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SOUL CALIBUR 5
Geschrieben von Matthias Haller   
Montag, 13. Februar 2012
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SCHÖNER DIE KLINGEN NIE KLANGEN
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Mit der bereits fünften Ausgabe der Traditionsreihe «Soul Calibur» schicken die Entwickler einen der besten Teile seit Langem ins Rennen um den Beat’em-up-Thron. Ob das Schwert- und Klingengemetzel «Street Fighter» und «Mortal Kombat» das Wasser reichen kann, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Bereits auf der altehrwürdigen Dreamcast machten die Prügeleien mit den «Soul Calibur»-Recken ordentlich Laune. Das lag zum einen an der hervorragenden Steuerung, aber auch an den Waffen, die hier zum Einsatz kommen. Anders, als in den meisten Prügelspielen, lassen die Kämpfer hier nämlich nicht nur ihre Fäuste sprechen, sondern setzen teils gigantisches Schneidewerkzeug ein, um den Gegner das Fürchten zu lehren. Eine Formel, an der auch «Soul Calibur 5» weiterhin festhält und das Ganze im Detail noch spürbar verfeinert.


Kein Geschichtenerzähler

Neueinsteigern sei zuerst einmal der «Story Modus» ans Herz gelegt, jedoch nicht weil dieser mit einer überragenden Geschichte punkten kann, sondern weil er sich bestens eignet, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Die teils hanebüchene Geschichte um Blondschopf Patroklos dient letztendlich sowieso nur als Aufhänger um die einzelnen Kämpfe irgendwie sinnvoll aneinanderzureihen. Ausserdem ist dieser Modus sehr schnell durchgespielt, womit man sich aber dem Arcade-Modus widmen kann, wo es ohne grosses Geplänkel direkt in die Schlacht geht.


Weniger ist mehr

Ganz nach der Formel «weniger ist mehr» wurde das Spiel einer rund um Frischekur unterzogen. Das spiegelt sich zum einen in der deutlich reduzierten Farbpalette wieder, aber auch die Teils ausufernden Oberweiten der weiblichen Kämpferriege wurde um die ein oder andere Körpchengrösse zurückgefahren. Insgesamt wirkt der Look nun deutlich realistischer und erwachsener, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Mehr oder weniger alles  beim Alten bleibt es dafür bei der Kämpferauswahl – und das ist gut so. Neben Seriendauerbrennern wie Mitsurugi, Astararoth oder Cervantes haben es auch Neuzugänge wie Viola oder meinem Favoriten, dem Stockschwinger Xiba ins Spiel geschafft. Der obligatorische Gastauftritt wird diesmal «Assassin’s Creed»-Hero Ezio zu teil, der mit Klingen und Pistole eine durchaus gute Figur macht, auf Grund seiner vergleichsweise geringen Reichweite aber eher im Nahkampf überzeugt. Wie gehabt bringt jeder der Recken eine eigen Waffe und damit einen eigenen Stil mit. Vom wuchtigen Schwert, über zarte Klingen bis hin zu Nunchakus und Kampfstöcken kommt alles zum Einsatz was sich Liebhaber klassischer Waffen nun vorstellen können. So findet mit Sicherheit jeder den für ihn passenden Kämpfer, mit dem passenden Stil und Look.


Technisch top

Neben der hübschen Grafik wurde auch das  Kampfsystem optimiert und im Detail verfeinert. So kann man nun einen hilfreichen Ausfallschritt zur Seite machen oder einen übermächtigen «Critical Edge»- Angriff auf sein Gegenüber loslassen. Ausserdem lassen sich Gegner nun mit dem richtigen Timing beim Blocken etwas zurückwerfen, was einem Raum für neue Angriffe gibt. Das Spielgefühl ist nach wie vor top und schön ist auch, dass mühsam erlernte Kombos aus den Vorgängern auch im neuen «Soul Calibur» immer noch funktionieren. Verwirrend und damit immer noch nervig ist die Kombo-Liste, da dort nicht die Buttons an sich beschrieben werden, sondern Kürzel für High Kick, Low Kick usw. Alles in allem gönnt sich «Soul Calibur 5» jedoch kaum Schnitzer und gehört in jede gut geführte Beat’em-up-Sammlung.


Fazit: «Soul Calibur 5» sieht gut aus, spielt sich hervorragenden und bietet eine ordentlich umfangreiche Kämpferriege. Das machen anderen Beat’em-ups auch, aber das Salz in der «Soul Calibur»-Supper sind die unterschiedlichen Waffen und Kampfstile. Diese verleihen den Matches eine ganz eigene Dynamik, die mir bei Konkurrenzprodukten oftmals abgeht. Im direkten Vergleich kann dem fünften Teil der Reihe aus meiner Sicht eigentlich nur das aktuelle «Mortal Kombat» das Wasser reichen, da hier neben der Spielbarkeit auch der unglaubliche Umfang stimmt. Rein vom Spielgefühl macht sich hingegen «Soul Calibur 5» besser, da die Steuerung etwas durchdachter wirkt und sich Kombos einfach besser entlocken lassen – auch ohne Arcade-Stick-Gedöns oder Spezial-Beat’em-Up-Controller. So muss es sein!

«Soul Calibur 5»; Beat’em-up; XBOX 360-Version (PS3); (Namco Bandai)

Wertung: 88%

+ Umfangreiche Kämpferriege
+ Viele verschiedene Waffen und Stile
+ Sehr gute Spielbarkeit
+ Toller Look mit hübschen Effekten

- Hanebüchener Storymodus
- Ständig wiederholende Einzeiler der Kämpfer
- Schwierigkeitsgrad teils unausgewogen


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