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RED FACTION: ARMAGEDDON
Geschrieben von Matthias Haller   
Freitag, 17. Juni 2011
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Materialschlacht auf dem Mars
red-faction-armageddon.jpg


Im mittlerweile vierten Teil der „Red Faction“-Reihe geht es gewohnheitsgemäss spektakulär zu. Vom Open-World-Konzept des letzten Teils hat man sich verabschiedet, was dem Gameplay aber sichtlich gut getan hat.

Durch den linearen Spielablauf ist eine deutlich cineastischere Präsentation möglich, und in dem Punkt schöpfen die Entwickler aus dem vollen. Die Story um Darius Mason, der aus Versehen die Apokalypse auf den Mars bringt, wird Adrenalin-fördern und kaum ohne Verschnaufpause erzählt – wer es gern ruhig und gemütlich mag ist hier am falschen Platz. Nach einem Unfall, in den der gute Mason mehr oder weniger getrieben wurde, ist die Marsoberfläche wieder unbewohnbar. Ausserdem wurden uralte ausserirdische Kreaturen befreit, die im Planeteninnere hausten und nun die Menschen auf dem Mars auf ihre Speisekarte gesetzt haben. Als Mitglied der Revolution müssen wir uns nun diesen neuen Gefahren stellen.

Fette Wummen vs. fette Aliens
So trist und öde der Mars sein mag, seine tödlichen Ureinwohner zeigen sich vielfältig in Form und Grösse. Das reicht von kleinen, aber lästigen Mini-Aliens, die man locker mit einem Fusstritt beseitigen kann, oder haushohe Riesenbrocken, die erst nach einigen Treffern aus dem Granatwerfer das Zeitliche segnen, und sich von Standardwaffen herzlich unbeeindruckt zeigen. Apropos Waffen: Auch hier dürfen Hobby-Kämpfer auf ein beachtliches Arsenal von bekannten wie aussergewöhnlichen Waffen zurückgreifen, die eine abwechslungsreiche und kreative Gegnerbeseitigung ermöglichen. Da so ziemlich die gesamte Umgebung in „RF: Armageddon“ zerstörbar ist, war ja seit   jeher das Markenzeichen der Serie, darf auch diese zum Vorteil im Kampf gegen die Aliens eingesetzt werden.

Der Bau-Zerstörer
Eine der grössten Neuerungen zu den Vorgänger ist die sogenannte Nanoschmiede. Dieses kleine hilfreiche Tool ermöglicht es, zum einen mit einer Art Schockwelle alles in Schutt und Asche zu legen, zum anderen kann man den Effekt bei Bedarf aber auch wieder umkehren und Objekte neu aufbauen. Das sieht zum einen richtig cool aus, ist aber auch sinnvoll ins Gameplay eingebunden. So lässt man zerstörte Deckungen wieder erscheinen oder räumt umherliegende Trümmerteile aus dem Weg.

Gerade durch die Tatsache, dass beinah alles auf physikalische Korrekte weise zu Bruch geht, ist es umso verwunderlicher, wie gut die Grafik geworden ist. An Details wurde nicht gespart und die Licht- sowie Explosionseffekte sind einfach nur eine Augenweide. Häufig ertappt man sich dabei, wie man einfach zum Spass Fässer und Generatoren hochjagt, einfach weil’s so toll aussieht. Bei den Animation muss man leichte Abstriche in Kauf nehmen, so richtig natürlich wirkt da nicht alles. Ausserdem nervt, dass man immer wieder mal an Trümmerteilen hängen bleibt und die Kamera hin und wieder ein verwirrendes Eigenleben entwickelt. Dies und die Tatsache, dass nicht alle gesprochenen Texte (nur englische Sprachausgabe) untertitelt wurden, sind aber die grössten Mankos, eines Actionspiels, das ansonsten so ziemlich alles richtig macht.

Fazit: „Red Faction: Armaggedon“ liefert mir genau das, was ich erwartet habe: unkomplizierte Action mit einer prachtvollen Präsentation und so gut wie keinem Durchhänger. Durch das Aufrüst-System kommt noch eine Prise Taktik hinzu, denn der dafür benötigte Bar-Schrott ist rar und die Upgrades sind teuer. Fahrzeugmissionen und kleinere Ausflüge in Mech-Anzügen sorgen zudem für Abwechslung im harten Shooter-Alltag auf dem Mars. Alles in allem ein mehr als gelungene Fortsetzung, bei der Action-Freunde sicher auf ihre Kosten kommen.



„Red Faction: Armaggedon“; Action; PS3-Version (XBOX 360, WIN PC); (Volition / THQ)
 
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