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SHIA LABEOUF
Geschrieben von Dominique Zahnd   
Freitag, 01. Oktober 2010
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HOLLYWOODS NEUE ALLZWECKWAFFE

«Transformers»-Star SHIA LABEOUF (24) beweist Wan­d­lungs­fähigkeit. Mal kämpft er im Kino gegen Riesenroboter, dann spielt er Indiana Jones’ Sohn. Und aktuell? Da ist der nervöse Mädchenschwarm als zukünftiger Schwiegersohn von MICHAEL DOUGLAS in «Wall Street 2» zu sehen.


shialabeouf.jpgEs ist noch nicht lange her, da löste sein seltsamer Name nur Schulterzucken aus: LABEOUF? SHIA wer? Doch heute zählt «Scheia Labaff», wie man es richtig ausspricht, längst zu den vielversprechendsten Shootingstars überhaupt. Alle grossen Regisseure und Studios reissen sich um den schmächtigen Jüngling. «Ich kann wirklich nicht behaupten, dass es mir an Angeboten mangelt», kommentiert der Schauspieler diesen Umstand zufrieden. Seine Karriere richtig ins Rollen gebracht haben zweifellos die beiden «Transformers»-Streifen: Actionspektakel vom Feinsten, in denen es SHIA in der Rolle des Schülers Sam Witwicky an die Seite von ausserirdischen Wächter-Robotern verschlägt, die eine feindliche Invasion abwehren müssen.
Aber LABEOUF ist nicht erst seit 2007 dick im Geschäft. Vorher spielte er schon neben WILL SMITH im Science- Fiction-Streifen «I, Robot» (2004), CAMERON DIAZ in der Actionkomödie «Charlie’s Angels: Full Throttle» (2003), KEANU REEVES im Horrorfilm «Constantine» (2005) und neben ANTHONY HOPKINS im Politdrama «Bobby» (2006).

Und dann kam 2008, in dem er – auf die Bitte von STEVEN SPIELBERG – als Indiana Jones' Sohn in die Fussstapfen von Altstar HARRISON FORD trat. Aber Traumrollen hin oder her: Sich seinen Namen merken zu können, bereitet vielen Kinogängern immer noch viel Mühe. Korrekterweise müsste er ja eigentlich LEBOEUF lauten (das Rindfleisch), aber in den Fünfzigern hat seine lesbische Grossmutter die Schreibweise geändert, um sich von ihrer Familie zu distanzieren. Für Irritation, witzelt LABEOUF, sorgt bei Franzosen zudem sein Vorname, der aus dem Hebräischen stammt und «Geschenk Got­tes» bedeutet, aber sehr nach «chier» (bescheissen) klingt.

Darüber mag der Star nur lachen. Und das ist auch seine Mission: die Leute zu unterhalten. Schon als Zehnjähriger hat er in einem heruntergekommenen Bezirk in L.A. die Nachbarschaft belustigt, später trat er in Clubs als Komiker auf. «Ich habe mit dieser ganzen Geschichte angefangen, weil ich arm war. Ich wollte Geld verdienen, um meine Eltern zu unterstützen. Beide hatten keinen Job, keine Alters­vorsorge, nichts.»
Er gibt auch offen zu, immer noch Probleme mit dieser Zeit zu haben, und das klingt diesmal ohne jede Ironie. «Aber das treibt mich auch an. Mein Vater ist clean, nicht zuletzt durch den Weg, den ich einschlug. Das ist wichtiger für mich als jeder Ruhm. Dieser Beruf hat mir mehr als ein paar coole Jobs gegeben. Er hat mir meine Familie zurückgegeben.»

 
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