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SENS UNIK
Geschrieben von Shqipe Sylejmani   
Freitag, 07. Mai 2010
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DAS SCHÖNSTE ABSCHIEDSGESCHENK

SENS UNIK verabschieden sich auf besondere Art: Mit seinem neuen Album «Generation» beendet das Westschweizer Quartett ein Stück Hiphop-Geschichte. CARLOS LEAL, Rapper und Lyriker der Band, erzählte dem TREND MAGAZIN, bei wem die Band sich schon immer bedanken wollte und wieso Musik Freude und Trauer zugleich bringt.


sensunik.jpgSechs Jahre lang hatte sich CARLOS LEAL von der Musik verabschiedet, um seine Schauspielkarriere voranzutreiben. Diesen Sommer  kehrt er zusammen mit DEBORA, BIO und JUST ONE, zurück zu den Schweizer Bühnen. Der Startschuss fiel an den «Swiss Music Awards», als die Band ihre erste Singleauskopplung «Dream» präsentierte. Die Mischung aus Bekanntem und neuen Elementen zog das Publikum wieder in den selben Bann, in den es schon während der Blütezeiten von SENS UNIK in den Neunzigern gezogen wurde: die unverkennbare Stimme CARLOS’, der eingeführte Soul DEBORAs und die klanglichen Eigenheiten – Hiphop im anderen Sinne.

Zum 20. Bandgeburtstag hat SENS UNIK seine Stifte gepackt und sich an Neues herangewagt. «Den ersten Song zu schreiben, fiel mir nicht ganz einfach – es gab so viel zu sagen, und die richtigen Worte zu finden, fiel mir schwer. Ich musste in mich hineinschauen, um zu sehen, was ich mitteilen wollte, und konnte.» Dann folgten drei weitere Songs – CARLOS hatte sein Element wieder gefunden, das Wort.

In «Generation» trifft Old School auf Erfahrung, die widergespiegelt wird. 16  Hits der Band, vereint mit vier neuen. «Generation» soll nicht nur die alte Fangemeinde ansprechen, sondern den neuen Gene­rationen eines vermitteln: Nichts berührt die Seele so sehr wie die Musik. «Hiphop ist heute anders als früher. Wir haben Themen aufgegriffen, die uns wichtig erschienen, die polarisierten. Heute wird Hiphop als Gangster-Rap abgehandelt, und das ist sehr schade.» Ob «Charlie» oder «C’est la vie», SENS UNIK packten in ihre Trickkiste und zogen einen Hit nach dem anderen heraus – entstanden ist eine Zu­sammenstellung, die sich hören lassen kann. «Sur tes andes», die zweite Singleauskopplung, zeigt, worin sich die Band verändert hat, und Features mit STRESS («Si tu aimes») oder den FANTASTISCHEN VIER («Original») sind nicht vergessene Abräumer, die Worte noch treffender, die Texte unverblümt. «Wir wollten die Leute mit den alten Songs einfach glücklich machen. Ein Lied ruft Erinnerungen hervor, vielleicht an den ersten Kuss oder an jenen  Tag, an dem man beschliesst, keine Drogen mehr zu nehmen. Wir wollten mit diesem Album unseren Fans Erinnerungen zurückgeben, die sie mit unserer Musik verbunden haben. Dafür machten wir die Musik ja schliesslich!»

Auftritte, Openairs und Tourneen – für eine kurze Zeit bietet sich die Gelegenheit, ein Stück Schweizer Kultur näher zu erleben. Die letzten Seiten des Buchs «SENS UNIK» finden ihr Ende, das Abschieds­geschenk ist wohl noch das einzig Schöne. «Wir möchten uns einfach diesmal bei allen bedanken, was wir vor sechs Jahren schon hätten tun sollen. Bei unseren Fans, die uns heute mit offenen Armen empfangen, bei uns gegenseitig für die Freundschaft und Treue. Natürlich auch bei den Organisatoren, den Produzenten und denen, die uns immer unterstützt haben. Dies ist nun für euch! Wenn ihr an unsere Konzerte kommt, lose your mind and dance with us!» Vielen Dank, SENS UNIK, für die vergangenen Erinnerungen und die Möglichkeit, neue zu schaffen.


Best-of-Album: «Generation» (TBA)
 
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