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TROLLHUNTER (DVD)
Geschrieben von Matthias Haller   
Dienstag, 04. Oktober 2011
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CLOVERFIELD AUF NORWEGISCH
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Anders als bei uns, ist in Norwegen der Glaube ans Übersinnliche und Magische tief in der Kultur verwurzelt. Was passiert, wenn man nun diese norwegische Folklore im Wackelkamerastil fürs Kino aufarbeitet, zeigt «Trollhunter» auf amüsante Weise.


Inhalt: Es ist Jagdsaison

Eine Gruppe junger Filmstudenten möchte einen Film über die Bärenjagd in ihrer Heimat drehen. Dazu heften sie sich an die Fersen eines geheimnisvollen Einzelgängers, den sie für einen erfolgreichen Jägersmann halten. Doch der Schein trügt, wie die Gruppe schnell feststellen muss. Als sie den mysteriösen Mann eines Nachts in einen Wald verfolgen, steht auf einmal ein riesiger Troll vor der verblüfften Truppe. Nur knapp kommen sie mit dem Leben davon und werden daraufhin vom Jäger, der sich als von der Regierung beauftragter Trollhunter entpuppt, über die wahren Vorgänge in den Wäldern informiert. Unter grösster Geheimhaltung wird nämlich versucht, die Troll-Population im unter Kontrolle und fern von jeglicher Zivilisation zu halten. Geschieht doch mal ein Übergriff, versucht man die Vorkommnisse auf Bären abzuschieben. Dafür schaffen die norwegischen «Men in Black» auch schon mal einen Pelzträger aus den Nachbarländern an. Gleichermassen verängstigt wie fasziniert, gehen die Filmstudenten schliesslich mit dem Trollhunter auf die Jagd und müssen feststellen, dass die Sagenwesen alles andere als gut auf Menschen reagieren. Vor allem Christen haben sie zum Fressen gern…



Fazit: Horror-Spass mit einem Augenzwinkern

Obwohl sich der Film mittels Wackelkamera sichtlich bemüht  wie ein authentischer Dokumentarfilm daherzukommen, nimmt sich «Trollhunter» zu keiner Sekunde wirklich ernst. Und das ist auch gut so! Angesichts der zwar ordentlichen, aber nicht immer ganz überzeugenden CGI-Effekte und den teils sehr putzig wirkenden Trollen, ist es mit dem Horror in diesem Horrorfilm nicht weit her. Zwar gibt es einige Spannungsmomente, wenn die Truppe z.B. im dunklen durch den Wald stolpert und plötzlich ein haushohes Wesen vor ihnen steht, aber so richtig gruselig wird es eigentlich nie. Vielmehr ist man fasziniert von der Mischung aus norwegischer Sagenwelt und gut gemachtem Popcorn-Kino, das man in dieser Form wohl noch nicht gesehen hat. Der Kamerastil erinnert frappierend an «Blair Witch Project»oder «Cloverfield», nur das man im Vergleich zu den beiden genannten Filmen dann doch häufiger auch mal ein Monster zu Gesicht bekommt.
So hätte man auch gerne mehr Hintergründe zur Entstehungsgeschichte, der norwegischen Folklore oder den Effekte gesehen, doch die Extras scheiden die Themen nur an oder lassen sie völlig aussen vor. Abgesehen von einem kleinen Beitrag zum Thema «Speical Effects» bietet das Bonusmaterial keine wirklichen Highlights, weder auf der DVD noch auf der Blu-Ray. Wer es richtig authentisch mag, der sollte sich den Film im norwegischen Original mit Untertitel anschauen. Wie so oft bei Filmen, in denen auch viel improvisiert wird, wirkt die Synchronisation manchmal etwas aufgesetzt. Insgesamt machen die Sprecher aber einen guten Job.



Originaltitel: „Trolljegeren“; Horror NOR 2010 (Universal); Regie: ANDRÉ ØVREDAL; Darsteller: OTTO JESPERSEN, GLENN ERLAND, TOSTERUD TOMAS, ALF LARSEN, JOHANNA MØRCK; Dauer: 99 min; Bildformat: 1,85:1; Ton: Dolby Digital 5.1 (D, F, N); Untertitel: D,F; Bonusmaterial: Unveröffentlichte Szenen, Improvisationen & Bloopers, Erweiterte Szenen, Visual Effects, Behind the scenes, Galerie

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 04. Oktober 2011 )
 
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