums, dessen Entstehung Produzent H.P. BRÜGGEMANN immer wieder unterbrechen musste, weil der Interlaker nach Auflösung seiner SCHMETTERBAND und dem Umzug von Bern nach Oberhofen an den Thunersee oft krank war. Nun liegt das Album mit 14 Songs über die Liebe, Verlust, Vergänglichkeit und Kommentaren zur Politik und Wirtschaftkrise vor. Der Ton ist angesichts der genannten Themen und POLOs letzten Jahren nachdenklicher, pendelt zwischen Mundart-, Pop- und Rootsmusik hin und her. Dass POLO HOFER nicht immer in Hochform war, der Oberländer hatte eine Stimmlippenwucherung, hört man teilweise durch, und auch fallen doch einige Songs durch Ideenlosigkeit auf. Aber nicht jedes seiner 28 Alben war voller Hits, die liegen ohnehin Jahre zurück. Es sind der Berner Dialekt, vorgetragen in POLOs spezieller Art, und sein Typ, welche die Stimmungen aus Vertrautheit und Freude am Leben zeigen, die dieses Album tragen. POLOs neue Volkslieder sind Ansichten eines Hofnarrs, der zum ersten Mal auch über den Tod mit Gefühl und Witz singt und mit «Prototyp» beweist, dass weder das Schicksal noch der König ihm den Mund stopfen und das Rocken im Alter nehmen konnten.
Album: «Prototyp» (Sound Service)
www.polohofer.ch
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 13. Dezember 2010 )
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