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Home TREND Journal Movies & TV ROYAL PAINS - STAFFEL 1
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Geschrieben von Matthias Haller
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Freitag, 12. August 2011 |
DIE ETWAS ANDERE ÄRZTESERIE

Die US-Serie „Royal Pains“ hebt sich vom Ärztedrama-Einerlei, das sonst über die Matscheibe flimmert, erfreulich ab. Wer den Einstieg in spritzige Serie bisher verpasst hat kann dies nun mit der ab 18. August auf DVD erhältlichen ersten Staffel nachholen.
Inhalt:
In „Royal Pains“ sieht sich der erfolgreiche Arzt Hank Lawson mit den Problemen und Wehwehchen der Superreichen konfrontiert. Weil er sich weigert, einen wohlhabenden Gönner seines Spitals bevorzugt zu behandeln und stattdessen einen schwer verletzten Jungen rettet, wird er kurzfristig entlassen. Der andere Patient stirbt nämlich unvorhergesehen, und Hank bekommt dafür die Schuld zugeschoben. Als er dann auch noch von seiner Freundin verlassen wird, fällt die Welt des aufstrebenden Worcaholic in sich zusammen. Versunken in Selbstmitleid kauert er nur noch vor dem Fernseher, betrinkt sich und stopft Junkfood in sich rein. Bis sein Bruder Evan auftaucht und ihn überredet ihn zu einer Party in den Hamptons, dem Naherholungsgebiet der Reichen und Schönen in New York, zu begleiten.
Da Evan aber nicht wirklich zur Party des Deutschen Milliardärs Boris eingeladen ist, müssen sich die Beiden einschleichen, was auf Grund eines Tricks des gewieften Spassmachers auch klappt. Auf der Party wird Hank zufällig Zeuge, wie eine Frau einen Anfall bekommt und durch die Fehleinschätzung eines anwesenden Arztes beinah eine Behandlung erhält, die ihren sicheren Tod bedeutet hätte. In letzter Sekunde schreitet er ein, rettet der jungen Dame das Leben und avanciert so über Nacht zum neuen Ansprechpartner in Sachen Gesundheit für die Reichen in den Hamptons. Hank sträubt sich zwar zuerst gegen das Angebot von Boris, in seinem Gästehaus eine Art Praxis einzurichten, und der neue, diskrete Ansprechpartner seiner schwerreichen Freunde zu werden. Doch nachdem er sich in eine engagierte Ärztin des örtlichen Spitals verkuckt und sein Bruder nicht müde wird ihn zu überreden, entscheidet er sich doch zu bleiben. Natürlich spielt auch Geld eine nicht unwesentliche Rolle, für den verschuldetetn Hank. Dies bildet jedenfalls den Auftakt zur skurrilen TV-Serie, in der Hank, sein Bruder und seine neue, freche Assistentin sich in jeder Folge mit den verrückten Problemen der Superreichen herumschlagen müssen. Diskretion und Improvisation sind dabei nicht nur gefordert sondern oberstes Credo.
Fazit: Spritzig, frech und unterhaltsam
Wer bei „Royal Pains“ ein Drama im Stil von „Emergency Room“ oder „Grey’s Anatomy“ erwartet, ist hier aber so was von an der falschen Stelle. Vielmehr ist die Serie ein bunter mix aus „Dr. House“ und „Mac Gyver“. Wie der gute, alte Mac weiss sich auch Hank in jeder Lage mit alltäglichen Utensilien auszuhelfen, sowie auf unkonventionelle Behandlungen auszuweichen. So ungewöhnlich die Methoden des unfreiwilligen Doktors, so ungewöhnlich auch die Menschen, mit denen er konfrontiert wird. Da wäre zum einen ein Teenager-Pärchen, das sich verhält wie Erwachsene, der mysteriöse Boris, der irgendwie charmant aber auch gleichzeitig bedrohlich rüberkommt, oder die Damen und Herren der High Society an sich, die zwar teils auf Klischees reduziert wirken, aber auch genauso dargestellt werden, wie man sie aus der Klatschpresse und TV her kennt. Wenn eine der Damen Hank notfallmässig zu sich ruft, weil eines ihrer Brustimplantate geplatzt ist, und sie nun dringen wieder Symmetrie von ihrem Doc fordert, wirkt das gleichermassen verrückt wie authentisch. Hank löst das Problem übrigens , indem er auch aus der anderen Brust Salzlösung ablässt.
Die Serie lebt von ihren durchweg sympathischen Darstellern, allen voran Hanks Bruder Evan, den witzigen Dialogen, den noch verrückteren Fällen und der spritzigen Erzählweise. Wer auf Unvorhergesehenes steht, der kommt hier auf seine Kosten. Einziger Kritikpunkt sind die teils arg gekünstelten Notfälle. Egal wo der gute Hank geht und steht, irgendwo kippt immer jemand um oder handelt sich eine Infektion ein. Der Mann scheint das Unglück geradezu anzuziehen. Da sich die Serie aber offenbar selbst nicht ganz Ernst nimmt, kann man darüber schmunzelnd hinwegsehen. „Royal Pains“ ist ein absoluter Geheimtipp für Serienfans, die es verdient hätte aus ihrem Schattendasein herauszutreten und eine breitere Masse zu erreichen. Vielleicht gelingt dies ja nun mit der DVD-Veröffentlichung der ersten Staffel. Ich war jedenfalls mehr als positiv überrascht und werden die Serie auf jeden Fall weiter verfolgen.
„Royal Pains - Staffel 1“; Serie, USA 2009 (Universal); Darsteller: MARK FEUERSTEIN PAULO COSTANZO RESHMA SHETTY JILL FLINT CAMPBELL SCOTT; ab 18.8. auf DVD (4 Discs), Dauer: 524 min; Bonusmaterial: Audiokommentare, unveröffentlichte Szenen, Gag Reel, Videoblogs; Website
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. September 2011 )
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