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THE LEGEND OF ZELDA: OCARINA OF TIME 3D
Geschrieben von Matthias Haller   
Freitag, 24. Juni 2011
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Link in 3D - Olé!
zelda-ocarina-3d.jpg„Ocarina of Time“ gehört für viele zu den besten Adventures, die jemals das Licht der Welt erblickt haben. TREND-MAGAZIN-Games-Redaktor und „Zelda“-Jünger MATTHIAS HALLER hat sich nochmals ins Abenteuer gestürzt um zu sehen, ob das 3D-Remake den hohen Erwartungen gerecht wird.

Als ich „Zelda: Ocarina of Time“ das erste Mal auf dem N64 gespielt habe, sind mir vor Freude und Begeisterung fast die Tränen gekommen. Kaum ein anderes Spiel hat es bis zu diesem Zeitpunkt geschafft eine derart stimmige und glaubwürdige Fantasy-Welt auf den Bildschirm zu zaubern, in der man voll und ganz versinken konnte. Man konnte sich nicht nur mit Hauptfigur Link identifizieren, sondern sah es auch als oberstes Credo das Volk der Kokiri und das Land Hyrule vor dem Bösewicht Ganondorf zu befreien.


3D vom Feinsten

Die typische „Zelda“-Musik untermalt eine Kamerafahrt durch einen Wald in ein Dorf bis hin in ein Baumhaus, wo ein kleiner Junge im grünen Gewand gerade in seinem Bettchen schläft. „Wach auf!“ ruft ihm eine Fee zu und läutet damit den Auftakt zu einem epischen und magischen Abenteuer ein. Schon nach wenigen Sekunden nach Spielbeginn stellt sich sofort wieder dieses Wohlgefühl ein, und das Kribbeln, in Erwartung bald eine superspannende Reise anzutreten. Wir verlassen unser Baumhaus und geniessen erst einmal die Aussicht. Sofort wird klar: Wer auf 3D steht, der kommt bei „Ocarina of Time“ voll und ganz auf seine Kosten. Das Bild wirkt unglaublich plastisch und tief, viele Objekte treten aber auch aus dem Bildschirm heraus, was mir  besonders gut gefallen hat. Da man hier ja 3D ohne Brille erlebt, muss man sich hin und wieder verwundert die Augen reiben und sich zurückhalten, nicht nach den scheinbar frei im Raum schwebenden Objekten zu greifen.


Aufpoliert von A bis Z

Doch nicht nur der 3D-Effekt beeindruckt, insgesamt wurde der Titel nochmals mächtig aufpoliert und glänzt jetzt mit einer wunderschönen Optik, die mit vielen Details das Auge umschmeichelt. Angefangen bei den Charaktermodellen bis hin zu den Landschaften wurde die Grafik komplett überarbeitet, ohne dabei das Originalerscheinungsbild zu sehr zu verändern.
Auch die Steuerung wurde prima auf den 3DS portiert, dank des Ministicks lässt sich Link sehr smooth und direkt steuern. Komfortabel gestaltet sich auch die Verwaltung von Objekten und Ausrüstungsgeständen, auf die man nun bequem über den Touchscrenn zugreifen kann. Wichtige Gegenstände legt man direkt auf einen der Buttons oder Hotkeys. Witzig ist auch das Gimmick, dass man sich in der zuschaltbaren Egoperspektive entweder mit dem Stick oder durch Bewegen des 3DS in die gewünschte Richtung umschauen kann. Später darf man auch die namensgebende Ocarina of Time mit dem Touchscreen spielen. Je nachdem welches Lied wir auf der Ocrina, einer Art Flöte, anstimmen, rufen wir einen anderen Effekt hervor. So lässt sich z.B. der Tag-Nacht-Verlauf ändern, wir reisen durch die Zeit oder Teleportieren uns an bestimmte Orte.


Für Denksportler und Schwertschwinger

Natürlich fliessen die Fähigkeiten der Ocarina auch in die zahlreichen Rätsel ein, die „Zelda“-typisch teils recht happig ausgefallen sind. Da freut man sich, dass nun an einigen Stellen sogenannte Visionen abrufbar sind, die in etwa zeigen, wie das Rätsel zu knacken ist. Ausserdem darf man jederzeit seine treue Begleiterin, die Fee Navi, um Rat fragen.
Bei der Erkundung von Hyrule oder den Dungeons trifft man gewohnheitsgemäss auch auf den ein oder anderen Widersacher, der Link ans Leder will. Das Kampfsystem gestaltet sich dabei genauso simpel wie fordern. Mit Schwert, Schild, Bogen und Schleuder bewaffnet und einer hilfreichen Zielerfassung hat man aber auch bei grösseren Brocken immer eine faire Chance. Letztgenannte Warten in der Regel immer am Ende eines Dungeons und wollen mit einer bestimmten Taktik besiegt werden. Meist mit einem Gegenstand, den man kurz zuvor in den Höhlen und Kerkern gefunden hat. Wer will, darf im neuen „Boss Challenge“-Modus auch nochmals gegen alle Endgegner antreten. Ausserdem ist auf dem Modul die spiegelverkehrte nun noch schwierigere „Master Quest“ enthalten, für all diejenigen die von Links Abenteuer einfach nicht genug bekommen können.


Fazit: Egal ob man „Zelda: Ocarina of Time“ nun schon kennt oder noch nie gespielt hat, das Action-Adventure ist ein Must-have für alle 3DS-Besitzer. Der 3D-Effekt ist schlichtweg fantastisch, das Gameplay top, und das Spiel selbst hat auch nach all den Jahren nichts von seiner Faszination verloren und kann sich locker mit aktuellen Titeln messen. Zwar sind machen Rätsel ziemlich fordernd, aber der Mix aus Erkunden, Kämpfen und Kopfnüsse knacken so gut ausbalanciert, dass man das Spiel kaum mehr aus der Hand legen will. Wer jetzt noch keinen 3DS hat, sollte sich spätestens jetzt die Anschaffung dringend überlegen…


„The Legend of Zelda: Ocarina of Time“; Action-Adventure; 3DS; (Nintendo)
 
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