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Home TREND Journal Musik UNHEILIG
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Geschrieben von Christos & Christos
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Donnerstag, 31. März 2011 |
DER GRAF GLAUBT AN GOTT

Mit «Grosse Freiheit», dem siebten Album von UNHEILIG, hat DER GRAF unser Land im Sturm erobert. Die Platte schoss an die Spitze der Charts und hat alles abgeräumt, was es abzuräumen gibt. Vor einem Monat durfte DER GRAF den «Swiss Music Award» für UNHEILIG als «Best Breaking Acts International» entgegennehmen. Dies ist der erste internationale Award für UNHEILIG überhaupt.
«Geboren um zu leben», die erste Single aus «Grosse Freiheit», steht bereits seit 52 Wochen in der Hitparade. Album und Single steuern bereits Doppelplatin an. Die Formation UNHEILIG um den Sänger und Kopf «DER GRAF», stellt eine Offenbarung im Bereich der deutschsprachigen Musik dar. Selten zuvor hat ein Künstler eine vergleichbare Bandbreite an musikalischen Fertigkeiten und Fähigkeiten präsentiert. Gradlinige bass-, beat- und gitarrenlastige Sounds, die in den Clubs nicht mehr wegzudenken sind, radiotaugliche Lieder und tiefgehende, atemberaubend aufrichtige Balladen schicken den Zuhörer auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Das TREND MAGAZIN traf den GRAFEN von UNHEILIG in Zürich zum Interview.
TREND MAGAZIN: Wie geht es dir? – DER GRAF: Es ist mein zweiter Tag in der Schweiz, der Himmel ist blau, die Sonne scheint und es geht mir sehr gut.
Wie gefällt es dir in Zürich? – Leider habe ich noch nicht so viel gesehen von der Stadt. Wenn du einen Auftritt hast oder irgendwo eingeladen bist, ist es meistens so, dass du
80 Prozent am Warten bist und auf Abruf bereit sein musst.
Arbeitest du an einem Nachfolger von «Grosse Freiheit»? – Ja, «Lichter der Stadt» wird es heissen und im Februar 2012 erscheinen. Es wird auch ein Konzeptalbum mit einem roten Faden. Es handelt von einer Stadt, wo ganz viele Geschichten passieren. Das Licht ist das Synonym für den Menschen. Das Licht geht an und dann wird die Geschichte des einzelnen Menschen in dieser grossen Stadt erzählt.
Kannst du dir vorstellen, Englisch zu singen? – Nein. Ich habe in meiner Anfangszeit englische Songs aufgenommen. Ich hatte jemanden dabei, dessen Muttersprache Englisch war. Wenn ich jetzt einen englischen Text schreiben würde, dann müsste ich mir ein Übersetzungsbuch nehmen und das wäre einfach nur peinlich. Das wäre auch nicht richtig. Deshalb schreibe ich auf Deutsch, weil das die Sprache ist, in der ich auch träume.
Wie kommst du auf den Namen «DER GRAF»? – Das ist ein Künstlername. Natürlich habe ich einen ganz normalen Namen. Den sage ich aber nie. Ich möchte mein Privatleben aus der Öffentlichkeit raushalten. Ich möchte nicht erzählen, wie mein Familienstand ist, wie meine Familie aussieht usw. Das hat für mich nichts mit der Musik zu tun.
Unheilig. Bist du gläubig? – Ich bin ein sehr gläubiger Mensch und glaube an Gott. Ich glaube daran, dass wir uns alle irgendwo mal wiedersehen und ich glaube auch an das klassische Paradies. Gott ist für mich etwas Positives und ich bete auch jeden Tag. Ich brauche aber keine Religion mit den ganzen Geboten und Verboten, die vorschreiben wie und wann ich zu beten habe. Wenn man nicht alle Rituale macht, die man so vorgeschrieben bekommt, ist man in den Augen aller Religionen ein «Unheiliger» und aus diesem Grund heisse ich UNHEILIG.
Welches war dein letztes Konzert, das du besucht hast? – (DER GRAF überlegt.) Ich glaube, mein letztes Konzert, das ich ganz gehört habe, war PINK FLOYD, als sie mit «The Wall» unterwegs waren, und das ist sehr lange her. Es war grossartig.
Wie wäre DER GRAF als Nachfolger von THOMAS GOTTSCHALK bei «Wetten, dass…?» – Ich? Bitte nicht! Ich bin kein Moderator und will einfach nur Musik machen und auftreten. Die Bühne ist mein Zuhause und ich möchte gerne Musik machen und singen.
Und als Verteidigungsminister? – Nein, das bringt auch nichts, weil von Politik habe ich auch keine Ahnung.
Erinnerungen an die Schweiz? – Es war für mich eine ganz grosse Ehre, als wir letztes Jahr am «Greenfield Festival» vor RAMMSTEIN spielen durften. Das war ganz cool. Ich habe mir einen kleinen Kindheitstraum erfüllt, denn ich wollte schon immer mal vor RAMMSTEIN spielen, und nach meinem Auftritt wollte ich sagen: «Viel Spass mit RAMMSTEIN.» Das Festival, das Publikum und die Kulisse waren einfach fantastisch. Wir haben uns nach dem Konzert verbeugt und dann habe ich gesagt: «Viel Spass mit RAMMSTEIN». Das war echt ein Erlebnis und die Stimmung war einfach grossartig. Ich freue mich immer wieder, in die Schweiz zurückzukommen.
Album: «Grosse Freiheit», «Grosse Freiheit live» und «Grosse Freiheit, Winteredition» (Universal); Live: 1.7. Basel, St. Jakobshalle; www.unheilig.com
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 11. April 2011 )
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