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Geschrieben von Robin Schwarz
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Donnerstag, 02. September 2010 |
SEICHTES GITARRENGEZUPFE
Die in ihrer Heimat erfolgreiche Dänin spielt Gitarre. Und sie singt. Das tun noch viele Popkünstler oder Singer/Songwriter. Um sich in diesem Genre wirklich abheben zu können und nicht in der Masse der ewiggleichen Akkorde unterzugehen, muss man sich etwas einfallen lassen, muss man mehr als Wohlfühl- oder Wein-Songs schreiben. So wie es beispielsweise WILLIAM FITZSIMMONS tut, der beinahe mehr flüstert als singt und mit seinen zutiefst persönlichen Texten immer wieder berühren kann. Oder SAM BEAM von IRON & WINE, der seine Musik kreativer arrangiert als der Rest der Szene, der mehr als nur Texte über verflossene Lieben schreiben kann, sondern nostalgisch von Kindheitserinnerungen erzählt und zum ernsthaften Sinnieren einlädt. Das sind Musiker, die einem im Kopf bleiben. Und da liegt das Problem bei TINA DICO und ihrem neuen Album «Welcome Back Colour». Sie macht nichts, was nicht schon andere vor ihr gemacht hätten. Sie hat zwar eine wirklich angenehme, schöne Stimme ohne viel Schnörkel und bringt zarte Melodien trotz sehr direkten Songstrukturen zum Blühen. Dagegen kann man nichts sagen, keine Frage. Aber hat das tatsächlich Wiedererkennungswert? TINA DICO wirkt wie eine dieser singenden Gitarristinnen, die man im Sommer am Zürichsee antrifft. Schön, aber eben nichts Aussergewöhnliches.
Album: «Welcome Back Colour»
Live: 23.10. Zürich, LABOR Bar; 24.10. Murten,
Hotel MURTEN
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