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Geschrieben von Shqipe Sylejmani
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Donnerstag, 02. Dezember 2010 |
GESCHWÄTZ? LOCKER VOM HOCKER
TAFS haben Stil. TAFS klopfen Sprüche. TAFS verzehren einzigartige Toast Hawaii («die besten wo’s je hets gitts») und produzieren danach noch ein «Freitag-Abend-Album» – TAFS gschwällen eben. Sie sind Baselbieter, eine Crème der Crème de la Crème, Wortspieler und Erfinder, Umsetzer oder Nostalgen der Sprache. 15 Jahre lang dominieren sie nun die Basler Hiphop-Szene auf ihre eigene Art und hinterlassen mit ihrem neuen Album «Gschwäll» Musikspuren einer vergangenen Sprachzeit.
Währendem andere Künstler sich den Anglizismen dieser Welt unterordnen, haben TAFS sich unserer Sprache entgegengesetzt und die Waldenburgertal-Tiefgründe untersucht. Gschwäll, auch Geschwätz, Gerede oder das Was-Rapper-eben-tun genannt, ist die Pointe des neuen Albums der Artisten und lässt sich darauf in vierzehn Varianten untersuchen. Die Rhymes echt, die Beats frech, «So Herz», wie sie es wohl selbst sagen würden. Was es heute kaum noch gibt, erfüllen die drei Jungs mit einem Lächeln im Gesicht.
DJ FINK, TAZ und AMAN – drei «gschwällige» Gesellen in einer Schweizer Hiphop-Industrie, die langsam den Faden verliert. Eine Rettung scheint aber schon zu kommen: «Gschwäll»! Das neue Album von TAFS repräsentiert genau das, was die Band propagiert – eine Menge Spass, nicht so viel Ernsthaftigkeit und doch eine Spur Vernunft. Die «Miss Schweiz» kriegt ein Gspänli für ihr Häschen geschenkt und TV-Star CHUCK NORRIS («Chuck Norris‘ ‹iPhone› läuft mit ‹Windows›!», DJ FINK) kriegt seinen ganz eigenen Song – für welchen er sich gleich bei der Band per Mail bedankt (www.tafs.ch) – die Hasenzucht läuft und läuft und läuft («Hasenimbiz»). «Gschwäll» ist unverkrampft und authentisch – eine «Freitag-Abend-Platte» zum Rumjoken und Sprüche klopfen, verpackt in purer guter Laune – und genauso unkompliziert zeigt sich auch die Band – das Gschwällen scheint gut zu bekommen.
Gut, dass dann die geplante Tour stattfindet und sich auch schon etliches Material für neue Songs gesammelt hat. Ob darauf wieder geschwällt wird ist unklar, doch solange die Hasen noch im Business sind, wird der Nachbar noch seinen Garten pflegen («Nochbers G»), «Chuck als härtester Typ seine King-Sprüche weiterposaunen» («Härter als Chuck») oder auch einfach nur gechillt («Chill»). Da hält selbst CHUCK NORRIS nicht mit.
Album: «Gschwäll»;
www.tafs.ch
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 03. Dezember 2010 )
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