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RESIDENT EVIL: THE MERCENARIES 3D
Geschrieben von Matthias Haller   
Dienstag, 12. Juli 2011
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KLEINER APPETITHAPPEN
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Mit „The Mercenaries“ serviert uns Capcom einen kleinen Ausblick darauf, wie das erste „echte Resident Evil“ für den 3DS sein wird. Doch vorerst müssen sich Fans mit den Bonusmissionen aus der Konsolenversion zufrieden geben, die hier als vollwertiges Spiel herhalten müssen.

Ein spannende Story, eine düstere Atmosphäre und spannende Abenteuer, also all das was die Serie so bliebt gemacht hat, finden wir in „The Mercenaries“ nicht. Vielmehr wird man direkt in Einzelmissionen hineingeworfen, wo das Ziel ganz klar definiert ist: Kille in kürzester Zeit so viele Gegner wie möglich oder nötig. Die Schauplätze sind aus dem Hauptspiel bekannt, weshalb Kenner schnell die besten Plätze und Verstecke ausmachen können, um gegen die heranstürmenden Aggressoren zu bestehen. Je nach gewähltem Charakter, darunter natürlich auch Jil Valentine und Chris Redfield, stehen unterschiedliche Waffen zur Verfügung, die mehr oder weniger Durchschlagskraft besitzen. Neben MG, Schrottflinte & Co. darf man zusätzlich noch Heilkräuter oder Granaten in seinem Inventar hamstern, welches nun komfortabel über den Touchscreen des 3DS benutzt werden kann.


Klein aber oho!

„Resident Evil: The Mercanaries“ zeigt auf beeindruckende Weise, wozu NINTENDOs neue Daddelkiste fähig ist. Die Grafik, und da lehne ich mich keinesfalls zu weit aus dem Fenster, ist der, der Konsolenfassungen beinah ebenwürdig. Aus der gewohnten Schulterperspektive erkennt man nicht nur grafische Details am Hauptcharakter, sondern auch die Levels selbst kennt man so schon von PS3 und XBOX 360. Klar, kleinere Einbussen muss man schon hinnehmen, was die Optik aber immer noch mehr als beeindruckend erscheinen lässt. Auch der Sound kann Überzeugen, seien es nun die Sprachausgabe oder die bekannten „Resident Evil“-Effekte.
Auch die Steuerung wirkt durchdacht und bietet einem dank Schieberegler die volle Kontrolle über die Spielfigur. Serientypisch ist es nach wie vor gleichzeitig zu laufen und zu zielen, wodurch natürlich immer wieder spannende Momente entstehen. Da aber deutlich  mehr Munition als in der Kampagne zur Verfügung steht, ist die Zeit oftmals der grösste Feind auf der Jagd nach dem Highscore.


So könnte es sein…

Wie sich ein „echtes Resident Evil“ später einmal anfühlen könnte, darf man lobenswerter Weise anhand der kurzen Demo zu „Resident Evil: Revalations“ antesten, die sich ebenfalls auf dem Modul befindet. Dort begleiten wir Jil Valentine durch die gespenstischen Korridore eines Tankers auf hoher See. Der 3D-Effekt wird eher dezent eingesetzt, vermittelt aber gut ein Gefühl von Tiefe. Draussen peitscht der Wind gegen die Fenster und Blitze offenbaren kurzzeitig das wogende Meer. Stöhnen dringt aus den Gängen des Schiffs und während wir uns weiter vorarbeiten, stehen wir plötzlich einem Ungeheuer gegenüber, das uns ans Leder will. Nach mehren Schüssen sackt das Wesen zusammen und hinterlässt uns mit einem grossen Fragezeichen über dem Kopf. Ein paar Meter weiter überraschen wir dann gleich zwei dieser Ungetüme, wie sie ein Mitglied der Mannschaft vernaschen. Nach einem weiteren Kampf endet die Demo abrupt und hinterlässt neben einen sehr guten Eindruck auch die Lust auf mehr. Die Stimmung passt, die Grafik sowieso und auch die Spielbarkeit lässt kaum Wünsche offen. Nach diesem Vorgeschmack warten wir nun sehnlichst auf das erste echte „Resident Evil“ in 3D.


Fazit:
„Resident Evil: The Mercenaries“ ist ein klassischer Blender. Die Optik und Spielbarkeit täuschen im ersten Moment über den doch schwachen Inhalt hinweg, zumindest wenn man es mit den restlichen (vollwertigen) Teilen vergleicht. Für Hardcore-„Resi“-Fans und alle, die mit ihrem 3DS angeben wollen, ist der Titel sicher einen Blick wert. Alle anderen warten evtl. besser, bis „Resident Evil: Revalations“ verfügbar ist, welches ganz grosses Kino auf ganz kleinem Raum zu versprechen scheint.

„Resident Evil: The Mercenaries 3D“, Action; 3DS (Capcom)
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. Juli 2011 )
 
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