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TAKE ME HOME TONIGHT (DVD)
Geschrieben von Matthias Haller   
Dienstag, 11. Oktober 2011
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SYNTHIE-SOUND UND WILDE PARTYS
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Während Topher Grace’s «Die wilden Siebziger»-Kollegin Mila Kunis im Kino gerade voll durchstartet, blieb dem Jungschauspieler der Durchbruch auf der grossen Leinwand bisher verwehrt. Weshalb dies auch mit der bunten Achtzigerjahre-Komödie «Take Me Home Tonight» nicht gelungen ist, verraten wir in unserem Artikel.


Inhalt: Party, Koks und schräge Typen

Trotz hochkarätigem Abschluss hat es Matt Franklin nach dem Studium nicht zu wirklich viel gebracht. Seiner alten, heimlichen Highschool-Liebe nachschmachtend verbringt er sein Dasein als Verkäufer in einer Videothek. Perspektiven gleich Null. Als Tori, besagter Schulschwarm vergangener Zeiten, eines Tages überraschend vor ihm steht, lügt Matt das Blaue vom Himmel herunter, um nicht als Loser vor ihr dazustehen. Zusammen mit seinem ebenfalls erfolglosen und seit kurzem auch arbeitslosen Freund Barry, entwickelt er einen Plan, um die Frau seines Herzens endlich zu erobern. Gemeinsam begeben sie sich auf die Party vom Freund von Matts Schwester, um Tori zu treffen und so richtig Dampf abzulassen. Vorher klauen sie aber noch einen hübschen Schlitten bei Barrys altem Arbeitgeber, um einen standesgemässen Auftritt hinzulegen. Diese Nacht gehört den Beiden, so denken sie zumindest, doch die Kombination aus Koks, Lügen und viel zu viel Alkohol bleibt nicht ohne Folgen und bringt Matt und Barry in einige haarsträubenden Situationen.


Fazit: Ganz nett, aber nicht kultig

Das grosse Plus des Films ist der gelungen eingefangene Achtzigerjahre-Vibe, der sich sowohl in der Ausstattung, der Kleidung, den Frisuren und natürlich dem typischen Soundtrack widerspiegelt. Ein Hauch von Nostalgie steckt in jeder Szene und wer in den Achtzigern dabei war muss mehr als einmal über das Gezeigte schmunzeln, weil es halt tatsächlich so war. Auch der Cast kann überzeugen, vor allem Teresa Palmer stiehlt als Highschool-Schwarm mit ihrer süssen Art z.B. der deutlich in die Jahre gekommenen Anna Faris («Scary Movie») die Show. Topher Grace spult seine typischen Gesten ab, die mehr als einmal an seinen Charakter erinnern, denn er in «Die wilden Siebziger» verkörpert. Aber die Rolle des sympathischen Losers scheint ihm auf den Leib geschrieben, ebenso wie Dan Fogler optimal als Sidekick Barry besetzt wurde. Aber trotz einiger witzigen Momenten und unerwarteten Wendungen fehlt der Komödie einfach der letzte Biss. Vieles wirkt zu gewollt, zu aufgesetzt, zu oberflächlich – so als hätte man hier und da versucht mit dem Holzhammer Komik in den Film zu prügeln. So reicht es zwar für das Prädikat «Ganz nett, kann man sich ansehen», so kultig wie der Film sein möchte, ist er aber bei weitem nicht. Und Topher Grace, muss trotz seiner zugegebenermassen umstrittenen Darstellung in «Spider-Man 3» als Bösewicht Venom, weiter auf den grossen, internationalen Filmdurchbruch warten. Das man sich die Mühe gespart hat Bonusmaterial auf die Disk zu packen, ist zum einen schade, zeigt aber auch, dass der Film die Mühe auf Grund schlechter Kritiken und Einspielergebnisse wohl einfach nicht wert war.


Originaltitel: „Take Me Home Tonight“; Komödie USA 2008 (Universal); Regie: MIACHEL DOWSE; Darsteller: TOPHER GRACE, ANNA FARIS, DAN FOGLER, TERESA PALMER; Dauer: 94 min; Bildformat: 2,40:1 Anamorph Widescreen; Ton: Dolby Digital 5.1 (D, GB, RUS); Untertitel: D, GB, UKR, KRO, SLO, TRK; Bonusmaterial: ohne

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